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Leadtek WinFast PX6800GT TDH

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Seite 2: Die Leadtek WinFast PX6800GT TDH - Layout und Besonderheiten

Leider ist es bislang um die Verfügbarkeit der GeForce 6800-Karten noch nicht sehr gut gestellt. Leadtek war hier noch am besten dran - die GeForce 6800 und 6800LE-Karten konnte man oft im Handel finden und vereinzelt waren auch 6800 GT-Modelle verfügbar. Alle Hersteller scheinen aber nur selten 6800 Ultra-GPUs zu erhalten und so findet man am Markt praktisch keine Modelle mit NVIDIAs High-End-Chip - auch 8 Monate nach der offiziellen Vorstellung. Vielleicht ändert sich dies nun mit der PCI-Express-Version - aber zumindest fertigungstechnisch bestehen hier keinerlei Unterschiede, nur eine HSI-Bridge wird mit auf den Chip gepackt.

NVIDIA bietet für die Karten die Möglichkeit, zwei DVI-Anschlüsse zu verwenden, Leadtek macht hier von auch Gebrauch und setzt neben einem TV-Out auch zwei DVI-Ports auf die Karte.

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Wie alle PCI-Express High-End-Karten besitzt auch die Leadtek WinFast PX6800GT TDH den neuen 6-pin Stromanschluss - ein Adapter liegt aber im Lieferumfang bei, falls man noch kein neues Netzteil mit diesem Stecker besitzt. Allerdings sollte man hier wieder auf die Ausgangsleistung des Netzteils achten und man sollte die Karte möglichst an einem 12V-Strang anschließen, der nicht belastet wird. Das ist bei vielen Netzteilen nicht wirklich einfach, demnach ist der Hinweis, ein Netzteil mit über 480W zu verwenden, sicherlich angemessen. Neue Netzteile mit 6pin-Anschluss haben in der Regel eine seperate 12V Rail, um die Grafikkarte mit Strom zu versorgen.

Interessant ist auch die Tatsache, dass Leadtek bei der Karte ein PCB verwendet, welches wohl auch mit 512 MB zurechtkommen kann. Dass der GeForce 6800-Chip mit dieser Speichermenge umgehen kann, war uns schon längere Zeit bekannt, aber entsprechende Karten gab es am Markt bislang nicht. Man hat hier wohl bereits vorgesorgt und denkt wohl an eine Luxusversion mit 512 MB GDDR3. Die Spannungswandler der Karte sind wie immer unter einem passiven Heatsink versteckt. Die massive Kühlkörperkonstruktion sieht man noch einmal schön im Hintergrund.

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Bei dem verwendeten Speicher - insgesamt 256 MB - handelt es sich um den typischen Samsung GDDR3-Speicher (K4J55323QF), der mit 500 MHz getaktet wird und effektiv also 1000 MHz Taktfrequenz besitzt. In unserem Fall handelt es sich um 2,0ns-Module (GC20). Der identische Speichertyp wird auch auf der GeForce 6800 Ultra und auf der bisherigen X800 XT Platinum Edition eingesetzt, teilweise haben wir dort aber 1,6ns-Speicher im Einsatz. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Hersteller hier je nach Verfügbarkeit der GDDR3-Speicherchips für 1,6ns oder 2,0ns-Module entscheiden. Die hier verwendeten Module sind für 500 MHz Speichertakt spezifiziert - es besteht aber trotzdem die Chance, dass man durch Overclocking die Speicherbandbreite noch etwas erhöhen kann.

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Die Spannung der acht Speicherchips mit jeweils 32 MB beträgt 2 Volt, alle acht befinden sich auf der Oberseite. Für die 512 MB-Variante scheint Leadtek dem Design zufolge entweder acht 64 MB-Chips verwenden zu wollen oder man setzt die Module auf die Rückseite der Karte, denn der dort platzierte Kühlkörper wäre sonst sinnlos. Alle sind passiv gekühlt, wobei die Kühlung der oberen Module als deutlich besser erscheint. Die Module sind über ein 256 Bit-Interface angebunden.

Der Kühlkörper grenzt an anliegende Kondensatoren, auch im Bild zu sehen ist der Anschluss für den Lüfter (3pin).

Unten sieht man den Traum der High-End-Freaks - über diesen Port kann die SLI-Fähigkeit der Karte mit einer zweiten GeForce 6800 GT genutzt werden:

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Wirft man einen Blick auf den NV45-Kern, so sieht man, dass NVIDIA hier auf der GPU-Fläche zwei Dies verwendet. Der obere ist der NV40-Kern - wie man ihn auch aus dem AGP-Bereich kennt. Im unteren Bereich erkennt man einen kleinen Chip, dies ist die HSI-Bridge, die NVIDIA zum Wandeln der AGP-Signale auf den PCI-Express-Bus verwendet. Hier geht man also den Weg einer Brücke, während ATI zumindest noch für die X800-Version das Interface direkt im Chip gewechselt hat (R420 vs. R423). Für die neuen R480-Karten wird man dies nicht mehr vornehmen, hier steht im Endeffekt als AGP-Variante eine Version mit einer Brücke zum Gespräch, der "Rialto" genannten ATI-Bridge.

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Bei einer Retail-Karte werfen wir natürlich auch einen Blick auf den Lieferumfang der Karte:

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Mit in der Verpackung sind neben der Karte:

  • 1 DVI-Adapter auf VGA-Out
  • 1 Adapterkabel für 6pin-Stromanschluss
  • 1 Adapterkabel für Composite Video und ein Chinch-Kabel
  • 1 Anschlusskabel für S-Video
  • Eine Treiber-CD
  • Prince of Persia (2 CDs)
  • Splinter Cell - Pandora Tomorrow
  • Handbücher

Leider fehlte bei uns ein 2. DVI-Adapter, der auf der Verpackung noch angekündigt wurde - es kann also sein, dass im ausgelieferten Zustand dann zwei DVI-Adapter in der Verpackung sind, um auch zwei analoge Displays gleichzeitig anschließen zu können. Bei der beigelegten Software hält man sich im Vergleich zu den beigelegten Kabeln etwas zurück, hier fanden wir bei anderen Grafikkarten schon in der Masse deutlich mehr Spiele und Programme, aber da wir den beigelegten Spielen sowieso recht kritisch gegenüberstehen, ist dies kein Beinbruch. Jeder hat hier seinen eigenen Geschmack und somit wird man es jedem Kunden mit den beigelegten Spielen sowieso nicht recht machen können.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf die Stromaufnahme, die Overclocking-Fähigkeiten und die Lautstärke der Karte.