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NVIDIA GeForce 6200 Turbo Cache

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Seite 2: Die Technik hinter Turbo Cache und Fazit

ATI bietet mit der Hyper Memory-Technik eine ähnliche Technologie wie NVIDIA mit dem so genannten Turbo Cache. Dahinter steckt nur die dynamische Inanspruchnahme des Arbeitsspeichers über den PCI-Express-Bus.

NVIDIA Turbo Cache ist in der Lage sich Anteile des Hauptspeichers zu reservieren. Anders als bei den bisherigen Shared Memory-Lösungen wird hier aber nicht ein fester Anteil bestimmt, sondern der verwendete Speicher wird je nach Anwendung bestimmt und dynamisch in Anspruch genommen. Dies sorgt dafür, dass immer der maximale Arbeitsspeicher frei bleibt. NVIDIA gibt typische Werte für die Größe des verwendeten Speichers an. So belegt der 3DMark05 knapp 26 MB, FarCry 76 MB, Unreal Tournament 2004 16 MB, Halo 21 MB, Doom 3 32 MB und Half-Life 2 29 MB bei Standardauflösungen.

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Die Bandbreite, die hier erreicht wird, ist Chipsatzabhängig und liegt auf einem Grandsdale-System zwischen 9,6 GB pro Sekunde und 6,8 GB pro Sekunde (Schaubild) und auf einer nForce4-Plattform zwischen 13,6 GB pro Sekunde und 10,8 GB pro Sekunde (Schaubild). Dabei addieren sich die Bandbreiten, die aus der eigentlichen Speicheranbindung resultieren und die NVIDIA über einen dedizierten Speicher zur Verfügung stellt.

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Bisher erwähnt NVIDIA im Zusammenhang mit dem NV44 bzw. der GeForce 6200 TC nur die entsprechenden PCI-Express Karten mit fest verbauten 16 bzw. 32 MB DDR1 Speicher, der mit 350 MHz getaktet ist. Der Chip läuft ebenfalls mit 350 MHz und ist damit 50 MHz höher getaktet als das bisherige GeForce 6200-Modell. Die 16 MB-Variante des 6200 TC ist mit einem 32 Bit-Speicherinterface angebunden, die 32 MB-Variante mit 64 Bit. Auch soll es eine 64 MB-Variante geben, die ebenfalls auf 64 Bit als Anbindung setzt.

Wesentlich interessanter dürfte jedoch die integrierte Version des NV44 bzw. der GeForce 6200 TC sein, die im Frühjahr im nForce4 erwartet wird. Da eine Integration in eine Single-Chip-Lösung zu kompliziert ist, wird NVIDIA vermutlich wieder auf zwei Chips bauen müssen. Der komplette Chipsatz hört auf den Namen Crush51 (C51G), wohingegen die Southbridge mit Namen MCP05 die Unterstützung für Serial-ATA II und High Definition Sound bietet.

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Da uns kein Testsample der GeForce 6200 TC vorlag, müssen wir mit den Performancewerten vorlieb nehmen, die NVIDIA uns zur Verfügung stellt. Hier wird deutlich, wo NVIDIA die GeForce 6200 TC positioniert, denn man stellt sie gegen ATIs Radeon X300LE und X300SE, gegen die sich die Karte auch deutlich durchsetzen kann. In unseren Augen aber, im Hinblick auf die nForce 4 IGP-Version, ist der Vergleich zu Intels integrierter Grafiklösung, denn hier zeigt sich ein deutlicher Vorsprung für den NV44.

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Abschließend bleibt nur festzustellen, dass NVIDIA mit der GeForce 6200 TC das Klassenziel zwar erreicht hat, eine Möglichkeit zu schaffen, in günstigen PCs ordentliche Grafikleistung zu bieten und die integrierten Grafiklösungen zu überbieten. Das Modell mit 16 MB kostet laut NVIDIA aber immerhin noch unter 99$ und mit 32 MB Speicher werden sogar um die 129$ verlangt. Da vollwertige 6200-Karten im Handel jedoch schon einen ähnlichen Betrag erhältlich sind, rechnen wir eher mit Preisen zwischen 70 und 90 Euro.

Für eine Karte im Bereich um 100 Euro ist die GeForce 6200 TC sicherlich attraktiv und nicht jeder möchte gleich knapp 200 Euro für eine richtige Gamer-Grafikkarte ausgeben. Allerdings ist der Schritt zu einer vollwertigen Grafikkarte mit 128 MB oder sogar 256 MB Grafikspeicher nicht weit - und die Performance sollte dann doch deutlich über dem TC-Modell liegen, wenn man die Benchmarks der X300SE in den Vergleich mit einbezieht. Erste objektive Tests werden zeigen müssen, wo genau die Stärken, aber auch die Schwächen der Turbo Cache Architektur liegen.

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