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Profi-OpenGL-Karten im Vergleich : NVIDIA vs. ATI

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Seite 10: Fazit und Empfehlungen

Wie man in den Benchmarks sehen konnte, haben die Profi-OpenGL-Karten durchaus ihre Berechtigung. So liegt die Performance in klassischen Anwendungen unter der Annahme, dass SpecViewPerf diese Performance ordnungsgemäß wiedergibt, weit vor der als Vergleich angebrachten Karte, der GeForce FX5900 Ultra. Die Treiberentwicklung rechtfertigt dabei den hohen Preis, denn sowohl bei den Quadro-Karten von NVIDIA wie auch bei der FireGL von ATI legen die Hersteller größten Wert auf Stabilität und Kompatibilität, sowohl zur Systemhardware selber wie auch zu den verwendeten Programmen. Gerade die Validierung nimmt dabei viel Zeit in Anspruch und diese lassen sich die Hersteller natürlich auch kräftig bezahlen.

Dabei muß der Hersteller abwiegen, ob die Tagessätze in der Entwicklung den hohen Preis der Workstation-Grafikkarten aufwiegen. Im semi-professionellen Bereich könnte man sich aber sicherlich auch vorstellen, die Arbeit mit einer Consumer-Karte unter Abstrichen bei einigen Bereichen zu verrichten. Auch gibt es die Möglichkeit, praktisch ohne Segen der Hersteller die guten Quadro- und FireGL-Treiber per "SoftMod" auf normalen Consumer-Grafikkarten zu aktivieren. Für den Bastler ist dies sicherlich eine gute Wahl, für den professionellen Alltag wohl aber eher nicht.

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Im Performance-Bereich sieht es so aus, dass NVIDIA mit der Quadro FX3000 die Nase vorne zu haben scheint. Zwar hat ATI mit der X2-256T auch noch eine Variante mit dem R360-Chip (Radeon 9800 XT) im Rennen, aber insgesamt liegt die Quadro-Serie recht gut im Vergleich. In einigen Benchmarks kann jedoch auch ATI mit der FireGL recht gut punkten. Punkten kann ATI auch deutlich im Bereich der Bildqualität, denn wir testeten an einem DVI/Analog-Adapter beide Karten bei 1600x1200 und 1920x1200 an einem TFT. Sowohl bei 1600x1200 und 1920x1200 scheint die ATI-Karte subjektiv Vorteile zu besitzen, denn die Bildschärfe ließ bei der teuren Quadro-Karte leider etwas nach.

Ein weiterer Vorteil der ATI-Karte ist der Kühlkörper, der nur einen Slot belegt - aber dies macht in vulominösen Gehäusen von Workstations meistens sowieso keine Probleme. Des Weiteren halten sich auch die Karten bezüglich der Lautstärke die Waage - die FX3000 ist im 2D-Betrieb jedoch sehr viel leiser und summt auch unter Last subjektiv angenehmer.

Betrachtet man den Preis, so ist die FireGL eher etwas für den Alltag - mit knapp 700 bis 800 Euro ist die Karte weit aus erschwinglicher als die Quadro FX3000. Diese ist hingegen erste Wahl, wenn es auf die Performance ankommt und man die genannten Programme verwendet, unter denen die FX3000 richtig Speed machen kann. Dann rentiert sich auch der Preis von 1300 Euro.

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