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Der SLI-Test Teil 2

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Seite 1: Der SLI-Test Teil 2

In unserem ersten Teil des SLI Testes haben wir uns ganz nüchtern das ASUS A8N-SLI angeschaut. Nun wollen wir uns das wirklich interessante, die SLI-Fähigkeit des Mainboardes einmal genauer anschauen. Für den Computerfreak hört sich SLI genial an - man steckt einfach zwei Grafikkarten in das System und erhält eine fast doppelt so schnelle Leistung. Hält SLI das, was es verspricht? Wird SLI ein reines Nischen-Produkt sein oder auch für aufrüstfreudige Benutzer interessant? Wo liegen die Probleme im SLI-Betrieb und was sollte man beim Kauf des Systems beachten? All diese Fragen wollen wir auf den folgenden Seiten beantworten.

Vor einigen Monaten wurden als Teststellungen für die Intel LGA775-Prozessoren und den i925x- und i915P-Chipsätzen NVIDIA GeForce 6800 GT-Karten auf Basis des NV45 mitgeliefert. Diese Karte hatte einen merkwürdig anmutenden Port auf der Oberseite, die bei den AGP-Versionen fehlte. Laut Angaben von NVIDIA handelte es sich dabei um einen Diagnoseport. Nur wenige Tage später ließ man die Katze dann aus dem Sack. NVIDIA belebt die von 3Dfx eingekaufte SLI-Technik in etwas anderer Form wieder und nutzt sie mit der GeForce 6800 und GeForce 6600-Serie. Verwendet werden können dabei alle PCI-Express-Karten auf Basis des NV45-Kerns.

Bis vor wenigen Tagen bot aber nur der Server-Chipsatz Intel E7525 die Möglichkeit, zwei PCI-Express-Slots auf ein Mainboard zu bringen. Der Serverchipsatz für den Xeon Nocona ist natürlich nicht das Optimum für einen Gaming-PC. Vor wenigen Wochen kündigte VIA dann den VIA K8T890 Pro an, der allerdings laut VIA-Angaben nicht SLI-fähig sein soll und kurze Zeit darauf präsentierte NVIDIA den nForce4 SLI-Chipsatz. Das ASUS A8N-SLI ist damit das erste verfügbare Mainboard mit SLI-Fähigkeit, ebenfalls mit nForce4 werden in nächster Zeit das MSI K8N Diamond auf den Markt kommen. Bei einigen internationalen Kollegen tauchte auch schon das Gigabyte K8NXP-SLI auf, leider sind hier keine Details für eine Einführung in Europa bekannt.

Wir hatten bereits die Möglichkeit einen ausführlichen Blick auf das ASUS A8N-SLI Deluxe werfen zu können. Dieses Board dient uns hier natürlich auch als Ausgangspunkt für unsere SLI-Tests.

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Alles, was man für den SLI-Betrieb benötigt sind:

  • ein entsprechendes nForce4 SLI-Mainboard
  • zwei NVIDIA GeForce 6600 GT, GeForce 6800 GT oder GeForce 6800 Ultra-Grafikkarten (bisher sollten diese auch vom gleichen Hersteller sein, NVIDIA arbeitet aber bereits an einem SLI Zertifizierungsprogramm)
  • eine SLI-Bridge (wird vom Mainboardhersteller mitgeliefert)

Nach der Installation des entsprechenden Grafiktreibers mit SLI-Unterstützung, können alle Spiele und Anwendungen, die ein Profil im Treiber besitzen im SLI Mode betrieben werden. Alle anderen Spiele und Anwendungen laufen auf nur einer Grafikkarten und erfahren so keinen Performanceschub, eher im Gegenteil, wie unsere Tests zeigen werden. Allerdings gibt es neben diesen Randbedingungen noch weitere Dinge, die beim SLI-System zu beachten sind - beispielsweise der Stromverbrauch. In unserem Review widmen wir uns allen wichtigen Bereichen.

Auf der nächsten Seite widmen wir uns zunächst den eigensetzten Grafikkarten: