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EVGA Hadron Air im Test - Fazit

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Seite 7: Fazit

Zahlt es sich für die Nutzer aus, dass nun auch noch EVGA Gehäuse anbietet? Die Frage mag etwas provokant sein, aber angesichts des kaum mehr zu überschauenden Angebots an Gehäusen hat sie doch ihre Berechtigung. Und um sie gleich zu beantworten: Ja, das Hadron Air ist eine Bereicherung für den Gehäusemarkt.

Das liegt vor allem daran, dass EVGA konsequent um Miniaturisierung bemüht ist, gleichzeitig aber die Bedürfnisse der PC-Spieler vor Augen behält. Obwohl das Gehäuse geradezu winzig ausfällt, können leistungsstarke Grafikkarten wie eine GeForce GTX 770 untergebracht werden. Bei der Auswahl des Prozessorkühlers bleibt ebenfalls ein gewisser Spielraum. Und selbst bei der Laufwerksbestückung muss man sich wenig einschränken: Immerhin können zwei Festplatten oder SSDs und ein optisches Slim Slot-in-Laufwerk montiert werden. Ermöglicht wird das alles durch einen durchdachten Innenraumaufbau, bei dem kaum ein cm³ verschenkt wird.

Deshalb hat EVGA auch auf den Einsatz eines ATX- oder SFX-Netzteils verzichtet und liefert das Hadron Air gleich mit einem flachen Servernetzteil aus. Dieses Netzteil stellt bis zu 500 Watt bereit und ist damit auch stromhungrigen Systemen gewachsen, gleichzeitig fällt die Effizienz hoch aus. Die Bedenken, die der 40-mm-Netzteillüfter auslöst, können sich je nach Nutzungsszenario bestätigen oder zerschlagen. Wer im Hadron Air ein genügsames Silentsystem unterbringt und die Gehäuse- und Komponentenlüfter herunterregelt, wird über diese Netzteilwahl nicht glücklich sein. Wenn hingegen leistungsstarke und kühlaufwändige Hardware verbaut, dürfte den Netzteillüfter kaum einmal bemerken. Zur Kühlung ist generell anzumerken, dass die Kühlleistung für ein Gehäuse dieser Größe durchaus ordentlich ist. Mit etwas Optimierungsarbeit lässt sich auch hitzige High-End-Hardware bedenkenlos im Hadron Air nutzen. Wirklich leise können die beiden vormontierten Lüfter dabei aber naturgemäß nicht zu Werke gehen, schließlich muss der Luftstrom durch den zugebauten Innenraum gelangen.

Neben der Lautstärke ist dem Gehäuse vor allem der fehlende Staubschutz anzukreiden. Trotz der zahlreichen Lufteinlässe gerade auch im Boden gibt es keine Staubfilter. Dieser Kritikpunkt wird in der Praxis allerdings etwas dadurch entschärft, dass das kleine Hadron Air nur in den seltensten Fällen auf dem Fußboden stehen wird. Zu kritisieren ist schließlich noch, dass der Innenraum trotz Window nicht durchgehend schwarz lackiert wurde.

Das Hadron Air ist eine durchdachte und eigenständige Gehäusepremiere von EVGA. Wir zeichnen das Mini-Gehäuse mit Maxi-Potential deshalb mit unserem Technik-Award aus.

alles

Positive Aspekte des EVGA Hadron Air:

  • kompakt, aber geeignet für leistungsstarke Gaming-Hardware
  • solide Kühlleistung
  • effizientes und platzsparendes 500-Watt-Netzteil inklusive
  • genug Platz für SSD, HDD und optisches Laufwerk
  • Window, I/O-Panel mit USB 3.0, Schlauchdurchführungen

Negative Aspekte des EVGA Hadron Air:

  • Lüfter ungeregelt laut
  • keine Staubfilter, aber Lufteinlässe im Boden
  • Innenraum nur teilweise schwarz lackiert
 

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Kommentare (10)

#1
Registriert seit: 17.09.2009

Stabsgefreiter
Beiträge: 374
Eigentlich finde ich die Idee super, nur beim Netzteil liegt wohl der Schwachpunkt, wie Ihr ja hier anmerkt. Das Seasonic SS-350M1U, zwar ein wenig schwächer dafür noch kleiner, macht vor wie es geht. Bis 50% Leistung bleibt es passiv, stört also nicht ausserhalb von Spielen.
Das mitgelieferte Netzteil gleich tauschen zu müssen schreckt ab, vor allem wenn man es teuer mitbezahlt hat.
#2
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Registriert seit: 25.03.2012
Düsseldorf
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1377
Sehr schönes Case! Warte aber auf die Water Version :)
#3
Registriert seit: 14.11.2012
Schwäbisch Hall
Gefreiter
Beiträge: 58
man könnte das Temperaturverhalten in diesem case stark verbessern mit einem lüfter im boden, leider ist ja fast der gesamte boden vom netzteil verdeckt was es nötig machen würde den lüfter unter dem boden anzubringen. ich denke evga hat hier nicht gerade das nützlichste produkt entwickelt. wer nen kleinen gaming rechner will wird höchstwahrscheinlich zu bitfenix greifen und wer nen noch kleineren rechner will, wird wahrscheinlich nicht gaming im auge haben. das hadron ist also irgendwie ein kompromiss aus beidem, der beiden seiten nicht ganz gerecht wird. für mich wäre dieses case auf keinen fall eine option.
#4
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Registriert seit: 21.06.2008
Jena
Flottillenadmiral
Beiträge: 5467
Finde es auch schade das Evga zuviele "Fehler" in ein Case dieser Preisklasse gebaut hat... naja gibt ja zum Glück genug Alternativen.
#5
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Registriert seit: 21.02.2007
Brühl
Vizeadmiral
Beiträge: 7162
NCase :)


Sent from my iPhone using Hardwareluxx app
#6
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Registriert seit: 14.05.2005
der 1000 Waküteile
Das Bastelorakel !
Beiträge: 45425
Das Case sieht gut aus, aber der Preis von 200 € geht gar nicht ! Ein Bitfenix Prodigy + NT kostet deutlich weniger und bietet ähnliche Features.
#7
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Registriert seit: 12.06.2005
Mönchhagen
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1515
Auf den ersten Blick war ich auch angenehm überrascht, aber auf den zweiten Blick ist das Gehäuse für mich nichts, zu aller erst der Preis, dann für mich das es keine Möglichkeit gibt eine Wakü zu verbauen (weil dafür zu eng) und die Verarbeitung. Da bleibe ich bei meinen Prodigy und bin glücklich.
#8
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Registriert seit: 02.07.2002
Bonn
Kapitänleutnant
Beiträge: 1862
Wie bekomme ich heraus, ob in das Gehäuse von der Fläche her ein Micro-ATX Board paßt (wenn man das Netzteil wegläßt). Ich würde stattdessen ein SFX oder TFX Netzteil in die Festplattenhalterung setzen.

Hat jemand dazu Infos? Die Fotos deuten an, dass es knapp wird. Denn unten beginnt die Rundung. Das Netzteil hätte einen Wert von 120 Euro, also wäre das Gehäuse für 50 Euro ohne Netzteil auch interessant. Denn das Handicap ist vor allem das Netzteil. Über eine Alu-Variante wären bestimmt auch viele User erfreut.
#9
Registriert seit: 18.07.2012

Obergefreiter
Beiträge: 94
Nachdem es nun bei mir werkelt, zeigt das Compact Splash, was mit nahezu identischen Abmessungen möglich ist... Warum macht sich kein Hersteller mal an sowas, das es für die breite Masse erhältlich ist... versteh ich nicht: http://www.craftograph.com/compactsplash/index.php?route=information/information&information_id=8
#10
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Registriert seit: 31.01.2005
bei Augsburg
Casemodder
Beiträge: 8649
Hat in das Case schon jemand ein anderes NT eingebaut? Wenn ja, welches habt Ihr genommen?
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