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Test: PowerColor Radeon HD 5870 PCS+

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Seite 1: Test: PowerColor Radeon HD 5870 PCS+

powercolor_hd5870pcsInzwischen hat NVIDIA nicht nur drei schnelle DirectX-11-Grafikkarten in sein Produktsortiment aufgenommen, sondern vor allem auch Modelle abseits des Referenzlayouts. Nichtsdestotrotz erreichen uns noch Monate nach dem Start der ATI-Radeon-HD-5000-Familie Karten mit eigenem Kühlsystem und höheren Taktraten. AMD und seine Boardpartner versuchen also weiterhin das Augenmerk der Käufer auf sich zu ziehen. Mit der PowerColor Radeon HD 5870 PCS+ drehte der Hersteller nochmals etwas an der Taktschraube und beschleunigte den RV870 auf 875 bzw. 2450 MHz. Obendrauf gibt es einen leisen Kühlkörper und einen actionreichen DirectX-11-Titel. Wir haben uns das Modell einmal näher angeschaut.

Mit fast einem halben Jahr Verspätung auf AMD präsentierte NVIDIA Ende März seine ersten DirectX-11-Grafikkarten und versuchte vor wenigen Wochen mit der NVIDIA GeForce GTX 465 auch im Mainstream-Bereich Fuß zu fassen. Da rückten die AMD-Grafikkarten in den letzten Wochen fast schon in den Hintergrund. Das bemerkte nun auch Boardpartner PowerColor und versorgte uns prompt mit einem weiteren Ableger des RV870-Flaggschiffs - die ATI Radeon HD 5970 einmal ausgenommen. Auch wenn schon das Referenzmodell der ATI Radeon HD 5870 in Sachen Lautstärke nahezu alles perfekt macht und deutlich besser als die Konkurrenz dasteht, legte PowerColor bei seiner Radeon HD 5870 PCS+ Hand an und verbaute eine eigene Kühllösung mit zahlreichen Aluminium-Finnen und vier Vollkupfer-Heatpipes. Auch die Taktraten wurden weiter angehoben. Statt den sonst üblichen 850/2400 MHz arbeitet unser heutiger Testkandidat mit leicht höheren Taktfrequenzen von 875/2450 MHz. Wie man es von anderen Karten der Reihe gewohnt ist, dürfte auch dieser Ableger eine gute Leistungsaufnahme, eine relativ geringe Abwärme, ein angenehm leises Betriebsgeräusch und eine hohe 3D-Leistung besitzen. Mit im Karton liegt zudem noch ein schicker DirectX-11-Titel, der in Sachen Grafik gleich das Potential der neuen Schnittstelle aufzeigt und auch sonst für einen großen Spielspaß sorgt. Colin McRae Dirt2 lässt sich mittels Gutschein-Eingabe und Steam-Account schnell und einfach aus dem Internet herunterladen.

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Wie die gesamte Produktfamilie wird auch die PowerColor Radeon HD 5870 PCS+ in 40 nm bei TSMC gefertigt und kann im Gegensatz zu den getesteten Modellen der letzten Wochen mit den vollen 1600 Streamprozessoren aufwarten. Insgesamt verfügt die RV870-GPU über 20 SIMD-Einheiten, von denen jede 16 Thread-Prozessoren, welche sich nochmals in jeweils fünf Streamprozessoren unterteilen, bereithält. Wie gewohnt verfügt jeder Shadercluster auch über vier Texture-Units, woraus sich bei 20 SIMDs 80 TMUs ergeben. Der 1024 MB große GDDR5-Videospeicher kommuniziert zudem über vier 64-Bit-Controller, woraus insgesamt 32 Rasteroperations resultieren. Mit Taktraten von 875 MHz respektive 2450 MHz für Chip und Speicher liegt unser heutiges Sample etwas über dem Niveau des Referenzmodells von AMD. Große Leistungssprünge sind bei einer solchen Steigerung aber nicht zu erwarten. Ob das geänderte Kühlsystem, die höheren Taktraten und die reichhaltige Ausstattung ausreichen, um sich von der Konkurrenz absetzen zu können, das soll dieser Test nun klären.

Zunächst aber kommen wir zu den Eckdaten:

Grafikkarte: PowerColor Radeon HD 5870 PCS+
GPU RV870
Fertigung 40 nm
Anzahl Transistoren 2,15 Milliarden
GPU Takt 875 MHz
Speichertakt 2450 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 1024 MB
Speicherinterface 256 Bit
Speicherbandbreite 156,8 GB/Sekunde
Shadermodell 5.0
Shadereinheiten 320 (5D)
Shadertakt 875 MHz
Texture Units 80
ROPs 32
Pixelfüllrate 28,0 Gigapixel
SLI/Crossfire CrossFireX

3200 Streamprozessoren (320 5D), 80 TMUs, 32 ROPs, 1024 MB GDDR5-Videospeicher und leicht höhere Taktraten. Das sind die Eckdaten der PowerColor Radeon HD 5870 PCS+ auf dem Papier. Schauen wir nun, was unser heutiger Testkandidat tatsächlich leistet.