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PCI-Express Grafikkarten Roundup

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Seite 4: ASUS Extreme N5900 - GeForce PCX5900

Als nächstes steht die ASUS Extreme N5900 auf dem Programm. Sie basiert auf dem NV38 von NVIDIA - ist allerdings im Endeffekt eine normale GeForce 5900XT-Karte mit HSI-Bridge, um den eigentlichen 8xAGP-Chip auf PCI-Express-Plattformen nutzen zu können. Zusätzlich zum GeForce 5900XT besteht der Unterschied, dass die Karte niedriger getaktet ist als die AGP-Variante. Wahrscheinlich möchte NVIDIA die GeForce 6800er-Karten und die kommenden NV43 etwas auf Distanz halten und interessanter machen - wir sind deshalb aber besonders gespannt auf das Overclocking, da der Kern eigentlich mehr können sollte als die hier vorhandenen 375 Mhz.

GeForce 5900XT-Karten waren mit 390 Mhz bzw. 400 Mhz im Handel verbreitet, NVIDIA möchte die GeForce PCX5900-Karten eigentlich mit 350 Mhz GPU- und 550 Mhz Speichertakt sehen. ASUS legt mit 375 / 700 Mhz also schon im ausgelieferten Zustand weit mehr auf die Waage als andere Hersteller von PCX5900-Karten. Dadurch sollte die Karte bereits im ausgelieferten Zustand etwas schneller sein als die Modelle der Konkurrenz, die sich größtenteils an die 350 / 550 Mhz halten.

Bemerkenswert ist die Länge der Karte, die mit fast 22 cm deutlich stärker ins Gehäuse hereinragt, als bei einer X600-Karte :

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Features der Karte :

Außer der höheren Taktfrequenzen für Speicher und GPU unterscheidet sich die ASUS Extreme N5900 eigentlich nicht von der Konkurrenz. Sie entspricht dem Layout der NVIDIA PCX5900-Referenzkarte, nur die Kühlkörper hat ASUS wieder einmal selbst gestaltet. Der Lüfter auf der Karte ist mit einer blauen LED ausgestattet, zudem hat man auch den Speicher passiv gekühlt. Die HSI-Bridge befindet sich ebenfalls unter einem passiven Kühlkörper. Bei der Karte handelt es sich um das Modell mit Video-In/Out, DVI und VGA-Ausgang.

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Lieferumfang der Karte :

  • ASUS Grafikkarte mit DVI / VGA-Out und TV-Out/Video-In
  • Schnellstart-Anleitung (Handbuch auf separater CD)
  • Treiber-CD mit ASUS-Tools (z.B. SmartDoctor, VideoSecurity, LiveUpdate, GameFace)
  • Breakout-Box mit Video-In/TV-Out-Anschlüssen
  • DVI-to-VGA-Adapter
  • Software-Box mit folgenden Titeln :
    • Cyberlink MediaShow SE 2.0 ASUS Edition
    • ASUS DVDX
    • Battle Engine Equila
    • GunMetal
    • Games Power CD mit div. Spielen
    • Deus Ex Invisible War (2 CD)
    • ASUS PowerDirector 3DE

Mit dem Lieferumfang sind wir voll zufrieden - eine gute Auswahl an Programmen und Spielen, zusätzlich sind alle Adapter und Kabel dabei, um die Video-In/Out-Features nutzen zu können. Der Adapter für den DVI-Anschluß, um einen zweiten analogen Monitor anzuschließen, gehört auch zum Standard.

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Unser Test :

Die Geräuschentwicklung der Karte hält sich im akzeptablen Bereich. Der Lüfter ist durchaus einer der leiseren Modelle, damit gehört diese Karte eindeutig in die Kategorie der Grafikkarten, die man auch in einem Silent-PC ohne Kühlkörperveränderungen einsetzen könnte. Das blaue Licht im Lüfter sieht dabei auch noch schick aus, ist aber eher ein unwichtiges Goodie bei der Karte. Die RAM-Kühler bleiben ebenso wie der Grafikkern schick kühl, sehr heiß wird hingegen die HSI-Bridge, denn an diesem kleinen Kühlkörper verbrennt man sich schon gerne einmal die Finger.

Die 2D-Qualität der Karte war an den von uns getesteten Monitoren in Ordnung. Erst bei 1280x1024 konnte man gerade bei TFTs eine geringe Untschärfe erkennen, die dann bei 1600x1200 deutlicher wurde. Überhalb ist wie bei fast allen Karten der analoge Anschluß für einen TFT nicht mehr zu gebrauchen, bei 1920x1200 war ein sinnvolles Arbeiten nicht mehr möglich. Dafür sollte man dann den DVI verwenden, denn hier gab es keine Probleme. Subjektiv sichtbare Unterschiede zwischen dem zum analogen Anschluß über den Adapter gewandelten DVI-Anschluß gab es nicht. Der TV-Ausgang hatte eine ordentliche Qualität, wie man ihn bereits von den NVIDIA AGP 5900-Karten gewohnt ist. Auch der Video-In funktionierte ohne Probleme, hier half die beiliegende Break-Out Box beim Anschließen, so dass man nicht mehr unter den Tisch krabbeln muß.

Die Karte unterstützt dabei auch noch einige beiliegende ASUS-Software, beispielsweise ASUS SmartDoctor und SmartCooling.

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SmartCooling setzt dabei auf den NVIDIA-Treiber auf und senkt die Geschwindigkeit des Lüfters, wenn die GPU-Temperatur aufgrund niedriger Last unter einem Grenzwert bleibt, SmartDoctor ist ein Tool, welches dynamisches Overclocking der Karte erlaubt und generelle Systemzustände bezüglich der Grafikkarte wie bei einem Mainboard-Monitor überwacht.

Das Software-Paket bewerten wir generell als sehr gut, Deus Ex Invisible War ist durchaus noch aktuell. Auch der übliche DVD XP-Player darf natürlich nicht fehlen. Gegen die MSI X600XT kommt ASUS zwar nicht an, hat jedoch immer noch einen der besten Ausstattungen im Vergleich zu anderen Karten. Die Karte gibt es am Markt ab 230 Euro (Stand 06.08.2004), bis zum Erscheinen der GeForce 6800 LE-Serie und anderer Mid-Range-Karten ist dies als durchaus guter, aber noch recht hoher Preis anzusehen. Eine klassische 5900XT auf AGP-Basis mit höherem Takt und höherer Leistung erhält man schon ab 160 Euro.

Overclocking :

Hier haben wir aufgrund der Verwandschaft zur 5900XT und den niedrigen Taktraten natürlich hohe Erwartungen an die Karte. Anhand von 3DMark 2003 haben wir zunächst erst einmal bei Standard-Taktung die Performance ermittelt, anschließend mit dem NVIDIA-Treiber und Coolbits übertaktet. Die Ergebnisse sieht man in der folgenden Tabelle.

Ein durchaus sehr gutes Übertaktungsergebnis für die GPU und für den RAM - vor allen Dingen der GPU-Takt ist sicherlich beeindruckend, da NVIDIA die GeForce PCX5900 eigentlich nur mit 350 Mhz verkaufen möchte. Mit fast 5000 3DMark-Punkten erreicht man so auch knapp 500 Punkte mehr und eine sehr gute Gesamtperformance.

Weitere Links :

Die 3D-Performance der Karte evaluieren wir wie immer im Benchmark-Teil des Tests.