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BitFenix Colossus Micro-ATX im Kurztest

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Seite 1: BitFenix Colossus Micro-ATX im Kurztest

Scythe_Gekko_logoSein Name mag irreführen - das BitFenix Colossus Micro-ATX ist kein riesengroßes Gehäuse, sondern ein Micro-ATX-Gehäuse im Cube-Stil. Das Colossus Micro-ATX teilt sich aber eine Designphilosphie mit dem ersten BitFenix-Modell, dem markanten Colossus. Und auch eine LED-Leiste kann der Neuling aufleuchten lassen... .

Als BitFenix mit dem Colossus sein erstes Gehäuse auf den Markt brachte, waren die Reaktionen zwie gespalten. Die einen waren vom kantigen Design und den außergewöhnlichen LED-Leisten begeistert, andere empfanden das Gehäuse aber geradezu als kitschig. Auf jeden Fall gehört das Colossus zu den Gehäusen, die man so schnell nicht vergisst. Mit zwei neuen Modellen will BitFenix der Colossus-Reihe nun neues Leben einhauchen: Colossus Mini-ITX und Colossus Micro-ATX wurden auf die entsprechenden Mainboard-Formfaktoren hin ausgelegt. Hardwareluxx testet die Micro-ATX-Variante, also das Colossus Micro-ATX. Das Mini-ITX-Modell ist genauso groß und sieht identisch aus, hat aber einen anderen Innenaufbau.

Rein äußerlich sind die Parallelen zum Ur-Colossus nicht zu übersehen. Es bleibt zwar nur eine einzige LED-Leiste übrig, aber die sticht immer noch ins Auge. Die Beleuchtung erstrahlt wahlweise in Rot, Blau oder Grün. Die LEDs können pulsieren - und im Bedarfsfall tatsächlich auch komplett ausgeschaltet werden. Wo die Ähnlichkeiten mit dem großen Colossus dann aufhören, ist der Innenraum. Wer die bisherigen BitFenix-Cubes vor Augen hat, entdeckt sofort die Parallelen zum Prodigy Micro-ATX und zum Phenom Micro-ATX. Es handelt es sich praktisch um drei verschiedene Designvarianten, die auf ein gemeinsames Grundgerüst aufbauen. Weil wir das Phenom Micro-ATX bereits ausführlich getestet haben, widmen wir dem Colossus Micro-ATX nur einen Kurztest und verweisen ansonsten auf den Test des Phenom Micro-ATX. Zusätzliches Bildmaterial vom Colossus Micro-ATX hält unsere Fotostrecke bereit.

Eckdaten: BitFenix Colossus Micro-ATX und Phenom Micro-ATX im Vergleich
Bezeichnung: BitFenix Colossus Micro-ATX BitFenix Phenom Micro-ATX
Material: Stahl, Kunststoff Stahl, Kunststoff
Maße: 250 x 330 x 374 mm (B x H x T) 250 x 330 x 374 mm (B x H x T)
Formfaktor: Micro-ATX, Mini-ITX Micro-ATX, Mini-ITX
Laufwerke: 1x 5,25 Zoll, 4x 3,5 Zoll, 3x 2,5 Zoll  5x 3,5 Zoll (4+1 per Adapter), 5x 2,5 Zoll (2+2+1 per Adapter)
Lüfter: 1x 120/140 mm (Rückseite, 1x 120 mm vorinstalliert), 2x 120 oder 1x 200/230 mm (Boden, 1x 120 mm vorinstalliert), 2x 120 mm (Deckel, optional) 1x 120/140 mm (Rückseite, 1x 120 mm vorinstalliert), 2x 120 oder 1x 200/230 mm (Boden, 1x 120 mm vorinstalliert), 2x 120 mm (Deckel, optional)
Gewicht: ca. 8,6 kg na
Preis: 99,90 Euro 79,90 Euro

Der tabellarische Vergleich macht besonders gut deutlich, wie sehr sich die beiden Gehäuse ähneln. Einziger nennenswerter Unterschied neben dem Design und dem Beleuchtungssystem ist... 

alles

... der 5,25-Zoll-Einschub. Während er beim Phenom Micro-ATX Laufwerksplatz durch die geschlossene Front für optische Laufwerke unbrauchbar ist, verbirgt sich hinter der Fronttür des kleinen Colossusmodells ein nutzbarer 5,25-Zoll-Laufwerksplatz. Wie das auffällige, mehrfarbige Beleuchtungssystem funktioniert, zeigen wir im Ausgepackt & angefasst-Video:

  

So unterschiedlich die BitFenix Micro-ATX-Cubes äußerlich aussehen, so sehr ähneln sich ihre Innenräume:

alles

Das Mainboard wird auch im Colossus Micro-ATX auf der linken Gehäuseseite kopfüber montiert. Ihm gegenüber nimmt ein Laufwerksträger drei 2,5- oder zwei 3,5-Zoll-Laufwerke auf. Trotz des Laufwerksträgers ist Platz für einen 16 cm hohen Towerkühler. Wer auf den Träger verzichtet, gewinnt sogar noch einige Zentimeter dazu. Festplatten und SSDs können trotzdem montiert werden, denn am Gehäuseboden gibt es weitere Laufwerksplätze. Vergleichsweise viel Platz wird auch für die Grafikkarte geboten. Sie sollte aber im ersten PCIe-Slot installiert werden, damit sie nicht mit dem 5,25-Zoll-Käfig kollidiert. Empfehlenswert ist außerdem ein kompaktes Netzteil, das nicht in das Areal der Grafikkarte hineinragt. So viel Freiraum der Cube bei der Komponentenwahl lässt, so wenig Möglichkeiten bietet er für das Kabelmanagement.

Nach der Inbetriebnahme des BitFenix Colossus Micro-ATX fällt auf, wie angenehm leise die beiden 120 mm großen BitFenix Spectre-Lüfter arbeiten. Die Kühlleistung ist zwar nicht herausragend, zumindest für Mittelklassesysteme aber ausreichend. Dank der optionalen Lüfterplätze im Deckel kann die Kühlleistung durch die Montage von zwei weiteren Lüftern oder gar eines schlanken 240-mm-Radiators gesteigert werden. 

Das frische Design und das Beleuchtungssystem lässt sich BitFenix gut bezahlen. Während das Phenom Micro-ATX für 79,90 Euro zu haben ist, werden für das Colossus Micro-ATX gleich 99,90 Euro fällig. Für ein Micro-ATX-Gehäuse ist das ein stattlicher Preis, den nicht nur das Phenommodell deutlich unterbieten kann. Auch Aerocools farbenfrohes DSNanoxias leises Deep Silence 4 und SilverStones platzeffizientes TJ08-E sind überzeugende, aber günstigere Alternativen. Ein Beleuchtungssystem können sie allerdings nicht bieten. 

Das BitFenix Colossus Micro-ATX ist kein günstiges, aber auf jeden Fall ein auffälliges Micro-ATX-Gehäuse. Es teilt die Stärken des Phenom Micro-ATX, schafft aber eine der größten Schwächen ab: Es bietet einen 5,25-Zoll-Laufwerksplatz.

Positive Aspekte des BitFenix Colossus Micro-ATX:

  • nicht größer als das Mini-ITX-Modell, trotzdem genug Platz für Towerkühler und lange Erweiterungskarten
  • beachtliche Materialstärke
  • Platz für ein optisches Laufwerk
  • vormontierte Lüfter arbeiten leise, zwei 120-mm-Lüfterplätze im Deckel auch für Radiatoren geeignet
  • gut bestücktes I/O-Panel

Negative Aspekte des& BitFenix Colossus Micro-ATX

  • keine Staubfilter in Boden und Front
  • keine werkzeuglose Laufwerksmontage