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ATI Radeon X700XT - der Test

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Seite 1: ATI Radeon X700XT - der Test

Die letzten Wochen waren wieder geprägt von Vorstellungen einiger neuer GPUs. Diese sind diesmal im Mainstream-Segment etwas interessanter für den normalen Kunden, der nicht 500 Euro für die aktuellen Top-Karten ausgeben möchte, aber trotzdem sehr gute Leistung im 3D-Bereich erwartet. Die direkten Konkurrenten im Mainstream-Segement bis 200 Euro heißen NVIDIA GeForce 6600 GT und ATI Radeon X700XT. Die GeForce 6600 GT hatten wir schon im Test, einen Artikel zur X700-Technik hatten wir ebenfalls schon veröffentlicht - aber es fehlte uns noch eine ausführliche Performance-Betrachtung. Mit diesem Artikel wollen wir dieses nachholen.

ATI schickte uns zu diesem Zweck eine ATI Radeon X700XT-Karte mit 128 MB - das Referenzmodell, welches wir auch schon bei der Einführungsveranstaltung fotografieren und antesten konnten. Die Hersteller werden allerdings von ATIs Empfehlung etwas abweichen und auch X700XT-Karten mit 256 MB auf den Markt bringen. Die Ausbaustufe mit 256 MB war eigentlich nur für die langsamer getaktete X700 Pro-Serie gedacht, aber in einigen Bereichen mögen die 256 MB bei hohen Auflösungen und Antialiasing sogar Sinn machen.

Die meisten PCI-Express Karten hatten wir schon im Test. In unserem PCI-Express Grafikkarten Roundup haben wir die PCI-Express-Version der GeForce 6800-Serie mitgetestet, obwohl diese noch nicht erhältlich sind. Im selben Artikel haben wir die X600-Serie und die PCX-Karten von NVIDA mitgetestet. Die High-End-ATI-Variante kam mit der X800XT von Sapphire, schlussendlich haben wir natürlich auch die GeForce 6600-Serie getestet - der GeForce 6200-Artikel von letzter Woche schloss unsere Tests erst einmal ab.

Die Karte ist eine typische Mainstream-Grafikkarte - keine extra Stromanschlüsse und keine aufwendige Kühlung, weiterhin eine Ein-Slot-Variante und ein VGA-Out, ein TV-Out sowie ein DVI-Out:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Technische Details zur Karte müssen wir sicherlich nicht mehr bringen - denn die X700 haben wir schon ausführlich in einem Technik-Artikel betrachtet. Auch das Layout der Karte wollen wir auf der nächsten Seite nur knapp behandeln, da wir vielfältige Retail-Karten erhalten werden, die wir ausführlicher betrachten möchten. Interessant ist aber sicherlich ein Überblick über die aktuellen ATI-Karten für PCI-Express:

Wir haben hier also die schnellste X700-Karte im Test, denn die Taktungen sind im Vergleich zur X700 Pro und X700 recht hoch. Damit sollte auch das Übertaktungspotential des 110 nm-Kerns recht gering sein, denn der Takt von 475 MHz ist schon sehr hoch. Beim Speichertakt hat man mit 525 MHz für eine Mainstream-Karte auch sehr schnellen, hochwertigen Speicher an Board, der GDDR3-Speicher ist mit 128 Bit angebunden.

Im Vergleich zur Konkurrenz, der GeForce 6600-Serie stehen wenige Unterschiede auf dem Papier - dieselbe Anzahl von Pipelines wird verwendet, ATI hat jedoch doppelt so viele Vertex-Shader in der X700. Dafür kann NVIDIA mit Shader Model 3.0 auftrumpfen, ATI setzt hier natürlich weiter auf Shader Model 2.0. Bezüglich der Speicheranbindung liegen beide Konkurrenten auf gleichem Niveau.

Aktuell findet man in den Preisvergleichen nur X700 Pro-Karten mit 128 und 256 MB. Die 128 MB-Karten liegen bei knapp 170 bis 190 Euro, die 256 MB-Varianten bei immerhin 180 bis 250 Euro. Die schnelleren X700XT-Varianten werden vom Preis bei der Markteinführung sicherlich noch etwas darüber liegen. Schaut man sich den Preis der Konkurrenzkarten mit GeForce 6600 GT-Chip an, so liegt man auf ähnlichem Niveau. Die PCI-Express-Karten mit 128 MB der GT-Variante liegen bei 180 bis 225 Euro, die 256 MB-Varianten bei knapp 220 Euro.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen kurzen Blick auf die X700XT-Karte und kommen dann gleich zum Vergleich der Stromaufnahme, der Lüftergeräusche und dem Overclocking :