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Test: Corsair Carbide Series 200R - alles easy? - Fazit

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Seite 7: Fazit

Mit dem Carbide Series 200R möchte Corsair einen günstigen Midi-Tower anbieten, der vor allem mit Benutzerfreundlichkeit überzeugen soll. Wir können durchaus bestätigen, dass sich Hardware komfortabel im Gehäuse verbauen lässt. Allerdings sind wir auf einige überraschende Schwachstellen gestoßen.

Doch beginnen wir mit den Pluspunkten. Der dezent gestaltete Tower bietet eine ordentliche Verarbeitung und eine Materialstärke, die angesichts der Preisklasse als angemessen bezeichnet werden kann. Die im Vergleich zum Carbide Series 300R umgestalteten Laufwerkskäfige nehmen nun bis zu acht Festplatten bzw. SSDs auf. Die Montage löst Corsair anders als bei bisherigen Modellen - zumindest bei kurzfristiger Nutzung haben die neuen Mechanismen ihren Zweck erfüllt und sorgen für einen "easy" Zusammenbau des PCs. Erhalten geblieben ist die Lücke zwischen dem 5,25-Zoll- und den 2,5-/3,5-Zoll-Käfigen. Dadurch können auf Höhe der Lücke problemlos selbst Erweiterungskarten mit Überlänge montiert werden. Dank der acht Lüfterplätze lässt sich das Kühlsystem variabel gestalten. Zwei vormontierte Lüfter sorgen dafür, dass die Kühlleistung aber schon im Auslieferungszustand solide ist.

Allerdings sind die Lüfter dabei auch deutlich hörbar. Gleichzeitig ist die Entkopplung der Festplatten weggefallen, sodass auch von Seiten der HDDs (je nach Modell) mit erhöhter Lautstärke zu rechnen ist. Weniger überzeugend ist außerdem die Staubfilterlösung. Ein herausziehbarer Netzteilstaubfilter ist aber lobenswert.

Im Vergleich zum derzeit nur wenige Euro teureren Carbide Series 300R müssen beim 200R einige Abstriche hingenommen werden. Noch zu verkraften scheint der Unterschied bei der Kühlleistung - das 300R hat einen größeren Frontlüfter und eine offene Front. Störender sind die weggefallene Festplattenentkopplung und der lückenhafte Staubschutz. Das 200R kann aber die vier separaten 2,5-Zoll-Laufwerksplätze als Pluspunkt vorweisen.

Alles easy? Das Carbide Series 200R ist in einigen Punkten zwar wirklich sehr benutzerfreundlich, hat aber auch Schwächen. Bei der derzeitigen Preislage spricht nur wenig dafür, das 200R dem nächstgrößeren und funktionaleren 300R vorzuziehen. Erst ein sinkender Verkaufspreis könnte Corsairs neues Einsteiger-Gehäuse interessant machen.  

Update: Laut Corsair soll das Carbide Series 200R zum Verkaufsstart für unter 50 Euro erhältlich werden. Damit würde Corsair für den nötigen Preisabstand zwischen diesem und den höher angesiedelten Modellen sorgen. Auch bei reduziertem Verkaufspreis müssen sich Kaufinteressenten allerdings fragen, ob ihnen der günstige Preis die angesprochenen Abstriche im Vergleich zum Carbide Series 300R wert ist.  

Positive Aspekte des Corsair Carbide Series 200R:

  • acht Lüfterplätze, zwei Lüfter vormontiert
  • vier separate SSD-Laufwerksplätze
  • Platz für lange Erweiterungskarten
  • werkzeuglose Laufwerksmontage
  • USB 3.0

Negative Aspekte des Corsair Carbide Series 200R:

  • relativ laut
  • kein Staubfilter für optionalen Bodenlüfter
  • keine Festplattenentkopplung