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Gaming-Flaggschiff EVGA DG-87 im Test - Testsystem, Belüftung und Messungen

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Seite 7: Testsystem, Belüftung und Messungen

Neben der Verarbeitung und der Ausstattung des Gehäuses ist auch das Temperaturverhalten von elementarer Bedeutung.

Das Testsystem:

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Folgende Komponenten wurden verbaut:

Eckdaten: Testsytem
Prozessor: Intel Core i5-2400S
Prozessor-Kühler: Scythe Yasya, passiv gekühlt
Mainboard: Biostar H77MU3
Arbeitsspeicher: 4096 MB Crucial 1333 MHz
Festplatte: OCZ Arc 100 SSD 240 GB
Grafikkarte: Sapphire Radeon HD 7750 Ultimate
Betriebssystem: Windows 7 x64 Home Premium

Temperaturmessungen:

Um die maximalen Temperaturen des Prozessors zu ermitteln, wurde die CPU mittels des kostenlosen Stresstest-Tools Prime 95 für 30 Minuten ausgelastet. Da der Small FFT-Test erfahrungsgemäß die höchste Wärmeverlustleistung mit sich bringt, benutzen wir diesen Modus und protokollieren die maximalen Kerntemperaturen mit dem Systemtool Lavalys Everest. Die einzelnen Kerntemperaturen werden addiert und durch die Anzahl der physikalischen Kerne dividiert. Gleichzeitig wird die Grafikkarte mit dem Stresstest Furmark ausgelastet.

Die Betrachtung der Temperaturen im Idle-Zustand (= Leerlauf) wird zunehmend uninteressanter, da sowohl die Prozessor- als auch die Grafikkartenhersteller sehr gute Stromspartechniken entwickelt haben. Im Zuge dessen werden die Rechenkerne im Idle-Zustand heruntergetaktet und die Stromspannung reduziert. Infolgedessen wird die erzeugte Abwärme auf ein Minimum reduziert.

Unsere Messungen brachten folgendes Ergebnis hervor:

CPU-Temperatur

Grad Celsius
Weniger ist besser

GPU-Temperatur

Grad Celsius
Weniger ist besser

Beurteilung der Temperaturen:

Sechs 140-mm-Lüfter, dazu großzügige Luftöffnungen und ein aufgeräumtes Gehäuseinneres - die Voraussetzungen für eine hohe Luftkühlleistung sind eigentlich bestens. Allerdings bedingen Größe und Aufbau des DG-87 auch, dass die Lüfter relativ weit von CPU und GPU entfernt sind - und darauf reagiert das semi-passiv gekühlte Testsystem besonders empfindlich. So ordnet sich das DG-87 bei voller Lüfterdrehzahl nur im Mittelfeld ein und quittiert eine Absenkung der Lüfterdrehzahl mit deutlichen Temperaturanstiegen. Schon beim Blick auf die Kühlleistung fällt aber positiv auf, wie breit der Regelbereich der Lüftersteuerung ausfällt.

Lautstärkemessungen:

Für unsere Lautstärkemessungen nutzen wir ein Voltcraft SL-400 Schallpegel-Messgerät, das wir in 20 cm Entfernung vor dem Gehäuse platzieren.

Lautstärke in dB(A)

dB(A)
weniger ist besser

Die Lautstärkemessungen machen den breiten Regelbereich der Lüftersteuerung noch deutlicher. Trotz des offenen Aufbaus ist ein flüsterleiser Betrieb mit fast unhörbaren Lüftern auf 5 Prozent möglich. Auf Anlaufspannung (20 Prozent) werden die Lüfter hingegen schon deutlich lauter, für den Office-Betrieb nähert sich die Lautstärke der Grenze des Vertretbaren. Auf 100 Prozent tobt dann schon fast ein Sturm durchs Zimmer, das DG-87 kratzt an der 50 dB(A)-Marke. 

Weitere Messungen in der Übersicht:

Höhe Prozessorkühler:

Maximale Höhe CPU-Kühler in cm

cm
Mehr ist besser

Probleme mit der Prozessorkühlerhöhe muss man im EVGA DG-87 nicht befürchten. Bei etwa 19 cm maximaler Kühlerhöhe passen selbst absolut Kühlboliden. 

Grafikkartenlänge:

Maximale Grafikkartenlänge in cm

cm
Mehr ist besser

Auch die Grafikkartenlänge stellt im tiefen Gehäuse kein Hindernis dar.  

Platz für das Kabelmanagement:

Abstand zwischen Tray und Seitenteil in cm

cm
Mehr ist besser

Hinter dem Tray teilen sich die Kabel den Platz zwar mit einer Reihe von Laufwerksplätzen, bei 4,5 cm Abstand zwischen Tray und Seitenteil ist aber für beides üppig Platz. 

Materialstärke:

Stärke der Seitenteile in mm

mm
Mehr ist besser (unterschiedliche Materialien sind zu berücksichtigen)

Das DG-87 ist ein schweres Gehäuse. Das liegt offenbar nicht nur an der reinen Größe, sondern auch an der Materialstärke. Beim rechten Seitenteil messen wir 1,1 mm - für ein Stahlgehäuse ein beachtlicher Wert. 

 

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Kommentare (38)

#29
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3675
@DragonClaVV: Ab Werk am Tray eine Platine für die beiden Lüfter hinten/links, eine Verlängerung für den Deckellüfter, ein dreifach-Splitter für die drei Lüfter rechts (Front). Also exakt auf die vorinstallierte Lüfterzahl ausgelegt. Eine separate Kennzeichnung von einsaugend/ausblasend gibt es nicht, durch die Aufteilung ist das aber gut erkennbar. Alle Anschlüsse 4-Pin, alle EVGA-Lüfter 3-Pin. Leichte Nebengeräusche (leichtes Raspeln) bei offenem Gehäuse/geringem Hörabstand, aber bei geschlossenem Gehäuse empfand ich das nicht als störend.
#30
Registriert seit: 05.04.2010

Fregattenkapitän
Beiträge: 2988
Super danke!
#31
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Registriert seit: 15.01.2010
NRW
Kapitän zur See
Beiträge: 3745
Zum Vorbestellerpreis war es von der P/L her wirklich Top!
Auch wenn es riesig ist.. Schön ist es schon. Schade das es so was nicht in
einer Materialwahl eines "Evolv ATX" gibt.

Jetzt zum Normalpreis ist es mir allerdings zu teuer. :)

Danke für euren Test!
#32
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Registriert seit: 17.08.2013
Köln - Deutschland
Hauptgefreiter
Beiträge: 214
Schöne Ideen von EVGA! Gerade die WaKü Möglichkeiten sind enorm. Auch der Platz für die Kabelführung gefällt mir sehr gut.
Leider fällt das Gehäuse für mich flach, da ich noch ein optisches Laufwerk benötige & eine eigene Lüftersteuerung bevorzuge.
Wenn EVGA an der breiten Front noch ein Laufwerkschacht anbieten würde, würde ich wirklich drüber nachdenken es zu kaufen.
#33
Registriert seit: 14.12.2015

Oberbootsmann
Beiträge: 823
Wenn man auf die super Lüftersteuerung eingeht, sollte man vielleicht für dieses Premium Gehäuse auch Premium Hardware einbauen. Zudem sehe ich sowas auch immer kritisch, weil jeder der ne super hardware hat und zudem noch wakü, keine Knopfgesteuerte Lüftersteuerung am Case hat sondern nen gescheiten aquaero.

Die Idee des Gehäuses finde ich gut, die Ausführung nicht so..
#34
Registriert seit: 04.08.2015

Fregattenkapitän
Beiträge: 2716
Zitat blazethelight;24790871
Schöne Ideen von EVGA! Gerade die WaKü Möglichkeiten sind enorm. Auch der Platz für die Kabelführung gefällt mir sehr gut.
Leider fällt das Gehäuse für mich flach, da ich noch ein optisches Laufwerk benötige & eine eigene Lüftersteuerung bevorzuge.
Wenn EVGA an der breiten Front noch ein Laufwerkschacht anbieten würde, würde ich wirklich drüber nachdenken es zu kaufen.


be quiet! Dark Base 900 :)
#35
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Registriert seit: 09.01.2006

Admiral
Beiträge: 15013
Ok, naja gut.

Wenn man ein Case einfach nach rechts dreht um 90° und unten die Panels zur Seite rausschauen lässt, dann ist das also innovativ.

Ich erkenne auch sonst keine "verrücktes" Konzept - kann mir das wer erklären !?

Innenraum genauso wie in jedem großen Fractal aufgebaut - keine Besonderheiten, wenns um WaKü geht, ausser 2x 420er Platz, was aber an der abnormen Größe liegt.
#36
Registriert seit: 04.08.2015

Fregattenkapitän
Beiträge: 2716
Ich war schon auf der CES nicht wirklich begeistert von dem Case - ich finde den Ansatz gut, für 250€ ist es aber definitiv nicht wertig genug.

Allein der ganze untere Teil mit dem Button und der Anzeige und dann vespiegelt ... das wirkt alles so wie 1990 irgendwie. Gerade jetzt wo bq ihr Flagschiff rausgehauen haben sehe ich das Case deutlich unterlegen. Ein quer aufgestellter PC ist nun wirklich nichts neues. Das Ganze aus Alu, den unteren Teil neu designen und man könnte drüber sprechen - so gibt es deutlich bessere Cases für weniger.
#37
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Registriert seit: 23.08.2008
Bitz
Anime und Hardware Otaku
Beiträge: 10926
250€: und nur Stahl & Kunstoff: fuck you EVGA. 19,6kg :fresse:
#38
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Registriert seit: 19.07.2008
Hamburg
Admiral
Beiträge: 11876
ich hab 150 für die schwarze DG85 Version bezahlt, plus Versand. Das ist ok^^
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