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Test: Xigmatek Asgard 381 - aggressiver Midi-Tower - Fazit

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Seite 7: Fazit

Mit dem Asgard 381 bietet Xigmatek einen Midi-Tower an, der für einen höheren Preis die Tugenden des regulären Asgard mit einer besseren Ausstattung verbindet. Drei Punkte sind besonders hervorzuheben. Zum einen die acht Lüfterplätze, von denen vier Lüfter mit bis zu 120-mm-Durchmesser, vier sogar Lüfter mit bis zu 140-mm-Durchmesser aufnehmen können. Damit kann die Kühlleistung durch zusätzliche Lüfter sehr flexibel angepasst werden. Die zweite Neuerung gegenüber dem Ur-Asgard sind die beiden USB-3.0-Ports. Und schließlich gibt es auch Kabelmanagement.

Das sind durchaus gewichtige Verbesserungen gegenüber dem regulären Asgard, das mittlerweile in drei Designvarianten (Asgard, Asgard II und Asgard III) erhältlich ist. Allerdings hebt Xigmatek nicht nur das Ausstattungslevel, sondern auch den Verkaufspreis an. Von 30 auf 45 Euro ist es doch ein ordentlicher Sprung, schließlich kostet das Asgard 381 so glatt 50 Prozent mehr als die einfachen Asgards. Da muss von Fall zu Fall entschieden werden, ob die zusätzlichen Ausstattungsmerkmale den deutlichen Aufpreis wert sind.

Mit dem regulären Asgard teilt sich das Asgard 381 Tugenden wie angemessen soliden Aufbau und Verarbeitung, die schwarze Innenraumlackierung und die werkzeuglose Montage von Erweiterungskarten und Laufwerken. Der letzte Punkt bringt aber Schattenseiten mit sich. Die Halterung für die Erweiterungskarten konnte uns nicht überzeugen, Rändelschrauben wären eine verlässlichere Alternative. Die Festplatten sitzen zwar fest an ihrem Platz, werden aber nicht entkoppelt. Die Zugriffsgeräusche können so leicht übertragen werden und beeinträchtigen den ansonsten guten Eindruck von der Lautstärke des Gehäuses. Da Xigmatek nur einen Lüfter verbaut, sind auch die Temperaturmesswerte nicht optimal. Allerdings kann man mit zusätzlichen Lüftern leicht Abhilfe schaffen. Weitere Kritikpunkte machen deutlich, dass es sich beim Asgard 381 um ein günstiges Gehäuse handelt. In den schmalen Tower passen nur CPU-Kühler mit maximal 16 cm Höhe, die Slotblenden müssen herausgebrochen werden und Staubfilter sind zwar vorhanden, aber entweder nur in Form von Mesh (vor den Frontlüftern) bzw. nicht herausnehmbar (im Boden).

Trotz der angesprochenen Kritikpunkte bereichert das Asgard 381 das Preissegment unterhalb der 50 Euro-Marke um einen Midi-Tower mit respektabler Ausstattung. Gerade die Flexibilität bei der Lüfterbestückung lässt das Xigmatek-Gehäuse aus der Masse der günstigen Gehäuse herausragen.

Positive Aspekte des Xigmatek Asgard 381:

  • solide Materialstärke/Verarbeitung (für die Preislklasse)
  • acht Lüfterplätze (ein Lüfter vormontiert), teilweise für 140-mm-Lüfter
  • werkzeuglose Montage von Laufwerken und Erweiterungskarten
  • I/O-Panel mit USB 3.0
  • Innenraumlackierung, Kabelmanagement

Negative Aspekte des Xigmatek Asgard 381:

  • Slotblenden zum Herausbrechen, Halterung für Erweiterungskarten nicht optimal
  • keine Festplattenentkopplung
  • Temperaturen mit werkseitiger Lüfterbestückung, keine herausnehmbaren Staubfilter