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Stapelbarer E-ATX-Cube Thermaltake Core X9 im Test - Fazit

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Seite 7: Fazit

Beim ersten Auspacken erschreckt das Core X9 regelrecht - ein Gehäuse mit diesen Dimensionen hat man auch in unserer Redaktion nicht alle Tage vor sich. Selbst vergleichbare E-ATX-Cubes fallen meist deutlich kleiner aus. Das Corsair Carbide Series Air 540 kommt beispielsweise "nur" auf ein Volumen von 63 Litern und ist damit weit von den 122 Litern des Thermaltake-Modells entfernt. Damit ist das Core X9 nichts für Nutzer, bei denen ein PC möglichst kompakt sein soll.

Doch dank des enormen Gehäusevolumens braucht man sich um die Platzverhältnisse im Cube keine Gedanken zu machen. Grafikkarten können gar nicht lang genug und Towerkühler gar nicht hoch genug für das Core X9 sein. Die Storage-Kapazitäten sind hingegen für eine typische Nutzung ausreichend, aber nicht ganz so exorbitant. Auffälliger ist da schon, dass Modularität auch bei der Konzeption des Gehäuseinneren im Vordergrund stand. Die HDD-Käfige und die einzelnen 5,25-Zoll-Käfige können einfach ausgebaut werden. Für eine Minimalbestückung mit einer 3,5-Zoll-Festplatte und zwei 2,5-Zoll-Laufwerken gibt es dann immer noch die Montagemöglickeiten am Mainboardtray.

Allerdings wird man die Laufwerkskäfige wohl nur bei der Umsetzung von wirklich extremen Projekten anrühren müssen. Schließlich stellt Thermaltake schon im Deckel zwei 480-/420-mm-Radiatorenplätze bereit, denen höchstens die oberen 5,25-Zoll-Laufwerkskäfige zu nah kommen könnten. Die beiden Quad-Radiatorenplätze an der Seite und am Boden sind eher als Ergänzung anzusehen - zumal diese beiden Radiatorenplätze praktisch nicht gleichzeitig genutzt werden können. Bei allen Kühloptionen kann das werkseitige Kühlsystem mit Front- und Rückwandlüfter nicht wirklich überzeugen. Gerade angesichts der hohen Lautstärke enttäuscht die gebotene Kühlleistung. Wohl kaum ein Nutzer wird das Core X9 aber nur mit dieser Lüfterbestückung nutzen, damit wäre dann dieser Kritikpunkt auch weitgehend bedeutungslos. Störender ist da schon der unvollständige Staubschutz der Lufteinlässe im Boden. 

Viel mehr Kritikpunkte lassen sich dann aber auch kaum finden. Das Core X9 beeindruckt nicht nur mit seiner Größe, sondern kann auch im Kleinen weitgehend überzeugen. So sind die Montagemechanismen für die Komponenten praktisch und zeitsparend. Thermaltake hat dabei auch an eine einfache Radiatorenmontage gedacht und setzt herausnehmbare Radiatorenblenden ein. Besonders bemerkenswert ist außerdem, dass man I/O-Panel und Seitenteile einfach seitenvertauscht nutzen kann. Was man sich noch wünschen könnte, wären Montagelösungen für Wasserpumpe und Ausgleichsbehälter - allerdings gibt es auch kaum Konkurenten (vor allem Phanteks), die solche Lösungen bieten können. 

Dass selbst gigantische Full-Tower kaum die extremen Kühloptionen des Core X9 bieten können, haben wir schon ganz zu Beginn des Tests geklärt. Aber auch für große Cubes ist das nicht selbstverständlich. Das rund 40 Euro günstigere Corsair Carbide Series Air 540 ist beispielsweise nicht nur kleiner, sondern in Bezug auf die Kühlmöglichkeiten auch wesentlich eingeschränkter. Wer den Geldbeutel weiter öffnet und eher nach einem Aluminiumgehäuse sucht, könnte bei Lian Li fündig werden. Das riesige PC-D8000 ist sogar ein HPTX-Gehäuse. Es richtet sich mit seinen 20 3,5-Zoll-Laufwerksplätzen aber in erster Linie an Nutzer, die nach einer gigantischen Storage-Lösung suchen. Als "Kühlmonster" bietet sich hingegen das PC-D600 an, das unter anderem immerhin zwei 420-mm-Radiatoren aufnehmen kann. An das Kühlpotential des Core X9 kommt aber auch das PC-D600 nicht heran - und dabei haben wir noch gar nicht berücksichtigt, dass man sogar mehrere Core X9 miteinander verbinden kann... . 

Thermaltakes Core X9 eröffnet Enthusiasten gigantische Möglichkeiten. Weil der stapelbare E-ATX-Cube nicht nur schlicht einzigartig ist, sondern auch noch kaum Grund zur Kritik gibt, zeichnen wir ihn mit unserem Exzellent Hardware-Award aus. 

alles

Positive Aspekte des Thermaltake Core X9:

  • extrem geräumig, zusätzlich auch noch stapelbar
  • beispielhafte Kühlmöglichkeiten, besonders auch für Wasserkühlung
  • Innenraum weitgehend modular aufgebaut und damit sehr flexibel
  • werkzeuglose Montagemechanismen, überwiegend praktische Staubfilterlösungen, Kabelmanagement
  • I/O-Panel und Seitenteile können seitenvertauscht werden

Negative Aspekte des Thermaltake Core X9:

  • Lüfter ungeregelt und laut, Kühlleistung mit werkseitiger Lüfterbestückung dabei nicht optimal
  • Lufteinlässe im Boden teilweise ohne Staubfilter
 

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Kommentare (11)

#2
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Registriert seit: 26.05.2013

Kapitän zur See
Beiträge: 3199
zu viele Gitter, staub cube nr.1
und diese Fliegengitter bringen es nicht, für den preis erwarte ich schon was besseres.

Ansonsten ganz ok, das Design finde ich gut.
wenig Plastik untypisch für thermaltake.
#3
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Registriert seit: 07.12.2010
Düsseldorf
Stabsgefreiter
Beiträge: 376
Ich bin eher von den Temps ernüchtert !!
#4
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Registriert seit: 18.01.2012

Vizeadmiral
Beiträge: 6559
@micky und den Tester:
Was soll das denn bitte für ein lächerlicher Temperaturtest sein ? Bei dem Aufbau und nur 2 Lüfter im Auslieferungszustand die auch noch für die Kühlung des Systems falsch positioniert sind den Standartkühl test zu machen ist doch quatsch. Da könnt ihr ihn geich lassen und euch die arbeit sparen denn so bringt der wirklich keinem was.
#5
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Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3675
@Gubb3L: Wir haben das im Test ja entsprechend eingeordnet. Aus Gründen der Vergleichbarkeit (und auch auf Grund des Zeitfaktors) testen wir generell mit werkseitiger Lüfterbestückung. Wenn die Hersteller eine praxisferne Lüfterbestückung umsetzen, sinkt dann leider auch die Aussagekraft der Messungen.
#6
Registriert seit: 16.08.2010

Obergefreiter
Beiträge: 121
den tower hab ich seit freitag da, oben ist es nicht möglich 480 radi einzubauen wenn man ein aquaero 5 und ein monsoon agb an der front drin hat, ich habe 2x360 slim drin und die kommen knapp an der 5,25 schacht
unten ist es nicht möglich wenn man die festplattekäfig drin hat noch ein lüfter einzubauen, da die laschen wo die platte drin sind den montage stört,
wenn man unten noch ein 480 radi bauen möchte muss man eine schiene dazu besorgen, da warte ich ein antwort von thermatake wegen nachkauf ;-)
sonst echt spitzen qualität,
die lüfter die drin ware sind nicht laut (frage mich wie ihr auf sollche ergebnis kommen) aber 45db erreicht die niemals, der 120ger ist leise als mein phobya eloop, der 200 auch ,
ein sehr grosse negativpunkt finde ich eben die kabel von der front zu mainboard, ich habe da ein kabelkanal an mein angebracht weil es kein möglichkeit gibt die zu befestigen, es sieht ohen diese lösung vorn durch die scheidbe hässlich aus
ansonst echt sehr zu empfehlen den tower, bittet verdammt viel platz udn qualitativ echt hochwertig
#7
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Registriert seit: 21.01.2014
CRiEGER.de
Stabsgefreiter
Beiträge: 327
Interessant, wie die Meinungen bei dem Core X9 doch sehr weit auseinander gehen.
Der generelle Aufbau spricht mich extrem an, aber genauso extrem sind manche Äußerungen auch zu dem Gehäuse von einigen Usern.

Ich würde ein abschließendes Review sehr begrüßen, bei dem das Case wirklich mal mit WaKü gefüllt wird, denn ich denke, dass genau hier die Stärken liegen müssten. Machbar, Phil?
#8
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Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3675
@Eisrausch: Ich fände das auch sinnvoll, aber das bekomme ich leider in absehbarer Zeit nicht hin - ich bin so schon auf Wochen ausgeplant und der Zeitaufwand für einen WaKü-Test ist immer immens (zumal ich hier ohnehin nur einen einfachen Kühlkreislauf zusammenbekomme - wir müssten noch zusätzliche Komponenten organisieren, damit es aussagekräftig wird). Was ich mir eher vorstellen könnte, ist ein Einsatz vom Core X9 bei einer möglichen Kühlungs-/Wasserkühlungsthemenwoche. Aber da ist aktuell noch nichts Konkretes geplant.
#9
Registriert seit: 30.09.2014

Gefreiter
Beiträge: 37
Ist es möglich das man bei den 5,25" schächten den oberen abmontierz um 480er einzubauen aber noch 2 schächte benutzen kann? Ein aquaero und ein bluray laufwerk möchte ich schon drinne haben
#10
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Registriert seit: 22.11.2012
Kreis Wesel, Hersonissos-Kreta
Kapitänleutnant
Beiträge: 1788
Ja das ist möglich.
#11
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Registriert seit: 01.05.2003

Kapitänleutnant
Beiträge: 1715
"Das Netzteil findet auf der anderen Seite des Gehäusebodens Platz. Eine Entkopplung gibt es für den Stromversorger gar nicht. Die Auflageschiene kann in verschiedenen Abständen von der Rückwand angebracht werden."


Bei mir liegt das Netzteil auf den Gummifüßchen auf. NT ist ein Corsair RM850i.

LG
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