> > > > NVIDIA GeForce GTX 480 im Test - NVIDIAs Comeback?

NVIDIA GeForce GTX 480 im Test - NVIDIAs Comeback?

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 17: Stromverbrauch, Temperatur und Lautstärke

Wenn ein Hersteller bereits eine hohe Stromaufnahme für seine Grafikkarte angibt, sind wir natürlich gespannt, wie sie sich in den Messungen verhält.

Strom_1

NVIDIA gibt einen Idle-Stromverbrauch für die GeForce GTX 480 von 50 Watt an. Bedenkt man, dass die ATI Radeon HD 5870 bei 27 Watt liegen soll, ordnet sich die neue NVIDIA-Karte in etwa richtig ein. Allerdings sind wir etwas überrascht, dass es NVIDIA nicht geschafft hat, den Verbrauch noch etwas nach unten zu drücken. Im Vergleich zu den bisherigen Top-Karten mit einer GPU (GTX 285) steigt der Verbrauch sogar um fast 20 Watt an.

Strom_2

Unter Last dreht die GeForce GTX 480 dann so richtig auf. Mit 395 Watt liegt man sogar über der ATI Radeon HD 5970, die immerhin zwei GPUs besitzt. Ob hier für Overclocking also noch viel Raum ist, wird sich zeigen. Um den hohen Verbrauch zu rechtfertigen, muss die Karte auf jeden Fall in den Benchmarks eine sehr gute Leistung zeigen - ansonsten stimmt das Performance-pro-Watt-Ratio nicht mehr.

Im Extremtest zeigt sich die hohe Abwärme dann erneut - Furmark liefert einen neuen Rekord:

Furmark

Dem eher praxisnahen Verbrauchstest folgt hier der direkte Vergleich zwischen ATI Radeon HD 5870 und GeForce GTX 480 im Furmark. Beide Karten laufen also mit absoluter Volllast. Die Werte liegen noch einmal höher als bei der ersten Messung. Mit 470 Watt ist die GeForce GTX 480 sicher kein Sparwunder.

Temp_1

Im Idle-Betrieb hat der Kühler die GeForce GTX 480 noch im Griff. Mit 48 °C liegt man zwar etwas höher als viele andere Karten, wirklich störend sind die Temperaturen hier aber noch nicht.

Temp_2

Mit 96 °C messen wir an dieser Stelle die höchste Last-Temperatur. Dabei arbeitet der Lüfter auf voller Drehzahl, kann die Temperatur aber nicht nach unten drücken. Die GPU-Temperatur sollte also im Sommer bei 30 °C Raumtemperatur die 100 °C knacken.

Laut_1

Der Kühler der NVIDIA GeForce GTX 480 arbeitet im Idle-Betrieb sehr leise. Natürlich ist eine Karte dieses Kalibers kein Leisetreter, die Werte können aber überzeugen und auch im Hörtest liegt die Karte auf einem Niveau mit den restlichen Modellen.

Laut_2

Die hohe Last-Temperatur und der voll aufdrehende Lüfter sorgen für eine ordentliche Geräuschkulisse. Wer allerdings auf seinen Kopfhörern ein 3D-Game hört, muss sich um den lauten Lüfter meist keinerlei Gedanken machen. Im Vergleich zur GTX 295 schafft es NVIDIA auch, den Lüfter etwas leiser zu gestalten.

Das Zusammenspiel von Auslastung, Temperatur und Lüftersteuerung lässt sich sehr schön mit Hilfe des MSI Afterburners darstellen.

Furmark_Afterburner

Hier sehen wir, wie die GeForce GTX 480 aus dem Idle-Zustand heraus im Furmark voll belastet wird. Die GPU-Auslastung springt sofort auf fast 100 Prozent. Fast zeitgleich ändern sich auch die Taktraten. Zwar werden falsche Werte für den GPU- und Speichertakt angezeigt, dennoch ist der Wechsel auf die höheren Taktraten sichtbar. Ebenfalls sehr schön zu sehen ist der Anstieg der Temperatur und damit verbunden die immer höher werdende Lüfterdrehzahl. Dieser kann bei einem Maximum die Temperatur kurz noch einmal um wenige Grad nach unten drücken, bevor sie dann aber wieder leicht ansteigt und in diesem Fall bei  97 bis 98 °C stehen bleibt.