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Phanteks Enthoo Luxe im Test - Fazit

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Seite 6: Fazit

Mit dem Enthoo Luxe hat Phanteks erstmalig kein neues Gehäuse entwickelt, sondern praktisch eine wertigere Designvariante des Enthoo Pro auf den Markt gebracht. Dank des neuen Beleuchtungssystems macht das Gehäuse seinem Namen alle Ehre. Dabei lässt sich das Beleuchtungssystem sogar noch um ein drittes LED-Band erweitern, das von Phanteks in zwei verschiedenen Längen angeboten wird.

Flexibel ist aber keineswegs nur das Beleuchtungssystem. Der Innenraum des Gehäuses lässt sich auf verschiedenste Weise nutzen. Die Anpassbarkeit steigert Phanteks dadurch, dass an vielen Stellen Nieten durch Schrauben ersetzt werden. So kann selbst der komplette Laufwerksschacht demontiert werden. Das dürfte aber nur selten wirklich nötig sein: Angesichts der geräumigen Platzverhältnisse finden nicht nur übergroße Komponenten, sondern auch Wasserkühlungsradiatoren genug Platz. Im Vergleich zum Enthoo Pro nimmt das höhere Enthoo Luxe dickere Deckelradiatoren auf (bis 6,5 cm). Positiv fällt auch auf, dass beim Enthoo Luxe der Pumpensockel gleich mitgeliefert wird. Für die Luftkühlung gibt es ebenfalls Optimierungen. Der zusätzliche Deckellüfter hebt die Kühlleistung auf ein mehr als konkurrenzfähiges Niveau. Gleichzeitig konnten wir bei unserem Testsample einen deutlich reduzierten Lautstärkepegel messen. Mit ungeregelten Lüftern ist aber auch das Enthoo Luxe alles andere als ein Leisetreter. Eine sicht- und spürbare Aufwertung erfährt das Gehäuse schließlich noch durch die Aluminiumpaneele im Front- und Deckelbereich.

Ob der deutliche Aufpreis von etwa 50 Euro (variiert je nach Modellvariante) gegenüber dem Enthoo Pro gerechtfertigt ist, muss letztlich jeder Kaufinteressent für sich entscheiden. Auf jeden Fall kann Phanteks auch mit dem Enthoo Luxe ein sehr überzeugendes Gehäuse anbieten, das in einigen Details noch deutlich optimiert wurde. Damit reicht es sogar für unseren Excellent-Hardware-Award. 

alles

Positive Aspekte des Phanteks Enthoo Luxe:

  • für Luft- und Wasserkühlung gleichermaßen gut geeignet
  • viel Platz für High-End-Hardware
  • an vielen Stellen geschraubt und nicht vernietet; modulare HDD/SSD-Käfige, zusätzlich ein 2,5-Zoll-Laufwerksplatz hinter dem Tray
  • werkzeuglose Montage für Erweiterungskarten, optische Laufwerke und 3,5-Zoll-HDDs
  • Lüfterverteiler mit Regelung über PWM-Signal, sehr gut ausgestattetes I/O-Panel
  • zehnfarbiges Beleuchtungssystem, das bei Bedarf noch um eine Innenraumbeleuchtung erweitert werden kann
  • überzeugendes Kabelmanagement inklusive Netzteilabdeckung
  • Staubfilter vor Lufteinlässen und im Deckel

Negative Aspekte des Phanteks Enthoo Luxe:

  • Lüfter ungeregelt laut, keine Lüftersteuerung (aber Lüfterverteiler mit PWM-Regelmöglichkeit)