> > > > Storage-Wunder SilverStone DS380 im Test

Storage-Wunder SilverStone DS380 im Test - Fazit

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 7: Fazit

Die Bewertungskriterien für ein "normales" Mini-ITX-Gehäuse anzulegen, würde dem DS380 nicht gerecht werden. Natürlich eignet es sich nicht für die Unterbringung von High-End-Hardware, weil Grafikkartenlänge, Prozessorhöhe und TDP klar limitiert werden und als Stromversorger nur ein SFX-Netzteil verbaut werden kann. Doch als Storage-Lösung kann das unauffällige Gehäuse voll überzeugen.

Acht einfach zugängliche Hot-Swap-Einschübe ermöglichen den Aufbau eines 8-Bay-NAS. Die frontal zugänglichen Laufwerksschubladen sind praktisch und flexibel. Egal ob 2,5- oder 3,5-Zoll-Laufwerke genutzt werden und unabhängig davon, ob eine Anbindung per S-ATA oder SAS gewünscht ist - der Hot-Swap-Käfig ist dafür gerüstet. Die Montage der Laufwerke und aller weiteren Komponenten ist zwar durchdacht gelöst, aber vergleichsweise aufwendig. Einmal mehr verzichtet SilverStone auf werkzeuglose Montagemechanismen. Mit Blick auf die Laufwerksschubladen fällt außerdem auf, dass es keine Festplattenentkopplung gibt. An anderer Stelle bietet SilverStone aber viel Komfort. Die magnetischen Staubfilter lassen sich blitzschnell reinigen. Die abschließbare Fronttür erschwert hingegen Unberechtigten den Zugriff auf die Hot-Swap-Laufwerksplätze und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, den Power-Taster und die Status-LEDs wahlweise nach außen zu führen oder aber zu sperren bzw. auszublenden. 

Das Kühlsystem mit seinen drei 120-mm-Lüftern bietet zwar eine beachtliche Kühlleistung, ist werkseitig aber schlicht zu laut. Hier muss der Nutzer selbst Hand anlegen, um eine verträgliche Lautstärke zu erreichen. Mancher Nutzer mag außerdem den mausgrauen Innenraum kritisieren. Angesichts des Einsatzgebiets erscheint es aber angemessen, dass SilverStone auf eine schwarze Lackierung verzichtet. Dafür wirkt das NAS-Gehäuse äußerlich hochwertig und macht zudem einen robusten und langlebigen Eindruck. 

Als Alternative zum DS380 ist Lian Lis PC-Q25 zu nennen. Dieses Mini-ITX-Gehäuse nimmt bei ähnlichen Maßen ein ausgewachsenes ATX-Netzteil auf. Es bietet allerdings "nur" fünf Hot-Swap-Einschübe ohne SAS-Unterstützung und keinen direkten Zugriff über die Front. Für das PC-Q25 spricht vor allem, dass es selbst als Vollaluminiumgehäuse deutlich günstiger als das DS380 ist und nur 99,90 Euro kostet. 

Wie SilverStone den Innenraum des kleinen DS380 ausreizt, um ganze acht Hot-Swap-Einschübe zu verwirklichen, verdient Respekt. Wir zeichnen den durchdachten Storage-Spezialisten deshalb mit unserem Technik-Award aus. 

alles

Positive Aspekte des SilverStone DS380:

  • platzsparendes Gehäuse mit acht S-ATA/SAS-Hot-Swap-Einschüben und separatem 2,5-Zoll-Käfig
  • Laufwerkskäfige modular
  • hochwertige Fronttür aus Aluminium, abschließbar
  • drei vormontierte Lüfter sorgen für hohe Kühlleistung, magnetisch haftende Staubfilter
  • zurückhaltendes Design passt zum Einsatzzweck

Negative Aspekte des SilverStone DS380:

  • konsequent auf NAS-Einsatz getrimmt, deshalb kein Platz für Towerkühler und lange Erweiterungskarten
  • Lüfter ungeregelt laut, keine Festplattenentkopplung
  • leicht erhöhter Montageaufwand, kein Kabelmanagement, mausgrauer Innenraum