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PCI-Express Grafikkarten Roundup

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Seite 8: Sapphire Radeon X600 Pro

Die Sapphire Radeon X600 Pro ist eine Grafikkarte mit 256 MB - außer der 6800GT von NVIDIA die einzige in unserem Test. Eine durchaus schicke Karte, denn der silberne Kühler auf dem schwarzen PCB wirkt edel und schick. Allerdings lässt sich der Leser von der Optik nicht täuschen und hat schon mitbekommen, dass auf der Karte zum einen der langsamere X600-Chip sitzt und zum anderen TSOP-Speicher zum Einsatz kommt, sprich ebenfalls nur normaler DDR-SDRAM. Dieser ist zumindest mit 600 Mhz getaktet (300 Mhz), so dass die Hynix-Module mit 3.3ns-Zugriffszeit trotzdem eine gute Performance bereit stellen. Der Grafikkern taktet wie von ATI vorgesehen mit 400 Mhz, also 100 Mhz langsamer als der XT-Kern. Der Speicherbus ist wie bei der XT-Karte 128 Bit breit, effektiv kann die Karte also auf eine Bandbreite von 9.6 GB/s zurückgreifen.

Schick sieht die Karte natürlich aus, sie besitzt vier TSOP-Module auf der Vorderseite und vier Module auf der Rückseite :

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Features der Karte :

Unter Umständen können die 256 MB sich bei großen Texturen bezahlt machen, allerdings wird die Karte wohl kaum gegen die 100 Mhz schnellere XT nur aufgrund des größeren RAMs zurecht kommen. Das die Karte sehr begnügsam mit der Abwärme ist, kann man schon am kleinen Lüfter sehen - solche Heatsinks sah man zuletzt auf Entry-Level-Karten ohne große 3D-Leistung. Der 0,13micron-Prozess und der im Vergleich niedrige Takt macht es möglich, deshalb braucht auch diese Karte keinen externen Stromanschluß.

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Zum Lieferumfang der Karte können wir an dieser Stelle auch leider keine Angaben machen, da wir das Modell direkt von Sapphire ohne Zubehör erhielten. Von Sapphires Karten gibt es in der Regel aber immer eine Lite-Variante mit eingeschränktem Lieferumfang und eine Retail-Variante mit vielfältiger Software - hier kann man also auswählen, ob man auf Schnick-Schnack eher verzichten kann oder einen Nutzen aus der beiliegenden Software ziehen kann. Leider konnten wir auf der Webseite keine Informationen über die tatsächlichen Beigaben finden.

Den RV380-GPU sieht man im unteren Bild :

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Unser Test :

Lüfter : Astrein, denn das Modell dreht sich mit mäßiger Geschwindigkeit und muss auch nicht die große Leistung bringen, um den 0,13micron-Kern zu kühlen. Aus diesem Grund ist die Sapphire-Karte ähnlich leise wie die MSI-Karte. Bei dem Vergleich der 2D-Qualität hat Sapphire auch gute Arbeit geleistet - von den ATI-Karten vermuten wir hier die beste Bildqualität im Vergleich zu MSI und Abit. Allerdings wird auch hier das Bild bei 1280x1024 unschärfer, bei 1600x1200 sollte man auf jeden Fall auf ein DVI-Panel setzen. Bei 1024x786 ist allerdings das Arbeiten analog kein Problem, mit gutem Willen auch bei 1280x1024.

Die Karte geht ab 150 Euro (Stand 11.08.2004) über den Ladentisch und ist die zweitgünstigste Karte in unserem Test zusammen mit der noch 25 Euro günstigeren Albatron PCX5750. Wie der Vergleich zu dieser Karte aussieht, werden wir in den Benchmarks sehen. Mit den teureren Karten wird sie wahrscheinlich nicht mithalten können.

Overclocking :

Wie immer bei den zweitschnellsten GPUs einer Serie könnte man hier eine sehr gute Übertaktbarkeit beim GPU vermuten - uns war es aber leider nicht möglich, die Sapphire-Karte mit einem Tool zu übertakten. Sobald wir bei Powerstrip, dem ATI-Tool oder anderen den Takt veränderten, war das Bild sofort weg und der Bildschirm zeigte nur noch wirre Kästchen an. Hier scheinen die Tools noch in irgend einer Art und Weise nicht mit dem X600-Kern perfekt zu harmonieren.

Weitere Links :

Die 3D-Performance der Karte evaluieren wir wie immer im Benchmark-Teil des Tests.