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Aerocool GT-S White Edition im Test - Fazit

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Seite 7: Fazit

Die Optik eines Gehäuses ist immer Geschmackssache. Unabhängig davon, ob einem das GT-S gefällt, muss man aber zumindest Aerocools Mut zur Farbe loben. Durch den Mix aus Schwarz und Rot oder Weiß und Blau sticht das GT-S aus der Masse der schwarzen Gehäuse hervor. Gleichzeitig hat Aerocool einen durchaus soliden Full-Tower auf den Markt gebracht.

Solide ist das GT-S dabei nicht nur in Bezug auf Ausstattung und Produktmerkmale, sondern auch wortwörtlich. Dank des dicken SECC-Stahls macht das Gehäuse einen robusten Eindruck, ist aber auch entsprechend schwer. Mehr als solide ist dann das Platzangebot im Full-Tower. Große XL-ATX- und E-ATX-Mainboards finden genauso Platz wie riesige Prozessorkühler und überlange Erweiterungskarten. Und selbst für das Kabelmanagement gibt es viel Raum. Die Anzahl der Laufwerksplätze sollte für die meisten Nutzer ebenfalls ausreichen. Bei der Ausrichtung als Gamergehäuse ist ein leistungsfähiges Kühlsystem unerlässlich. Die großformatigen Lüfter sorgen tatsächlich für eine ordentliche Kühlleistung, gleichzeitig werden sie auch bei maximaler Drehzahl nicht besonders aufdringlich. Dabei halten Staubfilter vor den einsaugenden Lüftern den Innenraum sauber. Eine Enttäuschung ist allerdings die Lüftersteuerung, denn bei 50 und 80 Prozent macht sie aufdringliche Störgeräusche. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Problem nur bei unserem Testsample auftritt. 

Aerocool hat es nicht dabei belassen, mit dem GT-S einen großen Tower mit vielen Lüfterplätzen zu entwickeln. Ausstattungsmerkmale wie das gut bestückte I/O-Panel, das Kabelmanagement, werkzeuglose Montagemechanismen für die Erweiterungskarten und die optischen Laufwerke oder auch die Schlauchdurchführungen sorgen für Komfort. Im Detail gibt es aber doch noch einige Schwächen. So lösen sich die Gummiummantelungen des Kabelmanagements schon bei geringster Krafteinwirkung und die Festplatten müssen nicht nur mit dem Schraubenzieher montiert werden, sondern sie werden auch nicht entkoppelt. 

Das GT-S wird derzeit für von 133 Euro angeboten. Das ist durchaus ein fairer Preis für einen Full-Tower, allerdings gibt es für dieses Geld auch einige interessante Konkurrenzprodukte. NZXTs H630 nimmt ebenfalls E-ATX- und XL-ATX-Mainboards auf, ist optisch aber deutlich schlichter. Allerdings sind die Lüfter für ein Gehäuse, das als Silentmodell beworben wird, ungeregelt zu laut. Eine deutlich leisere Alternative zu den Modellen von Aerocool und NZXT ist Fractal Designs Define XL R2. Auch dieses Gehäuse ist ein Vertreter der Understatement-Riege. Als Define-Modell ist es ein Allrounder, dessen Kühlsystem sowohl für performante Gamingsysteme als auch für den Silenteinsatz geeignet ist.  

Insgesamt ist Aerocools GT-S ein dickwandiger Full-Tower, der sich für üppige Gamersysteme anbietet und auch die auffällige Optik eines typischen Gamergehäuses bietet. Der weitgehend positive Gesamteindruck wird allerdings durch einige vermeidbare Detailschwächen getrübt.

Positive Aspekte des Aerocool GT-S White Edition:

  • Platzangebot
  • beachtliche Materialstärke
  • flexibles Kühlsystem, drei großformatige Lüfter vorinstalliert
  • werkzeuglose Montage von Erweiterungskarten und optischen Laufwerken
  • gut bestücktes I/O-Panel, Kabelmanagement, Schlauchdurchführungen

Negative Aspekte des Aerocool GT-S White Edition:

  • keine werkzeuglose Festplattenmontage, keine Festplattenentkopplung
  • Gummidurchführungen des Kabelmanagements lösen sich schnell