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Das schallgedämmte Corsair Carbide Series 400Q im Test - Fazit

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Seite 7: Fazit

Corsair setzt offensichtlich einige Hoffnungen in das neue, schlichte Design. Nach den beiden Carbide Series 600er-Modellen zeigen sich jetzt auch Carbide Series 400C und 400Q ganz dezent im matten Stahlkleid. Und das passt gut zu den Designvorlieben einer Zeit, in der die skandinavisch-schlichten Define-Modelle von Fractal Design ganz besonders beliebt sind. Speziell das Carbide Series 400Q kann tatsächlich auch als eine Antwort auf das Define R5 verstanden werden. Genauso wenig sind Gemeinsamkeiten mit dem NZXTs H440 zu übersehen. Doch das Carbide Series 400Q ist keineswegs ein Mix aus diesen beiden Gehäusen, sondern durchaus ein ganz eigenständiger Midi-Tower.

Das lässt sich vor allem am Kühlkonzept festmachen. Corsair verzichtet auf einen Laufwerksschacht und erreicht so einen direkten Luftstrom vom Front- zum Rückwandlüfter, die einfache Installation eines Frontradiators und eine deutlich reduzierte Gehäusetiefe (auch im Unterschied zum fast 10 cm tieferen Fractal Design Define S). Sicher nutzen manche Anwender immer noch optische Laufwerke und zahlreiche Festplatten - aber im Streaming- und Cloudzeitalter sinkt die Bedeutung von Laufwerksplätzen. Und die typische Kombination aus einem System- und einem Datenlaufwerk lässt sich selbst im Carbide Series 400Q problemlos und dazu komfortabel unterbringen. Komfortabel deshalb, weil sich Corsair einmal mehr um Nutzerfreundlichkeit bemüht: Die werkzeuglose Montage der Laufwerke und Erweiterungskarten und der einfach zu reinigende Netzteilstaubfilter bezeugen das genauso wie die gesicherten Rändelschrauben an den Seitenteilen und die magnetische Abdeckung der Deckellüfterplätze. Allerdings lässt sich der Frontstaubfilter erst nach Abnahme der Front herausnehmen. 

Die Abdeckungen über Netzteil und Laufwerkskäfig erfüllen vor allem einen kosmetischen Nutzen. Ohne Zweifel sieht der Innenraum mit diesen Abdeckungen gleich viel ordentlicher aus und die Hardware im Mainboardsegment kommt besser zur Geltung. Dafür wird zumindest die Netzteilinstallation komplizierter - schließlich müssen die Abdeckungen erst entfernt und abschließend wieder befestigt werden. Immerhin löst Corsair auch diese Schritte denkbar nutzerfreundlich mit einer Rändelschraube je Abdeckung. Wer nicht andauernd Änderungen am Netzteil oder den Anschlusskabeln vornimmt, dürfte insgesamt eher die Vorteile der Abdeckungen sehen.

Im Vergleich mit anderen Midi-Towern punktet das Carbide Series 400Q auf den ersten Blick mit der geringen Stellfläche. Typische Midi-Tower mit Laufwerksschacht sind schnell einmal 10 cm tiefer. Zudem gibt es wenige Stahlgehäuse, die so dezent und wertig daherkommen (auch wenn die Optik etwas täuscht, die Materialstärke selbst ist bestenfalls durchschnittlich). Die Define-Modelle leiden im Vergleich etwas unter ihrer Kunststofffront, NZXTs H440 ist hingegen doch deutlich verspielter. Mit Blick auf die Kühlleistung profitiert das Carbide Series 400Q vom "Direct Airflow Path"-Design und den hochdrehenden Lüftern, es hält das Testsystem kühler als Define R5 und H440. Anders als Fractal Design hat Corsair aber die Lüftersteuerung eingespart. Der Nutzer muss sich so erst selbst Gedanken darüber machen, wie er die Lüfter regeln will. Im 5 Volt-Betrieb sind sie aber absolut silent-tauglich. Das Corsairgehäuse ist trotz kleiner Detailschwächen nutzerfreundlich und erleichtert die Hardwareinstallation mehr als die beiden anderen Gehäuse, lässt dafür aber dem Kabelmanagement weniger Platz. Mit Blick auf den Preis liegen Carbide Series 400Q und Define R5 gleichauf, das H440 ist hingegen rund 30 Euro teurer.  

Das Carbide Series 400Q wird ohne Zweifel seine Käufer finden. Der kompakte und edel aussehende Midi-Tower überzeugt mit einem zeitgemäßen Aufbau und bietet für ein schallgedämmtes Gehäuse bereits ab Werk eine sehr respektable Kühlleistung. 

Positive Aspekte des Corsair Carbide Series 400Q:

  • effektive Kühllösung mit ungehindertem Luftstrom, Wasserkühlungsmöglichkeiten
  • platzsparend
  • Front und Deckel aus Stahl lassen das Gehäuse wertiger wirken, Innenraum wirkt aufgeräumt
  • schallgedämmt
  • werkzeuglose Montagelösungen, Netzteilstaubfilter ist gut zu reinigen

Negative Aspekte des Corsair Carbide Series 400Q:

  • vergleichsweise wenige Laufwerksplätze 
  • Lüfter ungeregelt zu laut, Lüftersteuerung trotz Silentanspruch eingespart
  • nicht viel Platz für das Kabelmanagement
  • Nasen an den 2,5-Zoll-Laufwerksplätzen empfindlich, Frontstaubfilter nicht einfach zugänglich
 

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Kommentare (10)

#1
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Registriert seit: 12.05.2013

Flottillenadmiral
Beiträge: 5060
Ist das Gehäuse komplett verschraubt oder auch teilweise vernietet?
Auf den Bildern ist das leider nicht zu erkennen und insbesondere beim Festplattenkäfig ist das interessant zu wissen.
#2
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Registriert seit: 11.11.2007
Thun
Obergefreiter
Beiträge: 101
Die Standfüsse sind echt extrem hässlich. Der Rest geht gerade noch so.
#3
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3667
NasaGTR: Der HDD-Käfig ist modular (das steht aber auch im Test). Er wird von drei Rändelschrauben gehalten. Auch der Stahldeckel ist geschraubt, mit normalen Kreuzschlitzschrauben). Ansonsten wurde das Grundgerüst genietet.
#4
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Registriert seit: 12.05.2013

Flottillenadmiral
Beiträge: 5060
Danke für die Antwort, beim Grundgerüst ist sowas ja noch zu verzeihen.
#5
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Registriert seit: 16.02.2007
Hessen
Leutnant zur See
Beiträge: 1085
Mich würde mal interessieren wie lang der große Teil der NT Abdeckung ist und wie weit man den kleineren Teil nach hinten und vorne versetzen kann. Da ich meine NT's immer mit Lüfter oben verbaue würde ich nur den kleinern Teil nutzen um Kabel und Hdd's zu verstecken. Auch wie schwer die Front abgeht wäre mal interessant den ich sauge 1 mal die Woche immer den Frontfilter ab und da habe ich keine lust das nach 6 Monaten die Befestigung den geist aufgibt.
#6
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Registriert seit: 06.10.2007

Oberbootsmann
Beiträge: 977
Hässlicher hätte man die Füße nicht machen können! :shake:
#7
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Registriert seit: 29.06.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2815
Das man an den Frontstaubfilter nicht rankommt ist ein NoGo. Da hab ich alle 1-2 Monate immer was dran und wenn ich mir überlege, dass das sonst im GraKa oder CPU-Kühler hängt o.O

Außerdem gehört für mich in einen Desktop zwangsläufig ein optisches Laufwerk. Sicher werden optische Datenträger immer weniger, aber gelegentlich wird man sie in den nächsten 10 Jahren immer noch brauchen und in Notebooks und Tablets findet man erst recht keine passenden Laufwerke...

Die mitgelieferten Lüfter sind aber nur 3-Pin Lüfter, oder? Sonst könnte man die einfach an ein neueres Mainboard stecken und man braucht keine Lüftersteuerung.

Die Füße finde ich jetzt nicht so wild, da würden mich die Plastiknasen an den 2,5" Haltern eher stören.

An und für sich ist das Gehäuse ganz nett, aber zu viele Detailschwächen.

Mfg Bimbo385
#8
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3667
Zum Frontstaubfilter: Die Front lässt sich immerhin noch vergleichsweise gut abnehmen, da habe ich schon ganz andere Kandidaten erlebt. Gehalten wird sie von sechs Kunststoffnasen. Persönlich wäre es für mich kein KO-Kriterium, aber man kann einen Frontstaubfilter schlicht eleganter lösen.

Lüfteranschlüsse sind 3-Pin.
#9
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Registriert seit: 20.07.2007
Ösi-Land
Korvettenkapitän
Beiträge: 2104
Zitat bimbo385;24219866

Die mitgelieferten Lüfter sind aber nur 3-Pin Lüfter, oder? Sonst könnte man die einfach an ein neueres Mainboard stecken und man braucht keine Lüftersteuerung.
Mfg Bimbo385


Ich hab ein Z87 Mainboard, also bin ich schon 2 Generationen hinten, aber meines hat überhaupt kein Problem mit 3 Pin Lüftern am Mobo. Funktioniert pipifein.
#10
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Registriert seit: 17.03.2010
Niedersachsen
Matrose
Beiträge: 28
Meint ihr in die Front passt nen EK 360er Predator? Weil der ist ja nen bisschen länger durch Pumpe und Ausgleichsbehälter :/ wäre mal interessant.
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