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Corsair Obsidian Series 450D im Test - Fazit

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Seite 7: Fazit

Das Obsidian Series 450D schließt die letzte große Lücke innerhalb der aktuellen Obsidian Series. Vom Mini-ITX- bis zum HPTX-Gehäuse wird nun jedes Format abgedeckt. Dass nun gerade der so wichtige Midi-Tower als letztes Modell auf den Markt kommt, mag etwas überraschen. Aber Corsair hat die Zeit genutzt und die mit den anderen Modellen gesammelten Erfahrungen in die Entwicklung des 450D einfließen lassen.

Dabei ist ein ATX-Gehäuse herausgekommen, das mit hoher Kühlleistung und enormer Nutzerfreundlichkeit auftrumpfen kann. Dass Corsair sich von der geschlossenen Front verabschiedet, führt gerade auch im Vergleich zum größeren Obsidian Series 750D schon fast zu einem Temperatursturz. Für einen Midi-Tower sind aber auch die Wasserkühlungsoptionen beachtlich, die das Gehäuse vor allem dank des modularen HDD/SSD-Käfigs bieten kann. Was den Komfort angeht, überzeugt das 450D sowohl mit der werkzeuglosen Montage aller Laufwerkstypen (2,5 Zoll nur hinter dem Tray) und der Erweiterungskarten als auch mit dem Kabelmanagement und den kinderleicht zu reinigenden Staubfiltern.

Das bewährte Design der Obsidian Series lässt auch den Midi-Tower in einem eher zurückhaltend-funktionalen, aber durchaus hochwertigen Look erscheinen. Vor allem die Aluminiumfront signalisiert den Premiumanspruch der Gehäusereihe. Auf der anderen Seite fällt die Materialstärke nicht höher aus als bei einfachen Mainstreammodellen. Wer lautstärkeempfindlich ist, sollte sich Gedanken darüber machen, wie er die Lüfter herunterregeln kann. Zu bedenken ist außerdem, dass mancher High-End-Prozessorkühler wie beispielsweise der beliebte Phanteks PH-TC14PE nicht ins Gehäuse passt.     

Noch ist nicht ganz klar, wie hoch der Euro-Preis für das Obsidian Series 450D genau ausfallen wird. Ein attraktiver und zumindest ähnlich teurer Gegenspieler ist in jedem Fall das NZXT H440. Dieser Midi-Tower punktet mit ordentlicher Materialstärke, geringerer Lautstärke und seinen beiden 360-mm-Radiatorenplätzen. Bei der werkseitigen Luftkühlleistung und der Nutzerfreundlichkeit hat hingegen das Corsairmodell die Nase vorn. Auch wer noch 5,25-Zoll-Laufwerksplätze benötigt, wird das Obsidian Series 450D vorziehen.

Endlich bietet Corsair ein aktuelles Obsidian Series-Modell im Midi-Tower-Format zu einem attraktiven Preis an. Das Obsidian Series 450D überzeugt vor allem dann, wenn eine hohe Luft- oder Wasserkühlleistung und eine beachtliche Nutzerfreundlichkeit gefragt sind.  

Positive Aspekte des Corsair Obsidian Series 450D:

  • hohe Kühlleistung mit drei vormontierten Lüftern
  • vier Radiatorenplätze
  • modularer HDD/SSD-Käfig, zusätzlich zwei 2,5-Zoll-Laufwerksplätze hinter dem Mainboardtray
  • werkzeuglose Montage für Erweiterungskarten und alle Laufwerksformate (2,5 Zoll nur hinter dem Tray)
  • alle drei Staubfilter lassen sich blitzschnell reinigen
  • großzügiges Window, überzeugendes Kabelmanagement, I/O-Panel und Bedienelemente gut erreichbar

Negative Aspekte des Corsair Obsidian Series 450D:

  • Lautstärke
  • Materialstärke wird dem Premiumanspruch der Serie nicht gerecht
  • für manchen High-End-Towerkühler nicht genug Platz