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PCI-Express Grafikkarten Roundup

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Seite 3: Abit RX600XT 128 MB

Abit schickte uns für diesen Test eine X600XT-Karte. Die X600-Serie ist ATIs Mainstream-Lösung, es existieren hier zwei identische GPUs, die unterschiedlich getaktet werden und denen unterschiedliche Speichertaktungen zur Verfügüng stehen. Abits Karte gehört zu den schnelleren Modellen, die Standard XT-Modelle sind mit einem GPU-Takt von 500 Mhz und einem Speichertakt von 730 Mhz nach ATI-Spezifikation ausgestattet, Abit übertaktet die Karte minimal im ausgelieferten Zustand.

Die X600-Serie besitzt dabei einige neue Features der X800-Serie, ist aber technisch eher zu den Radeon 9800/9600-Modellen zuzuordnen. Im Gegensatz zu den NVIDIA-Karten fehlt hier die HSI-Bridge, denn ATI hat den RV380 genannten Chip gleich als PCI-Express-Variante designed - eine Bridge ist also nicht von Nöten, es handelt sich um einen richtigen PCI-Express-Kern. Allerdings sind die Vorteile bislang nicht ersichtlich, hier gilt es abzuwarten, ob sich z.B. gerade im Profi-OpenGL-Bereich Vorteile ergeben können. SpecViewPerf ist beispielsweise ziemlich bandbreitenhungrig, auch bei der Bearbeitung von HDTV-Inhalten könnten sich Vorteile ergeben.

Wie die anderen ATI-Karten im Test gehört auch die X600XT von Abit zu den kürzeren Karten, ist also in Gehäusen mit weniger Platz einfacher zu verbauen. Ein Stromanschluß fehlt aufgrund der niedrigen Stromaufnahme der X600-Serie ebenso, die Karte wird komplett über den 60/75W bereitstellenden PCI-Express-Slot gespeist.

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Features der Karte :

Die Abit-Karte ist eine Standard-X600XT-Karte : Klassische Taktfrequenzen, klassische Speicherausstattung, die Taktraten etwas nach oben ausgedehnt. Hier setzt man auf Hynix-Module mit 2.5ns - diese sind theoretisch für 400 Mhz gemacht und sollten somit die 371 Mhz Taktfrequenz der Karte aushalten und auch noch Raum für Overclocking des Speichers lassen. Mit 128 MB und einem 128 Bit-Interface ist man technisch auf dem Niveau der GeForce 6600-Karte als direkte Konkurrenz, aber diese hat dafür den leistungsfähigeren Grafikkern. Der Lüfter auf der Karte sieht futuristisch aus im "Stein-Look", die oberen Speichermodule werden mitgekühlt, die unteren jedoch nicht, denn auf der Rückseite ist kein Kühlkörper zu finden. Läuft der Rechner ist dieser Lüfter durch eine blaue LED beleuchtet. Bei der Karte handelt es sich um das Modell mit reinem TV-Out, DVI und VGA-Ausgang.

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Lieferumfang der Karte :

  • Abit-Grafikkarte mit TV-Out, DVI und VGA-Out
  • ATI PCI-Express-Anleitung
  • Abit Handbuch
  • Treiber-CD mit ATI Treibern und PowerDVD 5.0
  • DVI-to-VGA-Adapter
  • S-Video to Composite-Adapter
  • S-Video-Kabel
  • Composite-Kabel

Man kann es sehen wie man will - keine Spiele befinden sich im Lieferumfang. Statt dessen finden wir alle Kabel, die man für eine Grafikkarte benötigt - in unseren Augen eine bessere Alternative, die Karte preisgünstig und mit allen Kabeln auszustatten und statt dessen auf Spiele zu verzichten, die eventuell nur einem Bruchteil der potentiellen Käufer tatsächlich einen Nutzen bringen. Aus diesem Grund kann hier wohl der Daumen nach oben zeigen, denn das Lieblingsspiel kauft man sich eh im Handel.

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Unser Test :

Zur Geräuschentwicklung ist nichts Negatives zu sagen. Der Lüfter erscheint ein klein wenig lauter als beispielsweise der Lüfter der MSI-Karte, hält sich aber immer noch im Bereich der leisesten Karten im Test auf. Generell werden wir dieses Urteil oft beschreiben, denn die Midrange-Karten benötigen alle keinen voluminösen und riesigen, schnell drehenden Kühlkörper. Deshalb ist hier auch der Einsatz in einem Silent-PC ohne besondere Kühlkörper oder Modifikationen möglich. Die RAM-Kühler bleiben ohne Sinn, da die Rückseite nicht gekühlt wird - die DDR-Module werden aber sowieso nicht warm und benötigen eigentlich auch keine Kühlung.

Die 2D-Qualität der Karte war an den von uns getesteten Monitoren in Ordnung. Erst bei 1280x1024 konnte man gerade bei TFTs eine geringe Untschärfe erkennen, die dann bei 1600x1200 deutlicher wurde. Überhalb ist wie bei fast allen Karten der analoge Anschluß für einen TFT nicht mehr zu gebrauchen, bei 1920x1200 war ein sinnvolles Arbeiten nicht mehr möglich. Dafür sollte man dann den DVI verwenden, denn hier gab es keine Probleme. Subjektiv sichtbare Unterschiede zwischen dem zum analogen Anschluß über den Adapter gewandelten DVI-Anschluß gab es nicht. Der TV-Ausgang hatte eine ordentliche Qualität.

Das Software-Paket ist praktisch nicht existent, PowerDVD 5.0 ist trotzdem eine nette Zugabe. Den Lieferumfang haben wir trotzdem als gut betitelt - ein Blick auf den Preis ist uns allerdings noch nicht möglich, weil die X600XT-Karte von Abit noch nirgendwo gelistet ist. Befinden sich die Abit-Karten wie bislang im unteren Preisbereich, so könnte sich der Griff zu dieser Karte wirklich lohnen.

Overclocking :

Bei der GPU erwarten wir relativ niedrige Übertaktungsergebnisse - sie taktet schon mit 500 Mhz und ist somit ziemlich am Limit. Beim Speicher könnte man jedoch aufgrund der Hynix 2.5ns-Module, die nicht selten über 900 Mhz Taktfrequenz erreichen, noch etwas Hoffnung auf eine Performance-Steigerung haben. Hier sind die Ergebnisse beim Overclocking unserer Karte :

Da die Abit-Karte schon leicht übertaktet ins Rennen geht, kommen wir nur knapp 27 Mhz höher beim GPU-Takt. Im Vergleich zu der MSI-Karte minimal höher, der Kern scheint aber bei 530 bis 540 Mhz sein Limit zu haben. Den Speicher konnten wir schick auf 870 Mhz übertakten und erhielten eine moderate Leistungssteigerung in 3DMark 2003.

Weitere Links :

Die 3D-Performance der Karte evaluieren wir wie immer im Benchmark-Teil des Tests.