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Cooler Master CM 690 III im Test (Update) - Testsystem, Belüftung und Messungen

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Seite 6: Testsystem, Belüftung und Messungen

Neben der Verarbeitung und der Ausstattung des Gehäuses ist auch das Temperaturverhalten von elementarer Bedeutung.

Das Testsystem:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Folgende Komponenten wurden verbaut:

Eckdaten: Testsytem
Prozessor: Intel Core i5-2400S
Prozessor-Kühler: Scythe Yasya, passiv gekühlt
Mainboard: Biostar H77MU3
Arbeitsspeicher: 4096 MB Crucial 1333 MHz
Festplatte: Western Digital Raptor 74 GB
Grafikkarte: Sapphire Radeon HD 7750 Ultimate
Betriebssystem: Windows 7 x64 Home Premium

Temperaturmessungen:

Um die maximalen Temperaturen des Prozessors zu ermitteln, wurde die CPU mittels des kostenlosen Stresstest-Tools Prime 95 für 30 Minuten ausgelastet. Da der Small FFT-Test erfahrungsgemäß die höchste Wärmeverlustleistung mit sich bringt, benutzen wir diesen Modus und protokollieren die maximalen Kerntemperaturen mit dem Systemtool Lavalys Everest. Die einzelnen Kerntemperaturen werden addiert und durch die Anzahl der physikalischen Kerne dividiert. Gleichzeitig wird die Grafikkarte mit dem Stresstest Furmark ausgelastet.

Die Betrachtung der Temperaturen im Idle-Zustand (= Leerlauf) wird zunehmend uninteressanter, da sowohl die Prozessor- als auch die Grafikkartenhersteller sehr gute Stromspartechniken entwickelt haben. Im Zuge dessen werden die Rechenkerne im Idle-Zustand herunter getaktet und die Stromspannung reduziert. Infolgedessen wird die erzeugte Abwärme auf ein Minimum reduziert.

Unsere Messungen brachten folgendes Ergebnis hervor:

Beurteilung der Temperaturen:

Trotz der zahlreichen Lüfterplätze ist das CM 690 III werkseitig nur mit zwei Lüftern bestückt. Einer dieser Lüfter ist aber immerhin ein 200-mm-Riese, der rückseitige Lüfter kommt hingegen nur auf einen Durchmesser von 120 mm. Die erreichten Temperaturen sind solide und (abgesehen von der in diesem Fall zu vernachlässigenden Festplattentemperatur) niedriger als bei den direkten Konkurrenten Enermax iVektor und BitFenix Ronin. Gerade die Grafikkarte profitiert vom Luftstrom des großen Frontlüfters. Die Fabelwerte eines SilverStone Raven RV04 kann das Cooler Master Gehäuse aber bei weitem nicht erreichen.

Lautstärkemessungen:

Für unsere Lautstärkemessungen nutzen wir ein Voltcraft SL-400 Schallpegel-Messgerät, das wir in 20 cm Entfernung vor dem Gehäuse platzieren.

Auf eine Lüftersteuerung hat Cooler Master verzichtet. Mit 40,7 dB(A) sind die verbauten Lüfter deutlich zu hören, aber noch nicht penetrant. 

Weitere Messungen in der Übersicht:

Höhe Prozessorkühler:

Das CM 690 III soll ein flexibles Mittelklassegehäuse sein. Dementsprechend entscheidend ist die Kompatibilität zu kritischen Komponenten. Die meisten hohen Prozessorkühlern lassen sich zumindest schon einmal problemlos im Gehäuse verbauen. Nur wenige Kühlerriesen überragen die verfügbaren 17 cm.

Grafikkartenlänge:

Dank des modularen HDD/SSD-Käfigs gibt es bei den Erweiterungskarten noch weniger Einschränkungen. Mit 2,5- und 3,5-Zoll-Laufwerkskäfigen wird der Platz bei überlangen Grafikkarten zwar schnell (zu) knapp, ohne Käfig stehen aber opulente 42 cm zur Verfügung.

Platz hinter dem Mainboardschlitten:

Dank eines gewölbten Seitenteiles messen wir 2,5 cm Abstand zwischen Tray und Seitenteil. Das ist für das Kabelmanagement in aller Regel ausreichend.

Materialstärke:

Cooler Master stellt an sich selbst den Anspruch, langlebige und gut verarbeitete Gehäuse anzubieten. Schon das ordentliche Gewicht deutet darauf hin, dass beim Material nicht gespart wird. Und tatsächlich sind die Seitenteile rund 0,75 mm dick und damit vergleichsweise verwindungssteif. Auch sonst macht das Gehäuse einen soliden und gut verarbeiteten Eindruck.

 

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Kommentare (12)

#3
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Registriert seit: 28.02.2013
Auf dem Mond
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 391
gibt es keine window-varianten?
#4
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3670
@prometheus7: Siehe Test: "Das Cooler Master CM 690 III wird aktuell für 86 Euro verkauft. Die Variante mit Window kostet hingegen rund 10 Euro mehr."
#5
Registriert seit: 11.03.2007

Moderator/Redakteur
Beiträge: 13904
Als Besitzer der Vorgänger bin ich hin und her gerissen :/

Meine (subjektive) Einschätzung:

+ Platz für 3x 200mm Lüfter und sicherlich eine deutlich bessere Kühlleistung
+ Lüfter am Seitenteil für SLI Setup sicher ideal
+ Platz für 240mm Radiatoren
+ Endlich herausziehbarer Staubfilter für das Netzteil
+ Beide Laufwerkskäfige entnehmbar

- Kein Staubfilter für das Seitenteil, wobei der vermutlich eh als exhaust Fan genutzt werden sollte (für optimale Temps).
- Keine SATA-Dockingstation mehr
- I/O-Panel unter dem Deckel, Deckel wirkt immer noch billig
- Keine Gummiummantelungen für Kabelmanagement (die paar € hätten sie gerne auf den Preis draufschlagen dürfen)

Hätte die extra Kühlleistung gerne mitgenommen.

Echt schade, dass Cooler Master das Alleinstellungsmerkmal mit dem SATA-Dock gestrichen hat :( Bin auf zwei Dockingstations (eine von meinem CM 690 II Advanced USB 3.0 und eine via USB 3.0 SATA-Dock) angewiesen (Backup von Websites und anderen Dingen fast täglich hin und her moven) und hab mich so an den SATA-Dock im Tower gewöhnt, dass mir kein Tower ohne SATA-Dock mehr ins Haus kommt.
#6
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Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1433
Zitat ralle_h;21205851

- Keine Gummiummantelungen für Kabelmanagement (die paar € hätten sie gerne auf den Preis draufschlagen dürfen)


Scheint bei CoolerMaster offenbar generell nicht mehr so wichtig genommen zu werden.

Bei der (zugegeben günstigen) Netzteil G Serie, verbaut CM nicht einmal mehr einen Kabel-Knickschutz am Gehäuse.
#7
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Registriert seit: 28.12.2006
Stuttgart
••••
Beiträge: 7964
In der Front sollten doch 200er, 140er und 280er Radiatoren auch reinpassen, oder?
#8
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3670
Wir haben eben von Cooler Master die Mitteilung bekommen, dass das CM 690 III in Zukunft mit Rändelschrauben für die Erweiterungskartenmontage und mit Gummiummantelungen für das Kabelmanagement ausgeliefert werden soll. Man reagiert damit auf Anregungen/Kritik der Medien.
#9
Registriert seit: 10.06.2013

Flottillenadmiral
Beiträge: 5963
Schön, dass eine dritte Schlauchdurchführung am hinteren Fan Mount angebracht wurde, wodurch man ohne Dremeln von außen einen 120er Radiator anbringen könnte. Wieso die Löcher aber unter dem Fan Mount sind, keine Plan. Mit einem Radiator ohne Entlüftungsmöglichkeit hat man bestimmt einen Heidenspaß, Luft durch Kippen und Drehen des ganzen Systems dort rauszukriegen.

Die Lüfteranbringung unten verstehe ich auch nicht. Es gibt weiterhin den Lüfterplatz, der durch mein etwas längeres Netzteil nicht nutzbar ist - aber der zweite (nutzbare) ist entfernt. Mit einem Frontlüfter sowohl die Festplatten als auch den Bottom Radiator mit Frischluft zu versorgen (CM 690 II Advanced: http://abload.de/image.php?img=img_72344sqvc.jpg ) ist hier nicht drin. Stattdessen müsste man vorne einen 240er einbauen und damit die Festplatten beheizen - oder durch den Front Radi die warme Gehäuseluft nach außen befördern, klingt auch nicht sehr clever.

Für Luftkühlung bestimmt ganz schick, aber für eine interne Wakü scheint mir Version 3 noch weniger geeignet als die 2. Revision des 690.
#10
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Registriert seit: 25.03.2013

Korvettenkapitän
Beiträge: 2477
Schön das CM auf Kritik reagiert.
Fehlt noch eine brauchbare Entkopplung der Festplatten und die Dockingstation.
Für was der billige Plastedeckel und die Ablage oben gut sein soll weiß ich nicht.
#11
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Registriert seit: 31.12.2008
Darmstadt
Admiral
Beiträge: 23661
das ding ist seit der version 1 nicht schön udn bleibt es wohl auch.

wofür dieses gitter an der seite? ich hab seit jahren keines bzw nioch nie eines gehabt und keine probleme. wofür also so ein schandfleck
#12
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3670
Zitat aus der aktuellen Pressemeldung:

"Hallo zusammen,

bei einigen Tests des Gehäuses wurde über die Abwesenheit von Gummimanschetten für die Kabel-Management Durchgänge und von Rändelschrauben für die Erweiterungsslots kommentiert. Ab sofort werden alle 690 III, die unser Werk verlassen, damit ausgestattet. Wie in der anliegenden Pressmitteilung zu lesen ist, können Endnutzer, die das Gehäuse bereits gekauft haben, vier Gummimanschetten und sieben Rändelschrauben kostenlos bestellen."
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