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Test: Silent-Gehäuse Corsair Obsidian Series 550D - Fazit

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Seite 8: Fazit

Jetzt also auch das Silent-Segment: Corsairs Gehäuse-Sparte deckt nach und nach die relevanten Bereiche des Gehäusemarkts ab. Das Obsidian Series 550D zeigt sich dabei als ein Midi-Tower, der typische Merkmale von Corsair-Gehäusen wie einem Design mit klaren Linien, dem bekannten Kabelmanagement und den werkzeuglosen Montagemechanismen mit geräuschoptimierenden Maßnahmen und einigen interessanten Detaillösungen verknüpft.

Die Silent-Maßnahmen fallen relativ umfangreich aus. Corsair verbaut Schalldämmmatten sowie eine Fronttür und sorgt für Entkopplung der Festplatten, Lüfter, des Netzteils und des Gehäuses selbst vom Boden. Die drei verbauten 120-mm-Lüfter arbeiten bei 12 Volt zwar vergleichsweise leise, sollten für ein richtiges Silent-System aber noch etwas weiter heruntergeregelt werden. Dabei ist in Abhängigkeit von der verbauten Hardware ein guter Kompromiss zwischen Lautstärke und Kühlleistung zu finden - hitzige Komponenten stehen einem leisen System natürlich auch in einem Silent-Gehäuse im Wege. Dank der zahlreichen optionalen Lüfterplätze und der Eignung für den Wasserkühlungseinsatz ist das Obsidian Series 550D generell aber auch in der Lage, mit abwärmeintensiven Systemen zurechtzukommen. Damit ist es wie Fractal Designs Define R3 eher ein Allrounder.

Die hohe Flexibilität beim Kühlsystem wird durch die clever gelösten Schalldämm-Abdeckungen auf sehr elegantem Weg erreicht. Die Lüfterplätze im Deckel und im Seitenteil sind so entweder schallgedämmt verschlossen oder nach Abnahme der Abdeckungen für die Montage von optionalen Lüftern verfügbar. Ähnlich einfallsreich war Corsair auch bei dem praktischen Fixierungsmechanismus der Seitenteile und der beidseitig öffnenden Fronttür, die jeder Aufstellungssituation gerecht wird. Allerdings lässt sich die Tür etwas schwer öffnen. Noch problematischer erscheint uns, dass die Haltemechanismen der Abdeckungen und der Tür nicht den langlebigsten Eindruck machen.

Bei der Basis-Ausstattung gibt sich das Corsair-Gehäuse keine Blöße. Die Zahl der Laufwerkseinschübe ist angemessen, USB 3.0 zeitgemäß, die Innenraumlackierung schick und das Kabelmanagement praktisch.

Im direkten Vergleich mit den Silent-Gehäusen von Fractal Design und Antec sind die Erwartungen an das Obsidian Series 550D hoch - es ist schließlich das teuerste Gehäuse des Trios. Für den Aufpreis erhält der Käufer ein ähnlich flexibles Kühlsystem wie beim Define R3. Allerdings vermissen wir eine Lüftersteuerung, mit der die Lüfter noch leiser geregelt werden könnten. Die modularen HDD-Käfige sorgen hingegen dafür, dass Corsairs Modell mehr Flexibilität bei den Laufwerksplätzen bieten kann. Auftrumpfen kann das Obsidian Series 550D besonders mit den beschriebenen, intelligenten Detaillösungen und der schicken Aluminium-Tür. Während Fractal Design und Corsair darauf abzielen, dass ihre Gehäuse bei Bedarf auch für abwärmeintensive Systeme geeignet sind, ist Antecs SOLO II wirklich auf den Silent-Einsatz in Kombination mit geeigneter Hardware ausgerichtet. Dadurch ist es weniger flexibel, überzeugt aber im Detail z.B. mit den sehr leisen Lüftern und der überlegenen Festplattenentkopplung. Außerdem bietet Antec eine besonders hohe Materialgüte und Verarbeitungsqualität.

Corsairs Einstieg in in die Welt der flüsterleisen Gehäuse ist weitgehend gelungen. Das Obsidian Series 550D ist ein funktionales und flexibles Gehäuse. Sehr angetan sind wir von dem Aufwand, mit dem Corsair sich um Details wie den Verschluss der Seitenteile, die Fronttür und die Abdeckungen der Lüfterplätze bemüht hat - auch wenn sich diese Lösungen erst noch im Langzeiteinsatz bewähren müssen.

Positive Aspekte des Corsair Obsidian Series 550D:

  • Silent-Maßnahmen erzielen hörbaren Effekt
  • dezente Optik, hochwertige Aluminium-Front
  • zahlreiche optionale Lüfterplätze, Staubfilter, Abdeckungen der Lüfterplätze im Deckel und im Seitenteil
  • werkzeuglose Montage von 3,5- und 5,25-Zoll-Laufwerken sowie Erweiterungskarten
  • modulare Festplattenkäfige
  • Kabelmanagement mit gummierten Durchführungen
  • USB 3.0-Ports mit Adapter für USB 2.0-Header

Negative Aspekte des Corsair Obsidian Series 550D:

  • Fronttür schwer zu öffnen, sensible Halterung
  • keine Lüftersteuerung
 

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Kommentare (6)

#1
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
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Corsair will im Gehäusesegment für noch mehr Trubel sorgen. Deshalb baut das Unternehmen seine Produktpalette immer weiter aus. Mit dem Obsidian Series 550D kommt nun das erste Silent-Gehäuse von Corsair auf den Markt, das eine ideale Grundlage für einen besonders leisen Rechner sein soll. Daneben bietet das Gehäuse aber auch eine edle Optik inklusive Aluminiumfront und eine beachtliche Ausstattung. Doch kann sich das Obsidian Series 550D gegen altbewährte Konkurrenzmodelle behaupten?

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#2
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Registriert seit: 06.11.2009
Dresden
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Beiträge: 276
bestanden
#3
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Beiträge: 264
Mir fehlt der direkte Vergleich zum Cooler Master 550 welches hier ja äußerst positiv getestet wurde.
#4
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Leipzig
[online]-Redakteur
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@rajabatis: Hatte überlegt, ob ich das Silencio 550 mit einbeziehen soll, mich dann aber aus zwei Gründen doch dagegen entschieden. 1) Den Test hat ein Kollege erledigt, ich hatte das Gehäuse nicht und kann es also nicht aus eigener Erfahrung einschätzen. 2) Es fällt doch etwas sehr aus dem Preisbereich heraus, in dem sich die drei anderen Silent-Gehäuse bewegen.
#5
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Registriert seit: 09.09.2006

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 405
Es scheint, als würde nach gutem Einstand, im Gehäusesegment, langsam der Rotstift bei der Verarbeitungsqualität angesetzt!
Schade..
#6
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Registriert seit: 21.09.2008

Hauptgefreiter
Beiträge: 160
Hallo!

Zur Lüftermontage wird in dem Test folgendes gesagt:

Zitat
Ein Druck, und die gedämmte Abdeckung löst sich. Hier können zwei weitere 120- oder 140-mm-Lüfter entkoppelt verbaut werden, ...


Zitat
Auf den ersten Blick bietet die Rückseite keine Überraschungen. Es gibt einen ausblasenden 120-mm-Lüfter, der durch Gummiringe entkoppelt wird (alternativ kann auch ein 140-mm-Modell verbaut werden), ...


Man kann das auf den Fotos nicht erkennen, was heißt "entkoppelt verbaut werden", bzw. "durch Gummiringe entkoppelt"?
Lassen sich ganz "normale" Lüfter montieren/verschrauben, bzw. ließen sich auch Silent Wings (die mit ihrem Stift-/Steckmechanismus durch normale Schraubenlöcher passen) montieren? Die Schraubenlöcher (wenn ich mir z.B. die im Deckel anschaue) erscheinen mir nämlich größer als normale Löcher für Lüfterschrauben?!
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