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PCI-Express Grafikkarten Roundup

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Seite 7: NVIDIA GeForce 6800 GT Referenzkarte

Die GeForce 6800 GT ist im Moment die einzige High-End-Karte für PCI-Express - und auch sie ist noch nicht auf dem Markt, sondern wir testen hier eines der raren Referenzmodelle von NVIDIA. Die Karten der Partner werden zwar mit gleichen Taktfrequenzen und Features - ergo mit gleicher Performance - auf den Markt kommen, aber werden erst für Ende des Monats im Handel erwartet. Mangels schnelleren NV45-Karten haben wir die GeForce 6800 GT dazu verwendet, auch eine GeForce 6800 Ultra zu simulieren - durch einfaches Overclocking des Speichers und GPUs.

Als High-End-Karte besitzt sie 16 Pixelpipelines und 6 Vertexeinheiten, ein 256 Bit Speicherinterface mit schnellem GDDR3 und natürlich auch neue Features wie Shader Model 3.0. Die genauen Features des GPUs sind mit dem von uns getesteten NV40-Modell gleich - deshalb empfehlen wir hier unseren Technik-Artikel zur GeForce 6800 Ultra auf AGP-Basis. Auch kommt hier wie bei den PCX-Karten keine HSI-Bridge zum Einsatz, sondern ein natives PCI-Express-Interface.

Nachteil der Karte : Auch hier ist ein externer Stromanschluß notwendig und auch hier ist die Stromaufnahme der Karte recht hoch, allerdings besitzt die GT ein Single-Slot-Design und der Lüfter ist weiterhin auch recht leise - kein Vergleich also mehr zur alten FX-Serie. Der Stromanschluß entspricht hier der neuen 6pin-Version - eventuell darf man hier also auf einen Adapter setzen, da die meisten Netzteile diesen Anschluß noch nicht besitzen.

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Features der Karte :

Im Gegensatz zu den anderen Karten aus unserem Test setzt NVIDIA für die High-End-Karten auch auf einen reinen digitalen Ausgang, wenn man den TV-Out einmal nicht mit betrachtet. Die analogen Displays können trotzdem über einen Analog-DVI-Adapter angesteuert werden, ideal ist dies natürlich, wenn zwei digitale TFTs angesteuert werden sollen.

Den Lieferumfang der Karte lassen wir bewußt mal unter den Tisch fallen - jeder Partner von NVIDIA wird sich hier Unterschiedliches ausdenken.

Unser Test :

Sicherlich am meisten befürchtet wurde, dass bei der hohen Leistung und hohen Stromaufnahme wieder die Lautstärke der Karte problematisch wird. Wie wir in unserem GeForce 6800 Ultra-Review aber schon entwarnen konnten, ist die GeForce 6800 Ultra selbst im 3D-Modus erträglich laut - trotz größerem Lüfter als hier bei der GT. Die GT verhält sich ähnlich, auch hier ist im 3D-Modus der Lüfter zwar zu hören, aber er summt in einer angenehmen Tonlage und Lautstärke - daneben läßt sich ohne weiteres arbeiten, ohne dass man genervt wird. Im 2D-Modus, der immer dann aktiv ist, wenn die Karte nicht voll belastet wird, ist der Lüfter praktisch unhörbar.

Klare Sache : Auch bei den Ausgängen scheint die 6800er-Serie besser zu sein, als die Low-End-Karten und älteren Modelle. So erschien uns das Bild bei 1280x1024 mit einem Analog-Digitalwandler noch sehr gut, fast kein Verwischen und fast keine Unschärfe. Bei 1600x1200 empfiehlt sich dann doch der Einsatz eines digitalen TFTs, denn hier beginnt auch unsere GT zu verwischen.

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In diesem Test ist sie die teuerste Karte - die AGP-Modelle findet man für ab 370 Euro im Handel, knapp darüber werden sich die PCI-Express-Modelle wohl einfügen. Aber dafür bekommt man auch eine aktuelle High-End-Karte mit allem Schnick-Schnack und der Möglichkeit, diese problemlos auf Ultra-Niveau zu übertakten.

Overclocking :

Die 0,13micron-GPU taktet NVIDIA bei einigen Karten auch mit 400 Mhz - und die "Extreme Edition" soll sogar mit 450 Mhz laufen, einige Hersteller bieten entsprechende, übertaktete Modelle an. Die 325 Mhz der GT-Karte lassen also auf gewisse Übertaktungsmöglichkeiten schließen.

Hier waren wir vorsichtig : Die Karte hätte sich sicherlich noch weiter übertakten lassen, doch wir haben bei der Taktung einer GeForce 6800 Ultra gestoppt, da wir nur diese Taktfrequenz für ein paar weitere Benchmarks benötigen. Die Karte ist eine Leihgabe von NVIDIA - mit den tatsächlichen Retail-Karten werden wir dann einmal "richtiges" Overclocking unternehmen. Eine AGP-Karte von PNY (GeForce 6800GT) ließ sich bei uns schon bis 440 Mhz und 1.25 Ghz Speichertakt übertakten - hier ist also Luft für noch mehr Performance.

Weitere Links :

Die 3D-Performance der Karte evaluieren wir wie immer im Benchmark-Teil des Tests.