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Test: Corsair kann noch günstiger - das Carbide Series 300R - Fazit

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Seite 6: Fazit

Ein Corsair-Gehäuse für rund 60 Euro wäre noch vor einem Jahr undenkbar gewesen. Doch der Hersteller hat seine Produktpalette immer weiter nach unten ausgebaut und ist mit dem Carbide Series 300R nun endgültig im Budget-Segment angekommen. Natürlich mussten dafür einige Abstriche gemacht werden, doch angesichts des Preises hat der Midi-Tower viel zu bieten.

Corsair selbst fasst die Philosophie hinter dem Gehäuse mit "Everything You Need, Nothing You Don't." zusammen. Nach unserem Test können wir bestätigen, dass sich das Unternehmen wirklich an diesen Leitsatz gehalten hat. Das Gehäuse bietet alles, was bei einem Standard-PC gefragt sein könnte - aber nichts, was für die meisten Nutzer überflüssig sein dürfte. Das wird z.B. bei den verfügbaren Laufwerksplätzen deutlich. Während die Konkurrenz oft darum bemüht ist, möglichst viele Laufwerksplätze bieten zu können oder mit modularen Laufwerkskäfigen für Flexibilität zu sorgen, hat Corsair sich einfach auf einen HDD/SDD-Käfig mit vier Einschüben beschränkt. Vier Laufwerksplätze sollten in den meisten Fällen auch völlig ausreichen und zusätzlich sorgt diese Designentscheidung dafür, dass extrem viel Platz für lange Erweiterungskarten zur Verfügung steht. Dabei kommt der Komfort nicht zu kurz - sowohl Laufwerke (ausgenommen 2,5-Zoll-Laufwerke) als auch Erweiterungskarten lassen sich mit bewährten Systemen werkzeuglos montieren.

Eine ähnlich pragmatische Entscheidung wie bei den Laufwerksplätzen wurde auch beim Kabelmanagement getroffen. Ausreichende Durchführungen gibt es, aber die Gummiummantelungen wurden eingespart. Die Bestückung mit einem Front- und einem Rückwandlüfter ist absolut klassisch und sorgt für eine solide Kühlleistung. Wer doch hitzigere Komponenten hat, kann dank der fünf optionalen Lüfterplätze schnell für zusätzliche Kühlung sorgen. Staubfilter gibt es vor den Frontlüftern und dem Netzteil (dort sogar leicht entnehmbar), im Seitenteil fehlen sie. Die Ausstattung des Carbide Series 300R wird u.a. durch USB 3.0-Ports zur Anbindung am internen Header abgerundet.

Bei einem Preis von nur rund 60 Euro ist aber nicht nur die Ausstattung relevant, besonderes Augenmerk muss auch auf Materialgüte und Verarbeitungsqualität liegen. Hier ist Corsair nichts vorzuwerfen - vielleicht abgesehen vom etwas dünnen Blech der Seitenteile macht das Carbide Series 300R einen grundsoliden Eindruck und verspricht eine lange Lebensdauer.

Das umkämpfte Preissegment zwischen 50 und 100 Euro ist immer in Bewegung. Wir hatten zuletzt zwei Modelle im Test, die sich aufgrund der unterschiedlichen Philosophie ihrer Hersteller gut für einen Vergleich anbieten. Das ebenfalls knapp über 60 Euro kostende Xigmatek Midgard II (zu unserem Test) wurde darauf ausgelegt, möglichst viele Features fürs Geld zu bieten. So liegt z.B. eine Lüftersteuerung bei und im Deckel gibt es sogar ein Hot-Swap-Dock. Die Laufwerksplätze sind zahlreicher als beim Corsair-Gehäuse, die Montage wurde ebenfalls werkzeuglos gelöst. Zusätzlich zu den zahlreichen Lüfterplätzen gibt es die Möglichkeit, einen Dual-Radiator im Deckel zu verbauen. Abstriche müssen im Vergleich zum Carbide Series 300R allerdings bei der Robustheit gemacht werden. Beim LanCool PC-K9X (zu unserem Test) wurde wiederum ein ganz anderer Ansatz verfolgt. Mit 83 Euro ist dieses Gehäuse zwar 20 Euro teurer, kann dafür aber bereits eine edle Aluminiumaußenhülle vorweisen. Hier müssen aber teilweise Abstriche bei der Ausstattung gemacht werden: es gibt z.B. nur drei (bereits belegte) Lüfterplätze. Dieses Gehäusetrio kann also ganz unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden. Corsairs Carbide Series 300R zeichnet sich im Vergleich durch den gelungenen Kompromiss aus Solidität und pragmatischer Ausstattung aus.

Das Corsair Carbide Series 300R ist ein grundsolides und zweckmäßiges Gehäuse, das mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis auftrumpft. Wir zücken deshalb unseren Preis-Leistungs-Award.

Positive Aspekte des Corsair Carbide Series 300R:

  • für das Preissegment solide und gut verarbeitet
  • sieben Lüfterplätze, zwei vormontierte Lüfter mit sinnvoller Mischung aus Kühlleistung/Lautstärke
  • leicht entnehmbarer Netzteilstaubfilter, Filter in der Front
  • werkzeuglose Montage von Laufwerken und Erweiterungskarten, 3,5-Zoll-HDDs entkoppelt
  • Kabelmanagement
  • extrem viel Platz für lange Erweiterungskarten
  • USB 3.0

Negative Aspekte des Corsair Carbide Series 300R:

    • nur Platz für vier HDDs/SSDs
    • keine Ummantelung der Kabeldurchführungen
    • nicht genug Platz für Radiator im Deckel
     

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    Kommentare (15)

    #6
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    Zitat Fairy;18544342
    Laut Corsair-Forum (das offizielle) haben einige ungewöhnliche Probleme mit dem Gehäuse
    - Grounding-Probleme bei den Front-USB Anschlüssen, bei Benutzung dieser friert der PC ein
    - Kopfhörer- und Mikrofon-Anschluss im Frontpanel vertauscht
    - Fehlendes Reset-Switch Kabel
    - Klapperndes HDD-Haltesystem
    - Gummi-Füße fallen ab

    :(


    Habe mir das Gehäuse letzte Woche gekauft. Zu diesen Punkten kann ich folgendes sagen:
    +Groundingprobleme hab ich bisher nicht.
    -Die Kopfhörer- und die Mikrofonbuchse sind definitiv vertauscht. Habe sie aber durch vertauschen beider Buchsen korrigieren können.
    +Ein reset Kabel besitzt mein Exemplar auch. Funktioniert auch.
    +Zu dem klappern kann ich bisher nicht viel sagen. Zur Zeit klappert es jetzt jedenfalls nicht!!!
    +Gummifüße fallen auch nicht ab. Diese sind meiner meinung nach sogar sehr fest(geklebt).

    Insgesamt ist das Gehäuse für die Preisklasse relativ stabil und gut verarbeitet. Das Mesh oben sollte man nicht mit Gewalt eindrücken. Eine Lüftersteuerung für die Lüfter ist schon fast Zwang. Der 140mm Lüfter dreht mit ca. 1000upm und der 120mm Lüfter dreht mit ca. 1200upm. Leider hat das Gehäuse keinen usb3 zu usb2 adapter. Ein Nachrüsten eines usb3 controllers kostet weitere ca. 20€. Ich bin mit dem Gehäuse zufrieden.
    #7
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    Okay, danke euch erst mal für die Rückmeldung. Habe auch sowieso nicht gedacht, dass diese Fehler bei jedem Gehäuse auftreten. Außer natürlich das mit den vertauschten Kopfhörer- und Mikrofonbuchsen, das scheint dann wohl echt jedes Gehäuse zu treffen. Mich hat das Gehäuse auch interessiert, deswegen habe ich erst mal das Corsair-Forum durchgewühlt und bin nun etwas abgeschreckt. Das mit dem USB 3 Adapter bemängeln auch schon einige, naja ...
    #8
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    @Fairy Ich hatte vor dem Kauf auch das Corsair-Forum studiert. Habe dann trotzdem den Sprung in das kalte Wasser gewagt und das Gehäuse gekauft. Ich wurde auch dahingehend nicht enttäuscht. :)

    Eine Sache, die bisher nicht angesprochen wurde und mich länger beschäftigt hat, ist eine Mainboard-tray Erherbung für die Mainboard Montage. An den 7 Erweiterungs-Slots hat das Gehäuse 3 Erhebungen zur dierekten Verschraubung. Die Obere und die Untere wird für Montage eines ATX Brettes benötigt. Die Mittlere wird für die Montage eines micro ATX mainboardes gebraucht. Um Kurzschlüsse bei ATX Brettern zu Vermeiden, hat Corsair ein nicht leitendes Pad darauf geklebt. Soweit ist es Auch in Ordnung. Mein Mainboard hat an genau Dieser Stelle Zwei Kondensatoren aufgelötet und deren abstehenden Kontakte stören bei der Montage. Das Brett biegt sich um einige millimeter. Es ist mehr ein Schönheitsfehler, mich hat es aber gestört. Ich habe deshalb die nicht für ATX benötigte Erhebung mit einer Dremel chirurgisch entfernt. Danach hatte ich wieder einen ruhigen Schlaf. Ich hoffe, man versteht was Ich hier früh morgens versuche zu erklären.:rolleyes:
    #9
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    Zitat digitalbath;18545516
    Eine Sache, die bisher nicht angesprochen wurde und mich länger beschäftigt hat, ist eine Mainboard-tray Erherbung für die Mainboard Montage. An den 7 Erweiterungs-Slots hat das Gehäuse 3 Erhebungen zur dierekten Verschraubung. Die Obere und die Untere wird für Montage eines ATX Brettes benötigt. Die Mittlere wird für die Montage eines micro ATX mainboardes gebraucht. Um Kurzschlüsse bei ATX Brettern zu Vermeiden, hat Corsair ein nicht leitendes Pad darauf geklebt. Soweit ist es Auch in Ordnung. Mein Mainboard hat an genau Dieser Stelle Zwei Kondensatoren aufgelötet und deren abstehenden Kontakte stören bei der Montage. Das Brett biegt sich um einige millimeter. Es ist mehr ein Schönheitsfehler, mich hat es aber gestört. Ich habe deshalb die nicht für ATX benötigte Erhebung mit einer Dremel chirurgisch entfernt. Danach hatte ich wieder einen ruhigen Schlaf. Ich hoffe, man versteht was Ich hier früh morgens versuche zu erklären.:rolleyes:

    Klar, du hast die rot markierte Erhebung weggedremelt. ;)
    [ATTACH=CONFIG]185238[/ATTACH]

    Was mich noch abschreckt, ist, dass das Mesh-Gitter oben auf dem Gehäuse nicht sehr stabil wirkt. Ich habe einige Reviews auf Youtube gesehen und da wurde das auch gezeigt.
    #10
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    Zitat Fairy;18546264
    Klar, du hast die rot markierte Erhebung weggedremelt. ;)
    [ATTACH=CONFIG]185238[/ATTACH]

    Was mich noch abschreckt, ist, dass das Mesh-Gitter oben auf dem Gehäuse nicht sehr stabil wirkt. Ich habe einige Reviews auf Youtube gesehen und da wurde das auch gezeigt.


    Kann ich verstehen. es biegt sich schon durch wenn man mit dem Finger draufdrückt. Ich habe oben zwei Scythe Slip Stream 120mm Lüfter montiert. Es wird dadurch etwas stabilisiert. Man sollte da jedoch keine Wunder erwarten. Gestört hat es mich nie, da das Gitter etwas vertieft ist. Wenn man darauf achtet, dass man sich nicht darauf abstützt, sollte das kein Problem sein.
    #11
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    Sieht nach nem klasse Gehäuse zum fairen Preis aus.

    Aber: Wie kann man nur oben ein Mesh-Gitter verbauen? Werde ich nie verstehen. Das Risiko, dass da mal Flüssigkeit reinschwappt ist mir viel zu hoch. So ein gehäuse kann ich zu keiner LAN mitnehmen....


    #12
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    Wärme steigt bekanntlich nach oben :D
    #13
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    Habe das Gehäuse gestern gekauft, heute wird eingebaut, Rechner für'n Kumpel.

    Mich macht dieser voreingebaute Mobo-Stachel nicht so an. Braucht man den wirklich? Sieht so aus, als ob der höher ist als die regulären Mobo-Verschraubungen. Wird das Mobo dann nicht unnötig gebogen?

    Das Gehäuse hat ja keine normalen Abstandshalter, sondern diese Erhöhungen mit Löchern für die Schrauben. Ist es nicht schädlich fürs Mobo, wenn Metall dann Metall berührt?
    #14
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    Zitat Heimo;19471542
    Habe das Gehäuse gestern gekauft, heute wird eingebaut, Rechner für'n Kumpel.

    Mich macht dieser voreingebaute Mobo-Stachel nicht so an. Braucht man den wirklich? Sieht so aus, als ob der höher ist als die regulären Mobo-Verschraubungen. Wird das Mobo dann nicht unnötig gebogen?

    Das Gehäuse hat ja keine normalen Abstandshalter, sondern diese Erhöhungen mit Löchern für die Schrauben. Ist es nicht schädlich fürs Mobo, wenn Metall dann Metall berührt?



    So, gestern erfolgreich alles zusammen geschraubt. Ging sehr gut. Der voreingebaute Stift im Mobo-Tray stört natürlich nicht,dieser wird lediglich in ein Schraubnloch des Mobo gesteckt. So sind die anderen Löcher gleich an den richtigen Stellen.

    Platz ist ausreichend, ein Mugen3 und ATi 7950 passen gut rein.

    Kritikpunkte bisher: Die Öffnungen der Seitenwand und vor allem das Meshgitter oben sind zu offen irgendwie. Von oben zieht das Case nach ner Zeit viel Staub und es ist lauter,als wenn der Deckel geschlossen wäre. Die verbauten Luüfter sind gut laut und sollten gedrosselt werden.

    Über das Wochenende will ich mal die Buchsen bzgl. Sound und Mikro testen.
    #15
    Registriert seit: 22.09.2006

    Hauptgefreiter
    Beiträge: 166
    So abschliessende Info:

    Die Fronteingänge sind in der Tat auch beim aktuell gekauften Case noch vertauscht. Der Kopfhörer ist standartmässig der Mikroeingang und umgekehrt. Also vorne bewusst gleich vertauscht anschliessen und alles ist gut.

    Ansonsten bis auf das obere Meshgitter und die @stock lauten Lüfter für den Preis ein gutes Gehäuse.

    Probleme oder Abstürze bei benutzen von Front USB kann ich nicht bestätigen.
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