> > > > Test: Rasurbo Matr-X - Dock im Deckel

Test: Rasurbo Matr-X - Dock im Deckel - Fazit

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 7: Fazit

Mit dem Matr-X spricht Rasurbo Anwender an, die auf der Suche nach einem gut ausgestatteten, aber trotzdem günstigen Midi-Tower sind. Durch den Verzicht auf die verbreitete Gamer-Optik kann das Matr-X außerdem prinzipiell einen breiteren Käuferkreis ansprechen. Allerdings ist das Design des Gehäuses mit den auffälligen Lamellen sicher auch nicht jedermanns Sache.

Was für rund 65 Euro geboten wird, ist jedenfalls durchaus beachtlich. Die drei vormontierten Lüfter können per dreistufiger Lüftersteuerung geregelt werden. Das Matr-X kann damit sowohl angenehm leise sein, als auch eine ordentliche Kühlleistung bieten. Auch an abnehmbare Staubfilter vor den Lufteinlässen in der Front und im Boden wurde gedacht. Sehr begrenzt ist allerdings die Anzahl der optionalen Lüfterplätze. Nur im Seitenteil lassen sich noch zwei weitere Lüfter montieren, die zudem unter Umständen mit einem hohen CPU-Kühler kollidieren. Wer eine Wasserkühlung einsetzt, muss darauf verzichten, größere Radiatoren im Gehäuseinneren zu montieren. Immerhin gibt es vier Schlauchdurchführungen, von denen zwei sogar für sehr dicke Schläuche geeignet sind.

Doch nicht nur das Kühlsystem kann Pluspunkte sammeln. Auch der Innenraum mit schwarzer Lackierung, werkzeugloser Montage von Laufwerken und Erweiterungskarten und dem modularen HDD-Käfig überzeugt weitgehend. Gleiches gilt für das I/O-Panel, das nicht nur USB 3.0 bietet, sondern als besonderes Feature auch noch ein Hot-Swap-Dock vorweisen kann.

Es war kaum anders zu erwarten - um eine so umfangreiche Ausstattung zum Verkaufspreis des Matr-X bieten zu können, musste Rasurbo an anderer Stelle Abstriche machen. Bei Materialstärke und Verarbeitungsqualität wurde teilweise der Rotstift angesetzt. Die Seitenteile sind dünnwandig und lassen sich nur mit Mühe wieder an ihren Platz bringen, da die kleinen Haltenasen die Montage erschweren. Die Kunststofffront lässt sich leicht vom Gehäuse abnehmen. Das ist zwar praktisch, um z.B. schnell den Staubfilter des Frontlüfter reinigen zu können. Allerdings sitzt die Front für unseren Geschmack schon etwas zu locker am Gehäuse. Außerdem hat Rasurbo das Gehäuse relativ schmal gehalten. Dadurch dürfen Tower-Kühler 16 cm Höhe nicht überschreiten, der Platz für das Verlegen von Kabeln hinter dem Tray ist ebenfalls knapp bemessen. Dass der Platz für Erweiterungskarten ebenfalls eher knapp ausfällt, kann zumindest teilweise durch den modularen oberen HDD-Käfig ausgeglichen werden.

Die umfangreiche Ausstattung geht also etwas auf Kosten von Haptik und Robustheit, das Platzangebot leidet ebenfalls. Den entgegengesetzten Weg beschreitet z.B. Corsair beim ähnlich teuren Carbide Series 300R (zu unserem Test). Diesem Gehäuse merkt man seinen Verkaufspreis in puncto Verarbeitungsqualität und Material weniger an. Dafür muss man sich aber auch mit einer Ausstattung begnügen, die sich auf das Wesentlichste konzentriert. Eine Lüftersteuerung oder gar ein Hot-Swap-Dock kann man von Corsairs Midi-Tower jedenfalls nicht erwarten.

Das Rasurbo Matr-X ist ein Midi-Tower, der mit einer beachtlichen Ausstattung glänzen kann. Den günstigen Verkaufspreis merkt man dem Gehäuse an einigen Stellen aber durchaus an.

Positive Aspekte des Rasurbo Matr-X:

  • drei vormontierte Lüfter, per dreistufiger Lüstersteuerung regelbar
  • gelungener Spagat aus Kühlleistung und Lautstärke
  • abnehmbare Staubfilter vor Lufteinlässen
  • I/O-Panel mit USB 3.0 und Hot-Swap-Dock
  • werkzeuglose Montage von Laufwerken (ausgenommen 2,5 Zoll-Laufwerke) und Erweiterungskarten
  • modularer HDD-Käfig, 3,5 Zoll-Festplatten entkoppelt

Negative Aspekte des Rasurbo Matr-X:

  • Materialstärke und Montage der Seitenteile
  • wenig Platz für hohe Tower-Kühler
  • Kabelmanagement zwar vorhanden, aber geringer Abstand zwischen Tray und Seitenteil
 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (10)

#1
Registriert seit: 26.08.2011
in Pommän
Hauptgefreiter
Beiträge: 144
Ui, warum sind die meisten Fotos so unscharf? Da bekommt man ja Kopfschmerzen.
Das Plastik sieht sehr billig aus auf den Bildern. Die Front ist ganz nett, aber den Deckel und die Seitenteile sehen komisch aus.
#2
customavatars/avatar15872_1.gif
Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3663
@Peter Ebdon: Vielleicht bin ich da nicht ausreichend sensibel, aber mir ist nicht aufgefallen, dass die Fotos unscharf wären. Kannst du bitte besonders auffällige Beispiele nennen?
#3
Registriert seit: 26.08.2011
in Pommän
Hauptgefreiter
Beiträge: 144
Die sehen alle irgendwie verwaschen aus. ganz schlimm finde ich die Nr. 6 und Nr. 15.
Ok, im Vergleich zu vorherigen Tests (Nanoxia bspw) ist da kaum bin kein Unterschied. Aber verglichen zu anderen HW-Seiten sind die Bilder recht unscharf.
Kann auch was mit der Runterrechnung zu tun haben. Ich weiß ja nicht in welcher Qualität die fotografiert werden.
#4
customavatars/avatar167470_1.gif
Registriert seit: 04.01.2012

Kapitänleutnant
Beiträge: 1573
Die Fotos sehen gut aus Redphil ;)

Davon mal abgesehen, schön geschrieben :)
#5
customavatars/avatar15872_1.gif
Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3663
Ich habe mir die Bilder jetzt nochmal in der Gallerie angesehen. Was mir auffällt: wenn ich im Browser etwas zoome, werden die Bilder wirklich sehr schnell verwaschen. Die Originale sind bei bildschirmfüllender Darstellung hingegen ok. Würde deshalb vermuten, dass das Problem bei dir von einer Kombination aus Zoom-Stufe im Browser und dem Runterrechnen der Gallerie herrührt.
#6
Registriert seit: 26.08.2011
in Pommän
Hauptgefreiter
Beiträge: 144
So was hab ich mir schon gedacht. Ihr habt ja sicher keine Tomaten auf den Augen. :)

FullHD verwöhnt eben schnell. Ich will nicht wissen wie es nach der Benutzung eines Retina Display ist. Dann sieht man überall nur noch Pixel. :eek::banana:
#7
Registriert seit: 04.10.2012

Matrose
Beiträge: 13
Gott, ist der hässlich!
#8
Registriert seit: 18.09.2011

Gefreiter
Beiträge: 57
"und je zwei USB-3.0- und USB-2.0-Ports"

Hmm, ich sehe da nur 3 von den 4 publizierten USB-Ports...

Sind das nur Beispielbilder oder welche von dem Getesteten Case?

cu, stephan
#9
Registriert seit: 06.02.2009
127.0.0.1
Bootsmann
Beiträge: 556
Ich frage mich, ob es überhaupt noch Sinn macht, sich dem Aufwand zu stellen und Gehäuse zu testen, die eigentlich irgendwie immer wieder gleich sind. Das erinnert ein bißchen an die Zeit vor ca. 10 Jahren, wo die Chieftec Dragon Gehäuse die Basis für viele andere Gehäuse anderer Hersteller bildeten.
#10
Registriert seit: 18.12.2008

Matrose
Beiträge: 24
Wie soll es nicht Sinn machen? HDD-Vibrationsdämpfung, Qualität der mitgelieferten Lüfter usw. erfährt man nicht vom Hersteller.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!