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ATI X700-Serie - die Technik

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Seite 4: Performance und Fazit

Wie die GeForce 6600-Serie hat auch die ATI X700-Serie alles, was man in die High-End-Serie implementiert hat. So hilft ein Blick in unseren ATI X800-Technik-Artikel, um die folgenden Features zu verstehen :

  • 3Dc Texture Compression
  • Smartshader HD
  • Smoothvision HD
  • Videoshader HD
  • HyperZ HD

Aufgreifen möchten wir diese Features hier nicht noch einmal. Gerade für eine Mainstream-Karte ist es jedoch auch wichtig, dass Video-Features möglichst reichhaltig unterstützt werden. Dies nutzt ATI effektiv durch Videoshader HD aus, den man auch in der All-In-Wonder-Serie verstärkt einsetzt. Beim Video-Playback verwendet ATI ein "Adaptive per-pixel Deinterlacing", welches zumindest in Demos detailreicher und schärfer aussieht als das normale Bob-Deinterlacing der NVIDIA-Karten. Wie wir dies tatsächlich erleben, werden wir in den nächsten Reviews prüfen. Mit Fullsteam rechnet ATI des Weiteren die Qualität eines Internet-Streams hoch, um die lästige Blockbildung zu verhindern. Und schlussendlich darf in aktuellen Grafikkarten auch kein vollwertiger, umfassender HDTV-Support fehlen, der in der X700-Serie natürlich auch nicht fehlt.

Die Frage, die uns natürlich brennend interessiert, ist : Wie sieht die Performance der Karte aus ?

ATI hat in einer Benchmark-Guide hier bereits eine Reihe von Benchmarks veröffentlicht - sogar mit einem unserem Testsystem recht ähnlichen Rechner. Allerdings warten wir noch mit der Veröffentlichung, denn wir werden in Kürze eine Karte erhalten und einen ausführlichen Test präsentieren. Zumindest gelten folgende Eckdaten für die X700XT, die wir auf einem Meeting mit ATI in München ermitteln konnten :

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Weitere Benchmarks - und sicherlich ein paar sinnvollere als die oben gezeigten synthetischen Benchmarks - konnten wir leider nicht erstellen, da das Testsystem einen defekten Kühlkörper hatte und sich die CPU somit überhitzte. Als der verwendete Pentium 4 3.4 Ghz wieder ordnungsgemäß gekühlt wurde, war leider das Flugzeug nach Hannover schon in den Startlöchern, sodass nur noch ein kurzer Blick auf die oben gezeigten Benchmarks möglich war.

ATI gibt für die X700-Serie folgende Leistungswerte an :

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Vergleicht man dies mit den Werten aus unserem GeForce 6600 GT-Review, so liegt die X700XT gleich auf : 8052 3DMarks erreichten wir mit der NVIDIA-Karte in unseren Benchmarks. Auch ist die X700XT schneller als die letztjährig schnellste Karte, die Radeon 9800XT - und das bei einem Preis, der sich gegenüber dieser Top-Karte vor einem Jahr halbiert hat. Die aktuellen Mainstream-Karten sind also wirklich sehr schnell.

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ATI sagt deutlich : Die X700 ist eine Karte nicht nur für Doom 3, sondern auch für Half-Life 2, FarCry und andere Spiele. Damit spielt man natürlich auf das aktuelle NVIDIA-Marketing an, dass aus jedem erfolgreich gewonnenen Doom 3-Benchmark eine Pressemitteilung formuliert. Wie immer hilft hier aber nur das eigene Benchmarken - wir sind also gespannt auf die X700, wenn sie uns vorliegt. Erstaunlich gute Performance erwarten wir im Vergleich bei Anwendungen wie der Crowd Demo oder Spielen wie Battle for Middle Earth aufgrund der Vertex-Einheiten. Sollte ein Spiel tatsächlich effektiv von Shader 3.0 Gebrauch machen, so könnte hier die GeForce 6600-Serie mal die Nase vorne haben. Insgesamt sehen die Eckdaten der X700 aber nicht schlechter aus als die GeForce 6600GT - und damit sind wir gespannt auf die tatsächlichen Benchmarks.

Einen Vorteil könnte ATI wie gehabt bei der Fertigung der Chips haben. Low-Noise ist bei der Ein-Slot-Variante und der 11nm-Fertigung eine klare Sache, problematisch ist bei den immer komplexeren Strukturen aber die Chipausbeute. Während NVIDIA die GeForce 6800-Serie im April angekündigt hat und die Grafikkarten immer noch in minimalen Stückzahlen in den Handel kommen, konnte ATI zumindest die X800 Pro in etwas größeren Stückzahlen verkaufen. Bei der Mainstream-Serie wird dieses Spiel erneut zu beobachten sein : Kann NVIDIA die GeForce 6600 GT schnell auf den Markt bringen oder ist ATI wieder trotz späterer Vorstellung der X700-Serie schneller am Markt ?

Wer die 199 Euro vom Kunden bekommt, hat auf jeden Fall nach dem Weihnachtsgeschäft die Nase vorne.

Weitere Links :

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