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Phanteks Enthoo Mini XL im Test - großes Gehäuse für zwei kleine Systeme - Fazit

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Seite 7: Fazit

Das Enthoo Mini XL sorgt erst einmal für Stirnrunzeln - ein rund 170 Euro teures Micro-ATX-Gehäuse, dass dann auch noch alles andere als platzsparend ist? Was mag sich Phanteks da nur gedacht haben. Zumal Phanteks selbst mit dem Enthoo Evolv ein Micro-ATX-Modell anbietet, das zumindest halbwegs kompakt ausfällt und trotz höherem Aluminiumanteil auch noch 50 Euro günstiger ist.

Doch das Enthoo Mini XL bietet nicht nur noch mehr Wasserkühlungsoptionen (einschließlich von gleich zwei 360-mm-Radiatorenplätzen), sondern wird vor allem durch die Dual-System-Option einzigartig. Überhaupt ermöglichen bisher nur wenige Gehäuse die Unterbringung von zwei eigenständigen PC-Systemen. Sowohl das Xilence Interceptor Pro als auch Cooler Masters HAF Stacker 935 sind aber ohnehin schon große Gehäuse, die dann einfach noch durch einen Aufsatz für das Mini-ITX-System ergänzt werden. Das Enthoo Mini XL bietet hingegen trotz normaler Tower-Maße in seinem Innenraum genug Platz für je ein Micro-ATX- und Mini-ITX-System und ist dementsprechend schon aus optischen Gründen die elegantere Lösung. Wer zwei Systeme im Enthoo Mini XL verbauen möchte, muss aber nicht nur die zusätzlichen Kosten des Mini-ITX-Kits berücksichtigen, sondern auch an einige potentielle Kompatibilitätsprobleme denken und mit Einschränkungen beim Kabelmanagement leben. Als Belohnung winkt nicht nur die platzsparende Unterbringung der beiden Systeme in einem Gehäuse, sondern auch ein außergewöhnlicher Anblick.

Dabei profitiert das Enthoo Mini XL unabhängig von der Anzahl der verbauten PC-Systeme von den Erfahrungen, die Phanteks mit früheren Gehäusen sammeln konnte. Die Designanleihen beim Enthoo Primo sind unübersehbar und sorgen für den ganz eigenen Look des Gehäuses. Dass die Beleuchtung nun mehrfarbig ist und sich per optional erhältlichen LED-Bändern auch in den Innenraum fortsetzen kann, ist eine konsequente Weiterentwicklung. Welcher Aufwand bei der Entwicklung betrieben wurde, wird aber beispielsweise auch mit Blick auf die praktischen Staubfilterlösungen deutlich. Dass der Innenraum (solange man sich auch ein PC-System beschränkt) vorbildlich aufgeräumt wirkt und Phanteks-Besonderheiten wie der PWM-Verteiler, Pumpen- und AGB-Blende geboten werden, ist da praktisch schon fast selbstverständlich.  

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Als "Super Micro Tower" mit geradezu unverhältnismäßig üppigen Kühloptionen und der Dual-System-Option ist das Enthoo Mini XL praktisch einzigartig. Die Dual-System-Alternativen von Xilence und von Cooler Master haben wir schon angesprochen, wirklich vergleichbar sind sie aber nicht. Wer die Möglichkeiten des Enthoo Mini XL ohnehin nicht ausreizen kann und einfach nur nach einem vielseitig nutzbaren Micro-ATX-Gehäuse mit Wasserkühlungsoptionen sucht, für den empfiehlt sich vor allem ein Blick auf das Enthoo Evolv.

Als reines Micro-ATX-Gehäuse eröffnet das Enthoo Mini XL zwar extreme Kühloptionen und überzeugt als durchdachtes Gehäuse, es leidet aber unter einem fragwürdigen Preis-Leistungs-Verhältnis und dem XL-Format. Doch in Kombination mit dem Mini-ITX-Kit eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten. Obwohl das Enthoo Mini XL nicht viel mehr Platz als ein typischer Midi-Tower beansprucht, können zwei PC-Systeme verbaut werden - und trotzdem mangelt es nicht an Lüfter- und Radiatorenplätzen für die Kühlung von hitziger High-End-Hardware. Das macht das Enthoo Mini XL einzigartig und rechtfertigt die Vergabe eines Technik-Awards.

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Positive Aspekte des Phanteks Enthoo Mini XL:

  • gut verarbeitetes Stahlgehäuse mit Aluminiumelementen 
  • Gehäuse kann weitgehend auseinandergebaut werden, maximale Flexibilität
  • mit optionalem Mini-ITX-Kit können zwei PC-Systeme in einem Gehäuse installiert werden
  • zahlreiche Lüfterplätze, vor allem aber hervorragend für Wasserkühlung geeignet 
  • bereits im Auslieferungszustand hohe Kühlleistung
  • werkzeuglose Montage für Erweiterungskarten und 3,5-Zoll-Festplatten (im Käfig)
  • zeitgemäßes I/O-Panel, überzeugendes Kabelmanagement (für Micro-ATX-System), Staubfilter vor den Lufteinlässen, PWM-Lüfterverteiler

Negative Aspekte des Phanteks Enthoo Mini XL:

  • groß und schwer
  • auch mit heruntergeregelten Lüftern nicht wirklich leise
  • Mini-ITX-Kit verursacht zusätzliche Kosten
  • Einschränkungen und Kompatibilitätsprobleme bei Dual-System-Nutzung, Kabelmanagement beim Mini-ITX-System kaum möglich

 

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Kommentare (9)

#1
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Registriert seit: 25.12.2013
Hoch im Norden
Hauptgefreiter
Beiträge: 246
Ehrlich gesagt frage ich mich was man mit 2 Systemen in 1em Gehäuse will :D Erschließt sich mir nicht.
#2
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Registriert seit: 10.10.2012
Aachen
Obergefreiter
Beiträge: 78
Ein sehr sparsames System fürs Surfen und Officearbeiten, ein Weiteres mit Power um auf nem WQHD/4k Monitor zu daddeln :-)
#3
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Registriert seit: 24.07.2005
DE
Korvettenkapitän
Beiträge: 2442
... womit man dann 5+ jahre braucht, um die Anschaffungskosten für das "sehr sparsame System" incl. SFX-Netzteil sowie das optionale MINI-ITX-Kit über die Stromrechnung wieder reinzufahren. ;)
Für mich ein sinnloses Case und obendrein (subjektiv) von mir als hässlich empfunden wie alle diese Panteks-Kästen.
#4
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Registriert seit: 27.03.2008

Vizeadmiral
Beiträge: 7589
Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, meinen trifft es nicht, zu groß für das, was rein passt und 2 Systeme machen hinsichtlich sparsam/volles Rohr wie der Schmutzige bereits angab, keinen Sinn.

Es gibt deutlich bessere und vor allem günstigere Gehäuse auf dem Markt.
#5
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Registriert seit: 25.12.2013
Hoch im Norden
Hauptgefreiter
Beiträge: 246
Eben das meinte ich auch. Wenn man mit einem Hochleistungssystem Office arbeiten durchführt verbraucht das auch nicht besonders viel Strom. Mit sicherheit mehr als bei einem "ECO" System aber der Unterschied wird nicht so signifikant sein, dass es sich da lohnt ein 2. System aufzubauen. Außerdem hat man mit 2 Systemen in einem Gehäuse auch mehr Hitze-output wenn diese gleichzeitig laufen sollten. Und man braucht doppelte Peripheriegeräte relativ dicht beieinander, oder man steckt jedes mal hinten alles um wozu glaube ich die wenigsten Lust hätten.
#6
Registriert seit: 05.01.2010

Gefreiter
Beiträge: 37
Find alleine schon den Namen genial "Mini XL" :D, grandios.
#7
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Registriert seit: 21.07.2006
Mainz-KH
Kapitän zur See
Beiträge: 3348
Nett.
Untern der Zockrechner, oben der server.
Mirfehlt einninputswitch um beide systeme mit einer maus, tasta, bildschirm, stromanschluss...zu betreiben.
#8
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3667
Meiner Frau gefiel das Gehäuse ja, weil wir damit unsere beiden Rechner in einem Tower unterbringen könnten, also nur noch ein Gehäuse für zwei Arbeitsplätze bräuchten. Ich möchte mich aber nicht von meinem ATX-Mainboard trennen... .
#9
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Registriert seit: 20.10.2006
non paged area
Kapitän zur See
Beiträge: 3594
Zitat Redphil;23160437
Meiner Frau gefiel das Gehäuse ja, weil wir damit unsere beiden Rechner in einem Tower unterbringen könnten, also nur noch ein Gehäuse für zwei Arbeitsplätze bräuchten. Ich möchte mich aber nicht von meinem ATX-Mainboard trennen... .


+1

Kommt ein Kollege zum Daddeln vorbei ist alles schon da, in einem Case. Ich finde das ist ne sehr geile Sache.
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