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be quiet! Silent Base 600 im Test - Fazit

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Seite 7: Fazit

Das erste be quiet!-Gehäuse ließ uns noch etwas ratlos zurück. Das Silent Base 800 war zwar klar als Silentgehäuse ausgelegt, werkseitig aber keineswegs richtig leise. Ihm fehlte schlicht eine Lüftersteuerung zur einfachen Anpassung von Kühlleistung und Lautstärke. Natürlich kann der Nutzer selbst mit einer eigenen Lüftersteuerung oder einer Regelung über das Mainboard schnell Abhilfe schaffen - einem Silentgehäuse steht eine Lüftersteuerung aber einfach gut zu Gesicht. Beim Silent Base 600 hat sich be quiet! dieser Kritik angenommen. Die unscheinbare Lüftersteuerung regelt bis zu drei Lüfter in drei Stufen. Die Regelstufen sind auch noch sinnvoll abgestimmt und lassen sowohl einen flüsterleisen als auch einen ausreichend performanten Lüfterbetrieb zu. Allerdings hat das Silent Base 600 nicht die Kühlleistungsreserven des Silent Base 800. Dank der vorhandenen optionalen Lüfterplätze (vier bei der Windowvariante, fünf bei der Variante mit geschlossenem Seitenteil) kann man aber bei Bedarf leicht nachbessern.

Gegenüber dem Silent Base 800 wurde der zweite HDD-Käfig gestrichen. Für die meisten Nutzer sollten die Laufwerksplätze des Silent Base 600 aber ausreichen und vor allem bleibt so in den oberen Erweiterungskartenslots jede Menge Platz für lange Grafikkarten, ohne dass man erst einen Käfig ausbauen müsste. Bei beiden Modellen kann man sich allerdings noch etwas mehr Platz für das Kabelmanagement wünschen. Gerade bei Nutzung der beiden 2,5-Zoll-Laufwerksplätze hinter dem Tray sind die 2 cm doch etwas knapp. Davon abgesehen ist auch das Silent Base 600 ein nutzerfreundliches und durchdachtes Gehäuse. Die diversen werkzeuglosen Montagelösungen und die einfach zu reinigenden Staubfilter erleichtern den Alltag genauso wie das gut erreichbare I/O-Panel mit gleich vier USB-Ports.   

Neben dem größeren Silent Base 800 sind es vor allem die üblichen Verdächtigen, mit denen das Silent Base 600 konkurrieren muss. Speziell das Fractal Design Define R5 ist der Maßstab, wenn es um vielseitige Allroundgehäuse geht. Die be quiet!-Modelle bieten die etwas nutzerfreundlichere Montage. Mancher Nutzer dürfte auch das be quiet!-Design der schlichten Quaderform der Define-Serie vorziehen - aber das ist letztlich Geschmackssache. Das aktuelle Define R5 hat vor allem dann die Nase vorn, wenn eine aufwändigere Wasserkühlung verbaut werden soll. Es kann aber auch mehr Laufwerksplätze vorweisen und ist damit insgesamt etwas flexibler. Dafür löst be quiet! die Montage der Komponenten teilweise nutzerfreundlicher. Aus Preis-Leistungs-Sicht steht das mindestens 109,90 Euro teure Silent Base 600 zumindest mit Blick auf die UVP etwas schlechter da als das für rund 100 Euro erhältliche Define R5. Wie sich der Preis nach Verkaufsstart entwickeln wird, können wir aber noch nicht vorhersagen.

Das Silent Base 600 ist nicht nur eine weniger wuchtige, sondern vor allem out of the box auch eine leisere Alternative zum Silent Base 800 und damit letztlich das bessere Silentgehäuse. 

Positive Aspekte des be quiet! Silent Base 600:

  • wirkungsvolle Silentmaßnahmen, bei heruntergeregelten Lüftern flüsterleise
  • dank dreistufiger Lüftersteuerung können Kühlleistung und Lautstärke flexibel angepasst werden
  • werkzeuglose Montage von Festplatten, optischen Laufwerken und Erweiterungskarten
  • HDD-Käfig modular
  • entnehmbare Staubfilter vor Lufteinlässen, gut bestücktes I/O-Panel

Negative Aspekte des be quiet! Silent Base 600:

  • weniger Kühlleistungsreserven als beim Silent Base 800
  • mehr Raum für das Kabelmanagement wäre wünschenswert
 

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 18.09.2014
Gelsenkirchen
Hauptgefreiter
Beiträge: 165
Schick Gehäuse und Edel vom Design aber was mich Allerdings bei dem Gehäuse stört ist das Window genauso wie beim Base 800 mit Windwo. Das Window ist zu Groß ausgeschnitten. Ich will ja nicht das man Sämtliche Hardware (Festplatten, Laufwerk etc.....) und Kabel sichtbar sind. Deswegen würde ich mir lieber das Ohne Window Kaufen ist auch vom Silent Faktor besser bzw Hoffe ich das.
#2
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Registriert seit: 01.09.2003

Kapitänleutnant
Beiträge: 1837
ich persönlich finde "lüftersteuerung" als bewertungskriterium irgendwie überholt.

klar gab es hersteller-abhängig im laufe der jahre höhen und tiefen, aber seit asus vor rund 15 jahren mit qfan angefangen hat, habe ich überhaupt keinen sinn mehr darin gesehen, noch manuell an einer lüftersteuerung rumzufummeln. und wenn man sich mal die konfigurationsmöglichkeiten aktueller (asus-)boards anschaut, dann sind solche billigen manuellen gehäuse-lüftersteuerungen imho komplett überflüssig.

zum silentbase 600 ...

als erstes hätten sie die lüfterkonfiguration überarbeiten sollen. die variante mit einem 120er hinten finde ich (nicht nur bei bequiet) irgendwie nicht mehr zeitgemäß. das hat fractal design definitiv besser gelöst.

gleiches gilt für das kabelmanagement. beim silentbase 800 wurde ein wenig kritisiert, dass es auf der rückseite des mainboard-trays nur wenig "verzurrösen" für ein sauberes kabelmanagement gibt. das scheint sich beim sb600 nicht geändert zu haben.

ich kenne bis jetzt nur das sb800, das aber auch für seine verarbeitung gelobt wurde. ich hab nun 2 modelle neueren datums gehabt. und bei beiden waren die lüfterverschlüsse der seitenteile nicht dicht. waren einfach sehr ungenau eingepasst und haben nicht bündig geschlossen. da konnte man mit einer tauschenlampe durchleuchten und wenn man mal ein ohr angelegt hat, konnte man feststellen, dass genau dort auch geräusche aus dem innenraum durchdringen. dort hat sich natürlich auch staub angesammelt.

dass der deckel auch beim sb600 wieder offen ist, finde ich auch nicht so prickelnd. da hätte sich der hersteller imho irgendeine lösung a'la moduvent ausdenken sollen. denn speziell beim sb800 war die große plastik-haube in ungünstigen fällen sehr resonanzfreudig, dann waren die über den deckel emittierten geräusche deutlich wahrnehmbar.

und zu guter letzt ... wieder viel plastik und wieder nur 0,7mm materialstärke.

ganz ehrlich, dafür dass seit dem launch des sb800 nun fast ein jahr vergangen ist, sind die änderungen beim sb600 eher von kosmetischer natur. imho entäuschend. ich persönlich hätte da mehr erwartert.
#3
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Registriert seit: 03.04.2010

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1411
So nutzlos diese Dämmung, wenn der Rest des Gehäuses wie ein Schweizer Käse ist und und ein Seitenfenster hat und diese Dämmung nur an größeren Flächen angebracht ist.
#4
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Registriert seit: 16.02.2007
Hessen
Leutnant zur See
Beiträge: 1085
Es wirkt irgendwie aufwendiger produziert als nötig, angefangen bei den nutzlosen streben in der Front bis hin zu den 3 Schächten für optische Laufwerke. Der 120er im Heck kann ja auch nur auf Fehlkommunikation im eigenen Hause zurück zu führen sein. Die Form gefällt mir im Gegensatz du den merkwürdig farbenen Durchführungen.
#5
Registriert seit: 01.12.2013
Lower Saxony - Germany
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 428
Sehe ich genauso wie du, man hätte das Fenster meiner Meinung nach nur auf den Mainboard-Abschnitt belassen sollen.

Hoffe Be Quiet wird irgendwann auch ein Seitenteil mit einem Fenster als Zubehör anbieten welches nur halb so groß ist.

Zitat Mezzo;23924901
Schick Gehäuse und Edel vom Design aber was mich Allerdings bei dem Gehäuse stört ist das Window genauso wie beim Base 800 mit Windwo. Das Window ist zu Groß ausgeschnitten. Ich will ja nicht das man Sämtliche Hardware (Festplatten, Laufwerk etc.....) und Kabel sichtbar sind. Deswegen würde ich mir lieber das Ohne Window Kaufen ist auch vom Silent Faktor besser bzw Hoffe ich das.
#6
customavatars/avatar6991_1.gif
Registriert seit: 01.09.2003

Kapitänleutnant
Beiträge: 1837
Zitat Cool Hand;23925363
So nutzlos diese Dämmung, wenn der Rest des Gehäuses wie ein Schweizer Käse ist und und ein Seitenfenster hat und diese Dämmung nur an größeren Flächen angebracht ist.

zumindest ist es kein "einfaches" window wie bei vielen konkurrenz-produkten, sondern sie haben eine art von doppelverglasung verbaut, die laut tests doch um einiges besser sein soll als ein standard-seitenfenster wie z.b. beim r5.

Zitat heimomat;23926641
angefangen bei den nutzlosen streben in der Front

die zudem auch den airflow ein wenig behindern.
#7
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Registriert seit: 06.11.2009

Fregattenkapitän
Beiträge: 2723
Und wie auch beim grossen Bruder sind viel zu wenig Schrauben für die HDD Schiene beigelegt. Maximal eine HDD kann man mit den schrauben an den Schienen befestigen, das wars dann. Hat man nicht zufällig passende Schrauben rumliegen schaut man in die Röhre.

Ich finde drei 5,25 schächte in der Front gut, wir haben genug Kunden die noch ein Laufwerk wollen, einen CardReader plus nochmal usb 3.0 Port.
Da wären 2x5,25 Plätze etwas knapp.
#8
Registriert seit: 04.08.2015

Fregattenkapitän
Beiträge: 2716
Ähm ich mag mich irren, aber in meinem Silentbase 800 waren Schrauben für 3 HDDs drin?!
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