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NVIDIA GeForce 6600 GT - der Test

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Seite 19: Fazit und Empfehlungen

Die GeForce 6600-Serie schließt auf jeden Fall die Lücke, die wir bei unserem ersten PCI-Express Grafikkarten-Roundup zwischen der GeForce 6800-Serie und den bisherigen PCI-Express-Karten vorgefunden haben. Gerade zwischen den ATI-Karten der X600-Serie und der GeForce 6800 klaffte hier eine Lücke. Diese füllt nun die GeForce 6600-Serie und setzt ATI gleichzeitig unter Zugzwang. Die X600-Karten sind im Vergleich viel zu teuer und es fehlt ein Bindeglied zwischen der X600 und der X800-Serie. Dieses Bindeglied wird die X700-Serie werden mit dem noch nicht angekündigten RV410-Chip. Hier wird es also wieder spannend, wann dieser Chip kommt, welche Features er besitzt und wie die Performance aussehen wird. Nur ein wenig Geduld braucht man hierfür noch.

Schließlich wird es aber erst einmal NVIDIAs Vorteil bleiben, dass bereits Shader Model 3.0 unterstützt wird und Spiele wie Doom 3 oder Games mit einer ähnlichen Engine Dank Ultra Shadow II recht schnell laufen. Sicherlich ist noch fragwürdig, ob Shader Model 3.0 in den nächsten Top-Games wirklich Performance- und Qualitäts-Vorteile auf den NVIDIA-Karten bringen wird, die ersten Anzeichen dafür gibt es jedoch schon, wie wir von der Games Convention berichteten. Und auch ATI wird in der Zukunft auf Shader Model 3.0 setzen - nur hat man noch keine entsprechende GPU am Markt, sondern hat noch einen Zyklus abgewartet, bis man entsprechendes in das Silizium integriert.

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Die große Problematik wird sich hingegen bei der Produktionstechnik zeigen, denn die 110nm-GPU ist sicherlich nicht einfach zu fertigen, da es sich hier im Grafikkarten-Bereich um eine neue, kleinere Fertigungsgröße handelt. Bislang war man auch nicht wirklich einfach an GeForce 6800-Karten gekommen, weil NVIDIA hier einige Probleme mit den Partnern IBM und TSMC zu haben scheint. Hoffen wir also, dass es sich bei den GeForce 6600-Karten bessert und die Hersteller schnell an die NV43-GPU kommen, um den Markt schnell mit Karten bedienen zu können. Ansonsten könnte ATI trotz späterer Ankündigung der RV410 dann doch wieder die Nase vorne haben, da dieser Chip noch auf der bereits ausgereiften 130nm-Produktion basiert.

Schaut man auf das Preis/Leistungsverhältnis, so liegt die Gunst der Stunde klar bei der GeForce 6600 GT. Auch wenn sich die tatsächlichen Preise leicht über den vermuteten 200 Euro einfinden, ist die GeForce 6600 GT immer noch sehr interessant. Wie sich die mit DDR-Speicher und langsameren Taktraten ausgestattete GeForce 6600 schlagen wird, werden wir demnächst ebenso untersuchen, unser simuliertes "GDDR3-Modell" schlägt sich im Vergleich aber gar nicht schlecht. Schön ist hingegen auch der Stromverbrauch, da keine zusätzlichen Anschlüsse benötigt werden. Auch die Wärmeentwicklung der GPU scheint in Ordnung zu sein, da der Kühlkörper recht klein ist und der Lüfter seinen Dienst auf einem niedrigen Lärmpegel verrichtet.

Schussendlich kann man die Karte auch im SLI-Modus betreiben - das könnte vor allen Dingen dann interessant werden, wenn man in zwei Jahren an die Grenze der Leistungsfähigkeit der 6600 GT kommt. Anstatt dann die Karte einzumotten, kann man sich eine zweite "alte" Karte günstig bei Ebay ersteigern. Kommt man tatsächlich auf den knapp 80%igen Geschwindigkeitszuwachs bei SLI-Systemen, dann reicht diese Lösung sicherlich noch für ein weiteres Jahr vollem Spielgenuss mit der 6600 GT. Und da auch für Intel und AMD entsprechende Mainboards kommen sollen, sind wir gespannt, was man mit dem interessanten NVIDIA-Feature alles anstellen kann.

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