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Test: Xilence Interceptor Pro - zwei Rechner in einem Gehäuse - Fazit

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Seite 9: Fazit

Xilence bietet mit dem Interceptor Pro ein Nischenprodukt an. Das Gehäuse ist vor allem dann interessant, wenn ein leistungsstarkes Hauptsystem mit vielen Laufwerken zusammen mit einem kleinen Mini-ITX-System in einem Gehäuse untergebracht werden soll. Ein mögliches Anwendungsszenario für das Gehäuse sieht z.B. wie folgt aus: im unteren Teil wird ein potentes Gamer-System verbaut, das aber einen hohen Stromverbrauch hat. Für Alltagsnutzung kommt hingegen ein sparsames Mini-ITX-System zum Einsatz, das sich darüber verbauen lässt. Eine solche Nutzung ist nur in ganz wenigen Gehäusen möglich - Thermaltakes älteres Mozart TX Cube (mit Platz für ein ATX- und ein Mini-ITX-System) ist z.B. noch ein Beispiel. Allerdings darf bezweifelt werden, dass ein solches Kombi-Gehäuse wirklich viele Käufer finden wird. Dementsprechend sinnvoll erscheinen die alternativen Nutzungsmöglichkeiten des oberen Segments. Ein zweites Netzteil lässt sich zwar auch in manchem normalen HPTX-Gehäuse unterbringen, aber die Möglichkeit, einen Quad- und Triple-Radiator übereinander zu verbauen, ist natürlich ungewöhnlich.

Das Interceptor Pro überzeugt nicht nur mit dem vielseitigen Konzept, sondern auch mit einigen Detaillösungen. Das gilt z.B. für die nach unten aufschwingenden Türen des Mini-ITX-Segments, für das Kabelmanagement im unteren Bereich (wenn man den knappen Platz hinter dem Tray ausklammert), die zahlreichen Schlauchdurchführungen auf der Rückseite oder die leicht entnehmbaren Staubfilter unter dem Netzteil und im Seitenteil. Beachtlich ist aber vor allem, dass alle HDD/SSD-Einschübe Hot Swap bieten. Und zudem sind zwölf 3,5- und/oder 2,5-Zoll-Laufwerksplätze natürlich auch eine beachtlich hohe Anzahl. Negativ fällt allerdings die Montage auf, bei der ein Schraubenzieher unverzichtbar ist. Auch die fehlende Entkopplung ist ein Kritikpunkt - die Zugriffsgeräusche unserer WD Raptor waren im Xilence-Gehäuse sehr prägnant. 

Die verbauten Lüfter sind eigentlich eher auf leisen Betrieb als auf hohe Kühlleistung hin ausgelegt. Wir hatten aber bei unserem Muster Pech, bei einem der Frontlüfter traten laute Nebengeräusche auf. Etwas unglücklich gelöst wurden die verstellbaren Lufteinlässe im Deckel. Selbst maximal geöffnet lassen sie nur wenig Luft ins Gehäuse. Sehr positiv fallen hingegen die Möglichkeiten auf, die das Gehäuse für den Einsatz einer Wasserkühlung bieten kann. Dass sich im Deckel ein Quad- und ein Triple-Radiator übereinander verbauen lassen, ist sehr beachtlich.

 

Das Xilence-Flaggschiff bereichert das Gehäuse-Segment um ein in dieser Form einzigartiges Produkt. Ein Vergleich mit anderen Gehäusen ist dementsprechend schwer möglich. Für sich genommen, kann das Xilence Pro in vielen Punkten überzeugen - auch wenn es im Detail noch Raum für Verbesserungen gibt.

Positive Aspekte des Xilence Interceptor Pro:

  • zwei Systeme können in einem Gehäuse untergebracht werden
  • unteres Segment geräumig, Platz für HPTX-Mainboard
  • Hot-Swap für alle 2,5- und 3,5-Zoll-Laufwerke
  • werkzeuglose Montage von Erweiterungskarten und optischen Laufwerken
  • oberes Segment optional für zweites Netzteil oder aufwändige Wasserkühlung (Quad- und Tripled-Radiator gemeinsam) nutzbar
  • Staubfilter vor einsaugenden Lüftern

Negative Aspekte des Xilence Interceptor Pro:

  • hohes Gewicht
  • keine Festplatten- und Netzteilentkopplung
  • keine Lüftersteuerung, beim Sample erzeugte ein Frontlüfter laute Nebengeräusche
  • Deckelklappen behindern Luftstrom sehr
  • Mini-ITX-Segment ohne Kabelmanagement, ungünstige Netzteilposition, nur SFX-Netzteile nutzbar, I/O-Panel für das Mini-ITX-System ohne USB 3.0
  • Platz zwischen Mainboard-Tray und Seitenteil relativ knapp
  • Front-Staubfilter nicht so leicht entfernbar wie die Filter vor dem Netzteil und im Seitenteil



     

     

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    Kommentare (10)

    #1
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    Registriert seit: 17.07.2010

    Gefreiter
    Beiträge: 51
    Meine erste Reaktion als ich die Ausmaße von dem Case gesehen habe
    [ATTACH=CONFIG]182775[/ATTACH]

    Einfach gigantisch. Ob nun viele die vollen Möglichkeiten des Gehäuses nutzen werden bezweifle ich. Xilence hat hat hier, wie im Review schon erwähnt, ein Gehäuse für einen absoluten Nischenmarkt entworfen. Die verbaute Hardware kommt da richtig klein und verloren drin vor xD
    #2
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    Registriert seit: 12.08.2006

    Oberstabsgefreiter
    Beiträge: 507
    PC cases - Y U SO UGLY???
    #3
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    Registriert seit: 14.06.2009
    Hamburg
    Korvettenkapitän
    Beiträge: 2151
    Wie soll das jetzt funktionieren? Man schließt Monitor,Tastertur, Maus, Sound, Drucker ans ITX System an, um zu sürfen. Möchte man zocken, muss man nur schnell den 20KG Tower drehen, hinten umstecken und schon gehts los?
    Ich weiß ja nicht...
    #4
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    Registriert seit: 02.12.2004
    Leipzig
    [online]-Redakteur
    Beiträge: 3675
    @pescA: http://de.wikipedia.org/wiki/KVM-Switch
    #5
    Registriert seit: 21.06.2010
    Essen
    Obergefreiter
    Beiträge: 100
    Mh eigentlich fast Perfekt für mich. Nutze ein Gamingsys und ein mITX sys. Nur wohnzimmertauglich ist das Gehäuse nicht (hab nur 2 Räume). Werds mir trotzdem mal zulegen und dann ein mITX mit e-450 und ein 2011er sys mit Wakü verbauen. Besser einen Klotz im Raum stehen zu haben als 2.
    #6
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    Registriert seit: 02.09.2010

    Fregattenkapitän
    Beiträge: 3066
    Das Ganze jetzt nur noch von einem anständigen Hersteller, der nicht nur Plastik verwendet. Dann wird es aber wohl unbezahlbar...
    #7
    @pescA
    Es gibt z.B. die Möglichkeit für kleines Geld einen USB-Switch zu erstehen. Dann kannst du einfach per Schalter deine Maus und Tastatur, von einem auf den anderen Rechner umschalten. Gleiches gilt auch für weitere USB-Geräte.

    Gute Monitore bieten die Möglichkeit, zwischen den einzelnen Monitoreingängen hin und her zu schalten. Da kann man auf einen Switch, ganz verzichten. So kann man den Hauptrechner z.B. per HDMI anschließen und den kleinen Rechner an den DVI oder Display-Port.

    Die Alternative wäre, einfach beide Rechner laufen zu lassen. Die Frau zockt am Hauptrechner während der Mann im Haus, auf dem kleinen Rechner surfen darf. :asthanos:

    Der Gedanke war natürlich nicht nur, den Leuten die Möglichkeit zu geben, zwischen zwei Rechnern hin und her zu wechseln, sondern auch, dass zwei Leute nur ein Gehäuse brauchen. So muss für einen weiteren Arbeitsplatz, der nicht zum Spielen benötigt wird, kein extra Tower irgendwo untergebracht werden. Denn egal wie klein ein Mini-ITX-Gehäuse ist, es nimmt definitiv Platz weg. Hier wird einfach der Raum über einem Tower verwendet.
    #8
    Registriert seit: 07.08.2005
    Detmold
    Oberleutnant zur See
    Beiträge: 1302
    Clonemaster, "mountain mods"... aber dann bist natürlich direkt bei 400-500 euro, dafür aber alu-gehäuse etc.
    #9
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    Registriert seit: 19.11.2006
    Magdeburg
    Kapitänleutnant
    Beiträge: 1914
    Viel zu klotzig und nen ITX System bringt vlt. nen mobilen Server mit, aber extra fürs Server umstellen? Ich denke allein die Anschaffung rechnet sich da nicht... ich nutze meinen PC für alled, spielen, arbeiten und surfen - bis ich ne ITX System "gespart" hätte, ist der schon 2 mal gewechselt.
    #10
    Registriert seit: 26.01.2004
    Köln
    Hauptgefreiter
    Beiträge: 133
    Der Sinn erschließt sich mir noch nicht ganz.
    Ich brauche immer noch zwei Netzteile?

    Warum gibt es nicht endlich eine Softwarelösung, z.B. in Windows 8? MS kann nicht behaupten sie wüssten nicht von dem Wunsch, ich glaube den habe ich mal bei denen in ein entsprechendes Forum geschrieben. Sie warben ja mal damit, Wünsche der Kunden zu erfüllen :-) .

    Es wäre genial, wenn man im System einem HDMI/DVI...-Ausgang einen eigenen "PC" zuweisen könnte. Aber nicht dass man da ein weiteres mal ein OS installieren muss (wie bei einem "virtuellen PC"), das sollte das OS selbst machen.
    Mit eigenem Desktop, eigenen Eingabegeräten (man müsste nur USB-Geräte diesem "PC" zuweisen) etc..
    Auch Soundkarten usw. könnte man zuweisen.
    Die Leistung des PC würde gleichmäßig geteilt.

    Neben zwei unabhängigen PC-Plätzen könnte man es auch für einen HTPC nutzen.
    Den zusätzlichen "PC" auf den HDMI-Ausgang legen, darauf startet man MediaPortal, MediaCenter etc.. Die Fernbedienung und Tastatur bedienen NUR diesen "PC". Und auf dem Hauptrechner kann man während jemand auf dem TV fernsieht etc., surfen, spielen etc..

    Es gab mal Karten, ich glaube noch ISA, da war ein VGA-Ausgang und PS2 für Maus/Tastatur dran. Natürlich ohne Sound. Aber so hatte man beliebig weitere "Rechner" in einem Rechner.
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