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HPTX-Gehäuse Nanoxia Deep Silence 6 Rev. B im Test - Fazit

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Seite 7: Fazit

Nanoxia hat das Deep Silence 6 für die zweite Revision nicht grundlegend überarbeitet, aber doch einige sinnvolle Detailverbesserungen umgesetzt. Vor allem die neue 2,5-Zoll-Laufwerkshalterung ist im SSD-Zeitalter eine willkommene Neuerung. 

Im Kern bleibt das Deep Silence 6 Rev. B ein riesiges und schwergewichtiges Gehäuse für Nutzer, die es gerne optisch und akustisch unauffällig mögen. Rein äußerlich könnte man sich zumindest für das Nanoxia-Flaggschiff noch einen etwas anderen Materialmix - beispielsweise mit einer Aluminiumfront - wünschen. Aber letztlich geht es um die inneren Werte, und die haben es in sich. Gerade Kühlsystem und Silentmaßnahmen überzeugen schon im Auslieferungszustand. Mit fünf stufenlos geregelten 140-mm-Lüftern kann das Gehäuse alles zwischen flüsterleise und hervorragend gekühlt sein. Dass sich die Deckellüfterplätze einfach schließen lassen, ist dabei das i-Tüpfelchen. Schließlich sind es diese Lüfter, die am meisten stören können. Was am Kühlsystem noch am ehesten kritisiert werden könnte, sind die Wasserkühlungsoptionen. Ein 360-mm-Radiatorenplatz im Deckel ist alles andere als schlecht, aber bei dieser Gehäusegröße wären noch extremere Radiatorenplätze vorstellbar. Schon eine modulare Gestaltung aller Laufwerkskäfige hätte die Grundlage für mehr Flexibilität bei der Wasserkühlungsnutzung gelegt.    

Meckern auf hohem Niveau kann man auch bei der Laufwerksmontage. Sowohl 2,5- als auch 3,5-Zoll-Laufwerke müssen konventionell verschraubt werden. Dafür sind sie dann aber auch wirklich sicher befestigt und werden zudem entkoppelt (2,5-Zoll-Laufwerke in der 2,5-Zoll-Laufwerkshalterung, aber nicht in den ebenfalls nutzbaren 3,5-Zoll-Schubladen). Laufwerksplätze gibt es praktisch im Überfluss und selbst wer externe 5,25-Zoll- oder 3,5-Zoll-Laufwerksplätze benötigt, kommt auf seine Kosten. Und dabei ist das Gehäuse mit staubgefilterten Lufteinlässen, dem üppig bestückten (und ebenfalls staubgeschützten) I/O-Panel und dem überzeugenden Kabelmanagement auch im Detail gelungen.  

Das Angebot an HPTX-Gehäusen ist überschaubar - nicht zuletzt deshalb, weil sich dieser Formfaktor nicht durchsetzen konnte. Das Deep Silence 6 Rev. B gehört dabei noch zu den günstigeren Modellen. Aerocools Strike-X ST kann zu einem ähnlichen Preis erworben werden, richtet sich mit dem auffälligen Gamer-Design aber an eine andere Klientel. Optisch zurückhaltender ist Corsairs Obsidian Series 900D, das unter anderem mit extremen Wasserkühlungsoptionen auftrumpft. Allerdings kostet dieses HPTX-Gehäuse dann auch gleich über 300 Euro

Wer einen extrem großen Tower sucht, der schon im Auslieferungszustand richtig leise sein kann, kommt kaum um das Nanoxia Deep Silence 6 Rev. B herum. Bei allen Nutzungsmöglichkeiten überzeugt es auch noch mit einem angemessenen Verkaufspreis.

Positive Aspekte des Nanoxia Deep Silence 6 Rev. B:

  • extrem geräumig, damit für überdimensionierte High-End-Hardware geeignet
  • dank zahlreicher Laufwerksplätze auch für Storageeinsatz interessant
  • flexibles Kühlsystem, das nicht nur für Luftkühlung geeignet ist
  • effektive Silentmaßnahmen wie Schalldämmmatten und "Active Air Chimney"
  • überzeugende stufenlosen Lüftersteuerung mit zwei Kanälen und acht Anschlüssen
  • werkzeuglose Montage von Erweiterungskarten und optischen Laufwerken, Staubfilterlösungen vor Lufteinlässen, Kabelmanagement
  • staubgeschütztes und bestens bestücktes I/O-Panel

Negative Aspekte des Nanoxia Deep Silence 6 Rev. B :

  • Schraubmontage für 2,5- und 3,5-Zoll-Laufwerke 
  • in Anbetracht der Größe wären noch bessere Wasserkühlungsmöglichkeiten vorstellbar 
  • hohes Gewicht (dafür aber auch beachtliche Materialstärke und Schalldämmmatten)

 

 

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Kommentare (10)

#1
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Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1433
Ich finde, dass das geänderte "Frontpanel" mit dieser billigen Plastikabdeckung ein Rückschritt zur aufklappbaren Version ist. Jedenfalls ist gerade dies ein Feature, welches mit an meinem DS1 besonders gefällt.
#2
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3663
Es gab wohl Nutzer, bei denen die Klapplösung Probleme machte. Die Schiebelösung wirkt zwar weniger raffiniert, dürfte aber zuverlässiger funktionieren.
#3
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Registriert seit: 23.01.2012
Dromund Kaas
Kapitän zur See
Beiträge: 3253
Stimmt, die alte Lösung war ein bisschen doof.
Du brauchst meistens 3-4 mal, bis die Klappe überhaupt aufgeht :/
#4
Registriert seit: 02.09.2010
Bergisch Gladbach
Vizeadmiral
Beiträge: 6365
Das Problem mit der Klappe hatte ich auch, eine E-Mail an Nanoxioa und ich hab ein neues "OberteiL" bekommen seit dem an keine murren mehr.
#5
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Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1433
Zitat Daunti;23254326
Stimmt, die alte Lösung war ein bisschen doof.
Du brauchst meistens 3-4 mal, bis die Klappe überhaupt aufgeht :/


Dann hätte man an der Qualität nachbessern sollen, statt das Konzept direkt über den Haufen zu werfen. Mit solch einer Schiebelösung könnte ich bei meinem Modell überhaupt nichts anfangen, weil dann einfach nicht genügend Platz vorhanden wäre, weil die Tischplatte ziemlich nah drüber hängt. Die aufklappbare Variante mit den schräng angestellten Ports funktioniert hingegen.
#6
Registriert seit: 09.03.2008
Schweinfurt
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 434
Ja, die Lüfter von Nanoxia finde ich sehr gut, das DS 6 Rev. B ist mir allerdings zu groß. Das Nanoxia Deep Silence 1 Rev. B würde ich gerne mal antesten.

Von der Idee finde ich aktuell immernoch das Aerocool am besten wobei auch hier noch genug Potential zum Verbessern vorhanden ist. Ja auch wenn es yATX ist, auf solche Gehäusearten könnte sich Nanoxia sich mal stürzen. CPU Kühler keine Einschränkung, Graka keine Einschränkung und damit meine ich Gewicht und Maße. Dazu noch relativ leise, für eine erste Version ok.

Aerocool Dead Silence Cube Black EN52254 | Hardwareluxx Deutschland
#7
Registriert seit: 09.02.2015

Obergefreiter
Beiträge: 83
Also ich habe es mir gekauft. Es gefällt mir viel besser als das Nanoxia Deep Silence 1, aber wieder derbe Qualitätsmängel. Löcher für die MB Abstandshalter viel zu klein (zwei Stifte abgebrochen), Resetknopf nicht richtig verklebt (gedrückt und weg war er). Graka funktioniert nicht mehr im obersten Slot, da hier ein MB Abstandhalter ausgelassen wurde und sich das Board "durchbiegt" (ATX Board). Finde ich nicht sehr gut durchdacht. Vielleicht muss das Gehäuse wieder zurück. Dafür massig Platz und viele Verbesserungen gegenüber dem DS 1. Vom "Lärmpegel" her, finde ich es viel angenehmer.
#8
Registriert seit: 09.03.2015

Matrose
Beiträge: 1
Ja also besonders Schick ist das Gehäuse leider nicht :/
#9
Registriert seit: 20.11.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 148
Habe das "alte" DS6 und bin sehr zufrieden.
Das alte IO-Panel hat mir besser gefallen, habe damit keine Probleme.
Aber so einen 2,5" Käfig hätte ich gerne, der sieht gut aus!
#10
Registriert seit: 06.06.2011
Planet - Erde
Hauptgefreiter
Beiträge: 163
Das alte I/O Panel finde ich auch viel besser.
Bin absolut zufrieden mit dem Nano 6.
Den 2,5 Käfig hätt ich auch gern :cool:
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