> > > > Test: SilverStone Temjin TJ04-E - die Evolution schreitet voran

Test: SilverStone Temjin TJ04-E - die Evolution schreitet voran - Testsystem, Belüftung und Messungen

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 7: Testsystem, Belüftung und Messungen

Neben der Verarbeitung und der Ausstattung des Gehäuses ist auch das Temperaturverhalten von elementarer Bedeutung.

Das Testsystem:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Folgende Komponenten wurden verbaut:

Eckdaten: Testsytem
Prozessor: Intel Core i3-530 @ 2,93 GHz
Prozessor-Kühler: Scythe Yasya, passiv gekühlt
Mainboard: Gigabyte GA-H55M-USB3
Arbeitsspeicher: 4096 MB Crucial 1333 MHz
Festplatte: Western Digital Raptor 74 GB
Grafikkarte: Sapphire Radeon HD 4670, passiv gekühlt
Betriebssystem: Windows 7 x64 Home Premium

Temperaturmessungen:

Um die maximalen Temperaturen des Prozessors zu ermitteln, wurde die CPU mittels des kostenlosen Stresstest-Tools Prime 95 für 30 Minuten ausgelastet. Da der Small FFT-Test erfahrungsgemäß die höchste Wärmeverlustleistung mit sich bringt, benutzen wir diesen Modus und protokollieren die maximalen Kerntemperaturen mit dem Systemtool Lavalys Everest. Die einzelnen Kerntemperaturen werden addiert und durch die Anzahl der physikalischen Kerne dividiert.

Im direkten Anschluss wurde die Grafikkarte mittels FurMark auf Temperatur getrieben. FurMark ist ein kostenloser OpenGL-Benchmark und bietet einen Xtreme-Burning-Mode, der die Grafikkarte temperaturmäßig ans Limit bringt. Auch die Grafikkarte wurde 30 Minuten lang ausgelastet.

Die Betrachtung der Temperaturen im Idle-Zustand (= Leerlauf) wird zunehmend uninteressanter, da sowohl die Prozessor- als auch die Grafikkartenhersteller sehr gute Stromspartechniken entwickelt haben. Im Zuge dessen werden die Rechenkerne im Idle-Zustand herunter getaktet und die Stromspannung reduziert. Infolgedessen wird die erzeugte Abwärme auf ein Minimum reduziert.

Unsere Messungen brachten folgendes Ergebnis hervor:

Beurteilung der Temperaturen:

Wir haben unser Testsystem so aufgebaut, dass alle Komponenten passiv gekühlt werden. Damit wollen wir den Einfluss der jeweiligen Gehäusekühlung noch besser verdeutlichen. Größere Differenzen zwischen den einzelnen Meßwerten bestätigen diesen Ansatz.

SilverStone lässt die drei verbauten Lüfter mit 1200 U/min laufen. Dadurch sind sie zwar nicht unhörbar, erzeugen aber einen soliden Luftdurchsatz. Die Temperaturen fallen dementsprechend aus. Sie liegen deutlich unter den Temperaturen des eher schlecht gekühlten Midgard II, aber bei CPU und GPU klar oberhalb der Temperaturen des Eleven Hundred mit seinen hochdrehenden Lüftern. Am ehesten lassen sie sich mit den Temperaturen des LanCool PC-K9X vergleichen, dass ebenfalls über drei vormontierte Lüfter verfügt. Allerdings arbeiten die SilverStone-Lüfter für diese Kühlleistung hörbar leiser als die Lüfter der Konkurrenz von LanCool. Das Überdruck-Kühlkonzept mit einsaugendem Seitenteil- und Deckellüfter geht also auf und scheint dem klassischeren LanCool-Konzept mit zwei Frontlüftern und einem Rückwandlüfter überlegen.

Weitere Messungen in der Übersicht:

Wir messen die maximale Höhe des Prozessorkühlers und die maximale Grafikkartenlänge mit Hilfe eines handelsüblichen Zollstocks und berücksichtigen auch vorhandene Hersteller- bzw. Händlerangaben. Daraus resultieren gewisse Messungenauigkeiten. Die Werte können zwar als Orientierung dienen, sind aber keineswegs mm-genau.

Höhe Prozessorkühler:

Mit einer maximalen Höhe von reichlich 16 cm können die meisten Tower-Kühler verbaut werden - so auch der 159 mm hohe Scythe Yasya unseres Testsystems.

Grafikkartenlänge:

31 cm Platz für Grafikkarten ist haarscharf so kalkuliert, dass selbst die Radeon HD 5970, die längste reguläre Grafikkarte, knapp passen sollte. Dank des modularen Festplattenkäfigs lässt sich der Platz aber sogar noch auf etwa 47 cm vergrößern.

 

Social Links

Seitenübersicht

Kommentare (8)

#1
customavatars/avatar34886_1.gif
Registriert seit: 06.02.2006
Münster (Westf)
Hardwarejunkie
Beiträge: 3138
Danke für den expliziten Vergleich zum K9X am Ende des Fazits, sehr hilfreich.
Für mich bleibt das K9X damit vorne, finde es vom Design auch noch etwas hübscher und das Lüfterkonzept ansprechender (vielleicht einfach, weil es mehr dem "Gewohnten" entspricht).
#2
customavatars/avatar169131_1.gif
Registriert seit: 31.01.2012

Gefreiter
Beiträge: 46
Sehr schönes Case, vorallem überzeugt aber das Lüftungskonzept.

Endlich mal ein Case welches, Front bzw. hier Seiten sowieso Boden Lüfter besitzt und dazu noch 2 Top Lüfter.
So muss es sein.

Für fast jeden AMD Kühler sind nämlich Top Lüfter Pflicht. Ein Rear Lüfter bringt nämlich meiner Meinung nach weniger Performance weil im Top sich trotzdem Wärme stauen kann.
#3
customavatars/avatar83674_1.gif
Registriert seit: 28.01.2008

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 467
Ich versteh nicht warum Silverstone da immer so ne Seifenschale in Deckel machen muss...
Das Gehäuse sieht ansich ja echt schick aus, aber mit damit geht das für mich, wie schon das Fortress-01, garnicht.
#4
customavatars/avatar79534_1.gif
Registriert seit: 09.12.2007
EckTownCity
Flottillenadmiral
Beiträge: 5184
;) da hat LumiLOrn das richtige wort gefunden
"Seifenschale"

ansich ist das gehäuse sehr schick, aber die sog. frontanschlüsse im top, nicht sehr verlockend
#5
customavatars/avatar135514_1.gif
Registriert seit: 01.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 393
Sehr schönes Case. Ein bisschen teuer für das gebotene, aber technisch sehr überzeugend.
Die Montage durch Schrauben empfinde ich nicht als Nachteil, da man beim Systembau sowieso einen Schraubenzieher zur Hand haben muss.

Den folgenden Satz ist allerdings schlichtweg falsch: "Das LanCool-Modell bietet ebenfalls [...], leicht abnehmbare Staubfilter..."
Wenn man für das Wechseln der Staubfilter die komplette Gehäusefront demontieren UND das Gehäuse auf die Seite legen muss, ist das niemals "leicht abnehmbar" !
Das ist beim Temjin unendlich viel besser gelöst.
#6
customavatars/avatar15872_1.gif
Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3675
@Glenlivet: Die Gehäusefront lässt sich bei dem LanCool ja mit einem Handgriff abziehen und genauso schnell wieder andrücken. Das ist imho kein Hindernis. Beim NT-Staubfilter gebe ich dir aber völlig recht, da wäre leicht eine praktikablere Lösung möglich gewesen.
#7
customavatars/avatar129573_1.gif
Registriert seit: 14.02.2010
Lüneburg & Wunstorf (Nds.)
Hauptgefreiter
Beiträge: 251
Zitat Pringels;18478495
;) da hat LumiLOrn das richtige wort gefunden
"Seifenschale"

ansich ist das gehäuse sehr schick, aber die sog. frontanschlüsse im top, nicht sehr verlockend


Ansich ist so etwas natürlich immer Geschmackssache diese Schale bietet aber einen unglaublichen Vorteil: Eingesteckte USB-Sticks können nicht so leicht abbrechen oder auch nur die Buchse belasten, wenn man dagegen kommt, selbst wenn man unachtsam etwas auf das Gehäuse drauflegt, während der Stick halt drinsteckt. Trotzdem, für das Geld gibts ja mittlerweise schon das (fast) das silberne TJ10-window bei Caseking, das würde ich diesem hier dann doch vorziehen :)
#8
Registriert seit: 17.08.2006
Ruhrgebiet
Hauptgefreiter
Beiträge: 137
Das SST-TJ09S-W und das SST-TJ10S-W in silber sind aber Gehäuse, die abverkauft werden und vorher für 249 Euro verkauft wurden. Nun kosten beide Gehäuse zwar die Hälfte, aber das kann man nicht als Grundlage für einen Preisvergleich nehmen. Ich habe gerade erst einen PC mit TJ09-Gehäuse gebaut und das moderne Kabelmanagement, bei dem man die Kabel durch Aussparungen im Mainboardträger nach hinten führt, fehlt mir wirklich. Warum Silverstone beim Temjin TJ04-E jedoch nicht einmal Gummiverkleidungen für die Aussparungen im Mainboardträger einsetzt, ist mir schleierhaft. Das macht z. B. Bitfenix beim Raider Midi-Tower für 75 Euro erheblich besser.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!