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NVIDIA GeForce 6200 Turbo Cache

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Seite 1: NVIDIA GeForce 6200 Turbo Cache

NVIDIA versucht derzeit mit der PCI-Express-Produktreihe wieder zu alter Stärke zu gelangen und scheint mit der GeForce 6800, GeForce 6600 und GeForce 6200 hier auch bisher Erfolg zu haben. Zwar sind die Oberklasse-Modelle GeForce 6800 Ultra und GeForce 6800 GT bisher gar nicht bzw. kaum verfügbar, das gleiche Bild zeigt sich aber ebenfalls bei ATI und deren Radeon X800 PCI-Express-Modellen. In der Mitteklasse sorgen die GeForce 6600-Modelle dafür, dass, auch Dank SLI-Fähigkeit, NVIDIA die Verkaufszahlen wieder nach oben dreht. Für den Einsteigermarkt hat man bereits vor einigen Wochen die GeForce 6200-Serie vorgestellt, die jetzt um ein weiteres Modell erweitert wird. Im Folgenden versuchen wir zu verdeutlichen, was NVIDIA mit Turbo Cache bezwecken will und geben auch Aussichten auf die mögliche Performance des NV44-Chips.

NVIDIA bietet die 6er-Serie nun also von der kleinsten Version bis zur Luxusserie an. Das kleinste Modell ist die 6200 - mit bislang vier Pixelpipelines und drei Vertex-Einheiten auf Basis des NV43-Kerns. Anschließend folgt die GeForce 6600 und die schnellere GeForce 6600 GT mit höheren Taktraten und acht Pixelpipelines. Beide basieren ebenfalls auf dem NV43-Chip und sind nur für PCI-Express erhältlich, wenn nicht ein Hersteller die NVIDIA HSI-Bridge verwendet, um sie auf AGP zu wandeln. Als schnellste Variante kommt die GeForce 6800-Serie oben drauf, mittlerweile in vier Varianten: Die GeForce 6800 LE hat 8 Pixelpipelines, die GeForce 6800 12 Pixelpipelines, die GeForce 6800 GT und die GeForce 6800 Ultra die vollen 16 Pixelpipelines.

Die meisten Karten hatten wir schon im Test. In unserem PCI-Express Grafikkarten Roundup haben wir die PCI-Express-Version der GeForce 6800-Serie mitgetestet, obwohl diese noch nicht erhältlich sind. Auch haben wir einen GeForce 6800-Artikel auf AGP-Basis sowie den Technik-Artikel zur GeForce 6800 -Serie, der sich auch bei diesem Review wieder lohnt, da viele Features identisch sind. Schlussendlich haben wir natürlich auch die GeForce 6600-Serie getestet - der GeForce 6200-Artikel schloss die Serie ab.

Als erstes wollen wir aber einen kurzen Blick auf die 6er-Serie werfen:

Dass die GeForce 6200 eine Low-End-Karte im GeForce 6-Lineup ist, sieht man auch hier an der Tabelle. NVIDIA bietet an, sie auch mit 64 Bit-Speicherinterface zu bauen, was natürlich deutlich auf die Performance der Grafikkarte schlägt. Auf das 128 Bit-Interface sollte man schon achten, währenddessen der Speicherausbau auf max. 256 MB wohl weniger sinnvoll ist, da die Karte bei derart großen Texturen und/oder Antialiasing-Settings sowieso nicht gute Frameraten erreicht werden. Der Speichertakt wird dem Hersteller weiterhin offen gelassen - nur DDR-I ist zwingend vorgeschrieben.

Interessant ist natürlich die Tatsache, dass NVIDIA hier bislang den NV43 weiter verwendet. Er hat 146 Millionen Transistoren - für einen Low-Cost-Chip extrem viel. Eigentlich hatte man vermutet, dass für die GeForce 6200 ein kleinerer Chip zum Einsatz kommt - aber so bot sich natürlich die Möglichkeit, die fehlenden vier Pipelines frei zu schalten und die GPU somit etwas zu beschleunigen. Dies haben wir in unserem GeForce 6200-Test auch eindrucksvoll belegen können. Wahrscheinlich findet nun allerdings eine Umstellung auf den NV44-Kern statt. Mit der GeForce 6200 TC dürfte die Freischaltung nicht mehr möglich sein, da hier, wie bereits erwähnt, mit dem NV44 eine komplett neue GPU zum Einsatz kommt.

Die Frage die sich nun stellt ist: Was möchte NVIDIA mit der GeForce 6200 Turbo Cache erreichen und wo liegen die genau die Ziele dieser Karte?

Zum einen möchte NVIDIA das Preis/Leistungsverhältnis für den Entry-Markt neu gestalten. Des Weiteren bringt man eine gewisse Flexibilität in diesen Markt, denn die GeForce 6200 TC verfügt nur über 16 bzw. 32 MB Grafikspeicher direkt auf der Karte, versorgt sich aber bis zur unterstützen Grenze von 128 MB oder 256 MB mit Speicherplatz aus dem Hauptspeicher. Somit muss niemand, der nur ab und an ein 3D Spiel startet, sonst aber eher im Office-Bereich tätig ist, eine mit 128 MB ausgestattete Grafikkarte kaufen, bei der diese nur selten genutzt werden. Hier kommt der Kostenvorteil durch den Shared Memory zum tragen, wie wir ihn schon auf dem Notebookmarkt kennen. Dabei muss der Anwender nicht auf Features wie DX9 Shader Model 3.0, CineFX 3.0, UltraShadow II, Intellisample 3.0, nView Multi-Display und PureVideo verzichten. Nur der SLI-Modus ist mit der GeForce 6200 Serie nicht möglich.

Auf der folgenden Seite möchten wir uns mit der Technik hinter Turbo Cache beschäftigen.

 

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