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PCI-Express Grafikkarten Roundup

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Seite 5: Albatron Trinity PCX5750

Albatrons Trinity PCX5750 basiert eigentlich auf der NVIDIA GeForce FX 5700-Serie - zusammen mit dem HSI-Interface ergibt sich die PCX5750-GPU. Die Taktungen sind wie bei der PCX5900 allerdings unterschiedlich zur GeForce FX 5700 - auch hier bremst NVIDIA den Kern etwas aus, unsere Karte ist mit 425 Mhz GPU-Takt und 500 Mhz Speichertakt ausgestattet und wird somit genauso schnell getaktet wie die FX 5700, aber 75 Mhz langsamer als die Ultra-Variante. Auch kommt hier nicht schneller GDDR3 zum Einsatz wie auf den Ultra-Karten, sondern nur normaler DDR-Speicher mit 4ns-Zugriffszeit. Die FX 5700 besaß mit 550 Mhz zudem sogar noch eine schnellere Speicheranbindung. Das bedeutet, dass der Speicher innerhalb seiner Spezifikation läuft, große Übertaktungspotentiale wird es allerdings wohl nicht geben.

Hingegen erwarten wir für den 5700er-Kern eine deutliche Übertaktungsmöglichkeit. Die Karte ist mit 128 MB ausgestattet und besitzt acht normale TSOP-Module von Hynix, vier auf der Vorderseite, vier auf der Rückseite der Karte. Im Gegensatz zur ASUS-Karte ist die Trinity allerdings kürzer, da der HSI-Chip unter die GPU wandert und somit sehr viel Platz auf dem PCB gespart werden kann, da weniger Speicherchips auf der Vorderseite sitzen.

Wie die ASUS-Karte besitzt die Albatron Trinity PCX5750 ein blaues PCB, auch hier kommt ein großvolumiger Kühlkörper zum Einsatz, allerdings werden hier HSI-Bridge und GPU mit einem bedient, weiterhin werden die vorderen RAM-Module damit gekühlt :

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Features der Karte :

Die Albatron PCX5750 ist also eine klassische PCX5750-Karte ohne große Auffälligkeiten. Ein Video-In ist hier nicht integriert. Da der Speicher auch nur mit 128mbit angebunden ist, ergeben sich deutliche Bandbreiteneinschränkungen beim Speicher - während die Albatron-Karte immerhin 8 GB/s Bandbreite besitzt, kann die ASUS PCX5900-Karte aufgrund des höheren Speichers und der 256bit-Anbindung auf ganze 22,4 GB/s zurückgreifen - das bringt natürlich eine Menge Performance.

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Lieferumfang der Karte :

  • Albatron Grafikkarte mit DVI / VGA-Out und TV-Out
  • Handbuch
  • Treiber-CD
  • S-Video / Composite-Adapter
  • Software mit folgenden Titeln :
    • Max Payne
    • Duke Nukem Manhattan Project

Etwas knapp fällt der Lieferumfang aus - die Software-Titel sind schon etwas angestaubt, des weiteren fehlt der Adapter für den DVI-Anschluß, um einen zweiten analogen Monitor anzuschließen, dieser gehört eigentlich zum Standard. Der Adapter für die Wandlung von S-Video-Signalen auf Composite ist wenigstens enthalten - die Treiber-CD ist eigentlich nutzlos, da man sowieso auf der Webseite von NVIDIA die neusten Treiber herunterladen sollte. Somit hätten wir uns hier etwas mehr fürs Geld gewünscht - da die Albatron-Grafikkarte aber im unteren Preissegment angesiedelt ist, ist die Sparsamkeit hier zu verstehen.

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Unser Test :

Auch hier hielt sich die Geräuschentwicklung im Vergleich in Grenzen - allerdings kam uns der Lüfter etwas lärmender vor als bei der ASUS-Karte, obwohl er zumindest von der Größe und Umdrehungszahl vergleichbar ist. Die Abwärme ist hier auch nicht das Problem, allerdings hängt die HSI Bridge und die vier RAM-Module mit an dem großen Kühlkörper, weshalb die Temperatur der HSI-Bridge besser abgeführt werden sollte. Auch hier wurde gerade der Bereich der HSI-Bridge wieder bedenklich warm.

Die 2D-Qualität der Karte war an den von uns getesteten Monitoren in Ordnung bis 1280x1024. Hier konnte man gerade bei den von uns getesteten TFTs (Iiyama TFT mit einer Auflösung von 1600x1200 und Samsung TFT mit einer Auflösung von 1920x1200) eine deuutliche Unschärfe erkennen, die dann bei 1600x1200 praktisch unerträglich wurde. Arbeiten ist mit der Albatron-Karte also bis 1280x1024 analog kein Problem, eventuell ist durch eine geringe Streuung innerhalb der Produktion auch das Bild bei 1280x1024 noch in Ordnung. Ein Display überhalb dieser Auflösung sollte allerdings zwingend digital angeschlossen werden. Der TV-Ausgang hatte eine ordentliche Qualität, wie man ihn bereits von den NVIDIA AGP 5700-Karten gewohnt ist. Hier gab es keine Unterschiede zu den anderen Karten im Test - kein Wunder, denn der TV-Ausgang stellt auch nicht so hohe Anforderungen wie ein analoger VGA-Ausgang.

Das Software-Paket bewerten wir eigentlich als überflüssig - die Investition hätte sich Albatron auch sparen können. Max Payne und Duke Nukem Manhattan Project haben beide schon mehr als ein Jahr auf dem Buckel. Hier hätte man lieber einen aktuellen Titel beilegen können - mehr wünscht man sich ja gar nicht. Die Lieblingsspiele kauft man dann sowieso neu im Handel, wenn nicht ein Knaller wie Doom 3 oder Half Life 2 mit versprochen wird.

Die Karte gibt es am Markt ab 125 Euro (Stand 10.08.2004), damit ist sie also knapp 100 Euro günstiger als die PCX5900-Serie. Für den Gamer stellt sie sicherlich die günstigere Variante dar und orientiert sich im Preisgefüge noch unterhalb der ATI Radeon X600 ein. Wie die Performance aussieht, werden wir später nachvollziehen können.

Overclocking :

Hier haben wir aufgrund der Verwandschaft zur FX 5700 und den niedrigeren Taktraten natürlich hohe Erwartungen an die Karte. Anhand von 3DMark 2003 haben wir zunächst erst einmal bei Standard-Taktung die Performance ermittelt, anschließend mit dem NVIDIA-Treiber und Coolbits übertaktet. Die Ergebnisse sieht man in der folgenden Tabelle.

Mit 514 Mhz und 685 Mhz übertaktet die Albatron Trinity-Karte ganz hervorragend - für die GPU hatten wir dies erwartet, hier liegt sie knapp 90 Mhz über dem Standard-Takt, was jedoch auch daran liegt, dass die FX5700 Ultra auf AGP-Basis schon einen höheren Standard-Takt besitzt. Die RAM-Module waren hingegen eine Überraschung, denn sie laufen trotz mäßiger 4ns noch bis 685 Mhz ohne Probleme. Mit dem Ergebnis erreichten wir schließlich auch fast 900 Punkte mehr im 3DMark 2003 und somit eine beachtliche Mehrleistung, die fast 30% über der Standard-Leistung liegt.

Weitere Links :

Die 3D-Performance der Karte evaluieren wir wie immer im Benchmark-Teil des Tests.