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Aerocool Aero-1000 im Test - Fazit

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Seite 7: Fazit

Das Aero-1000 markiert einmal mehr die Design-Neuausrichtung von Aerocool. Mit der unaufdringlich-modernen Optik spricht es eine andere Zielgruppe an als ältere Aerocool-Gehäuse im "Gamer-Look". Dabei haben Käufer die Wahl zwischen der dezenten schwarzen Farbvariante und dem auffälligeren schwarz-weißen Modell. 

So frisch das Design wirkt, so konventionell zeigt sich dann allerdings der Innenraum. Aerocool verzichtet auf einen vollmodularen Laufwerksschacht und hat nur einen der vier Laufwerkskäfige modular gestaltet. Dadurch können überlange Grafikkarten nur in den oberen Erweiterungskartenslots verbaut werden. Aerocool ermöglicht die Installation von 240- und 280-mm-Radiatoren aber trotzdem nicht nur im Deckel, sondern auch hinter der Front. Doch auch das Kühlsystem präsentiert sich zumindest im Auslieferungszustand recht konventionell. Vorinstalliert sind ausschließlich 120-mm-Lüfter, die zudem vergleichsweise laut zu Werke gehen. Weil Aerocool eine Lüftersteuerung eingespart hat, muss sich der Nutzer selbst Gedanken über eine Regelungsmöglichkeit machen.

Insgesamt präsentiert sich das Aero-1000 aber als durchdachtes und nutzerfreundliches Gehäuse. Es bietet genug Platz für typische Gamerkomponenten und ist auf eine weitgehend werkzeuglose Montage und auf eine denkbar einfache Wartung ausgelegt. Bei einem Verkaufspreis von 70 Euro ist es zudem auch preislich sehr attraktiv. 

Mit Blick auf das Design sind am ehesten einige Corsair-Modelle mit dem Aero-1000 vergleichbar. Dabei kann vor allem das Graphite Series 230T als direkter Konkurrent gesehen werden. Beide Midi-Tower werden werkseitig von drei 120-mm-Lüftern gekühlt, das Aerocool-Modell ist aber wasserkühlungsfreundlicher und insgesamt besser ausgestattet (dem Graphites Series 230T fehlt die HDD-Entkopplung, der Staubschutz ist unzureichend und der Platz für das Kabelmanagement knapper). Als wasserkühlungsgeeignetes und noch großzügigeres Gehäuse wäre vor allem das Phanteks Enthoo Pro eine interessante Alternative. Es ist allerdings rund 15 Euro teurer als Aerocools Midi-Tower. Auch das kürzlich neu vorgestellte Fractal Design Define S überzeugt als Wasserkühlungsgehäuse, ist aber ebenfalls teurer.

Das Aerocool Aero-1000 überzeugt als nutzerfreundlicher, gaming-geeigneter Midi-Tower mit frischer Optik und fairem Verkaufspreis. Wir zeichnen es deshalb mit unserem Preis-Leistungs-Award aus. 

Aerocool Aero-1000

Positive Aspekte des Aerocool Aero-1000:

  • frisches Design, dazu in zwei Farbvarianten erhältlich
  • solide Kühlleistung, alternativ auch wasserkühlungsgeeignet
  • genug Raum für typische Towerkühler und für lange Grafikkarten (in den oberen Slots, nach Entnahme des modularen HDD-Käfigs)
  • werkzeuglose Montage von Erweiterungskarten und Laufwerken
  • einfach entnehmbare Staubfilter vor Lufteinlässen und im Deckel

Negative Aspekte des Aerocool Aero-1000:

  • nur 120-mm-Lüfter mitgeliefert, die ungeregelt relativ laut arbeiten
  • 2,5-Zoll-Laufwerksschubladen könnten robuster sein