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Test: NZXT Phantom 630 - Gehäuse mit viel Platz und guter Lüftung - Fazit

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Seite 7: Fazit

Das Phantom 630 soll eine Lücke in NZXTs Phantom-Serie schließen. Allerdings positioniert das kalifornische Unternehmen den Full-Tower keineswegs in der Mitte zwischen Phantom 410 und Phantom 820. Das neue Phantom-Modell lässt sich viel besser als geringfügig kleinere, praktisch aber weitgehend vollwertige Alternative zum Phantom 820 verstehen.

Verzichten muss man im Vergleich zum Phantom 820 vor allem auf die Möglichkeit, E-ATX-Mainboards unterzubringen. Auch das vielseitige Beleuchtungssystem wurde gestrichen. Ansonsten gibt es kleine Unterschiede im Detail: Dem Phantom 630 fehlen zwei USB 2.0-Ports des großen Modells, die Lüftersteuerung bietet nur noch einen Kanal und die Zahl der Kabeldurchführungen ist deutlich gesunken. An anderer Stelle ist das günstigere Modell aber sogar besser ausgestattet als das Flaggschiff der Serie. So bietet es zusätzlich zu den Laufwerksplätzen in den HDD/SSD-Käfigen noch die Möglichkeit, zwei SSDs hinter dem Tray zu montieren. Die Montage der optischen Laufwerke mit Metallverschlüssen überzeugt mehr als die Kunststoffverschlüsse des Phantom 820.

Wirklich entscheidend ist aber, dass das Phantom 630 die herausragenden Eigenschaften des Phantom 820 teilt. Das Gehäuse bietet enorm viel Platz für Erweiterungskarten, hohe CPU-Kühler und Kabelmanagement. Die drei modularen Festplattenkäfige stellen sicher, dass der Innenraum flexibel genutzt werden kann. Vier vormontierte Lüfter (darunter drei 200-mm-Modelle) lassen sich wahlweise flüsterleise oder mit brachialer Kühlleistung betreiben. Selbst auf niedrigster Regelstufe liegt die Kühlleistung zudem auf einem allemal guten Level. Das Gehäuse kann ohne Modifikationen sowohl einen 360er-Radiator im Deckel als auch einen 280er-Radiator im Boden aufnehmen. Egal ob Luft- oder Wasserkühlung - für beides ist man mit dem Full-Tower gut gerüstet.

Zusätzlich glänzt das NZXT-Gehäuse mit Staubfiltern vor den Lufteinlässen, einem sinnvoll bestückten I/O-Panel, einem praktischen SD-Kartenleser und der LED-Beleuchtung für die Mainboard- und Erweiterungskartenanschlüsse.

Das Phantom 630 macht einen hinreichend soliden Eindruck und ist gut verarbeitet. Nur die etwas zu flexiblen Laufwerksschubladen fallen wirklich negativ auf.

Für viele Nutzer dürfte das Phantom 630 wirklich die sinnvollere Alternative zum Phantom 820 sein. Das neue Modell ist ganze 60 Euro günstiger, kann bis auf wenige Ausnahmen aber all die Pluspunkte vorweisen, die schon das Phantom 820 auszeichnen. Dementsprechend können wir auch dem Phantom 630 unseren Excellent-Hardware-Award verleihen.

alles

Positive Aspekte des NZXT Phantom 630:

  • sehr geräumiges XL-ATX-Gehäuse mit enorm viel Platz für Erweiterungskarten, hohe CPU-Kühler und Kabelmanagement
  • extrem flexibles Kühlsystem mit großformatigen Lüftern und leistungsstarker Lüftersteuerung, wahlweise hohe Kühlleistung oder nahezu Silent-Betrieb
  • Staubfilter vor einsaugenden Lüftern
  • Platz für dicke Radiatoren im Deckel (360er oder 280er) sowie im Boden (280er oder 240er)
  • modulare Festplattenkäfige ermöglichen flexible Innenraumnutzung, zwei SSD-Montageplätze hinter dem Tray ermöglichen Verzicht auf HDD-Käfige
  • Speicherkartenleser, sinnvoll bestücktes I/O-Panel, Beleuchtung für Mainboard/Erweiterungskartenanschlüsse

Negative Aspekte des NZXT Phantom 630:

  • Laufwerksschubladen etwas instabil
  • Window bietet wenig Einblick