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Test: Xilence Interceptor Pro - zwei Rechner in einem Gehäuse - Testsystem, Belüftung und Messungen

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Seite 8: Testsystem, Belüftung und Messungen

Neben der Verarbeitung und der Ausstattung des Gehäuses ist auch das Temperaturverhalten von elementarer Bedeutung.

Das Testsystem für den HPTX-Teil des Gehäuses:

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Folgende Komponenten wurden im Hauptsegment verbaut:

Eckdaten: Testsytem
Prozessor: Intel Core i3-530 @ 2,93 GHz
Prozessor-Kühler: Scythe Yasya, passiv gekühlt
Mainboard: Gigabyte GA-H55M-USB3
Arbeitsspeicher: 4096 MB Crucial 1333 MHz
Festplatte: Western Digital Raptor 74 GB
Grafikkarte: Sapphire Radeon HD 4670, passiv gekühlt
Betriebssystem: Windows 7 x64 Home Premium

Das Testsystem für den Mini-ITX-Teil des Gehäuses:

Folgende Komponenten wurden für das Mini-ITX-System verbaut:

Eckdaten: Testsytem
Prozessor: Intel Pentium G6950
Prozessor-Kühler: Boxed-Kühler
Mainboard: Gigabyte GA-H55M-USB3
Arbeitsspeicher: 2048 MB Crucial 1333 MHz
Festplatte: Western Digital Raptor 74 GB
Grafikkarte: -
Betriebssystem: Windows 7 x64 Home Premium

Temperaturmessungen:

Um die maximalen Temperaturen des Prozessors zu ermitteln, wurde die CPU mittels des kostenlosen Stresstest-Tools Prime 95 für 30 Minuten ausgelastet. Da der Small FFT-Test erfahrungsgemäß die höchste Wärmeverlustleistung mit sich bringt, benutzen wir diesen Modus und protokollieren die maximalen Kerntemperaturen mit dem Systemtool Lavalys Everest. Die einzelnen Kerntemperaturen werden addiert und durch die Anzahl der physikalischen Kerne dividiert.

Im direkten Anschluss wurde die Grafikkarte mittels FurMark auf Temperatur getrieben. FurMark ist ein kostenloser OpenGL-Benchmark und bietet einen Xtreme-Burning-Mode, der die Grafikkarte temperaturmäßig ans Limit bringt. Auch die Grafikkarte wurde 30 Minuten lang ausgelastet.

Die Betrachtung der Temperaturen im Idle-Zustand (= Leerlauf) wird zunehmend uninteressanter, da sowohl die Prozessor- als auch die Grafikkartenhersteller sehr gute Stromspartechniken entwickelt haben. Im Zuge dessen werden die Rechenkerne im Idle-Zustand herunter getaktet und die Stromspannung reduziert. Infolgedessen wird die erzeugte Abwärme auf ein Minimum reduziert.

Unsere Messungen brachten folgendes Ergebnis hervor:

Beurteilung der Temperaturen:

Bei zwei Testsystemen komplizieren sich die Temperaturmessungen. Wir haben unseren Temperaturtest mit beiden Systemen separat durchgeführt und die Ergebnisse im Diagramm mit den Werten eines normalen HPTX-Gehäuses (Aerocool Strike-X ST) und den Werten eines Mini-ITX-Gehäuses (Lian Li PC-TU200) verglichen. Die Messwerte des Mini-ITX-Systems sind in beiden Gehäusen ähnlich. Beim Interceptor Pro wird die Festplatte im oberen Segment allerdings etwas heißer - angesichts der Lage der beiden Hot-Swap-Einschübe war das allerdings auch zu erwarten. Bei den Messreihen für den HPTX-Teil fällt nur die noch etwas höhere Grafikkartentemperatur auf. Angesichts der zurückhaltenden Lüfterbestückung des Xilence-Gehäuses ist das aber auch kein Wunder.

Insgesamt bewegen sich die Messergebnisse noch im Rahmen - bei nur drei Lüftern, die zumal mit relativ geringer Umdrehungsgeschwindigkeit arbeiten, waren allerdings auch trotz des gigantischen Gehäusevolumens keine Wunderdinge zu erwarten.

Weitere Messungen in der Übersicht:

Wir messen die maximale Höhe des Prozessorkühlers und die maximale Grafikkartenlänge mithilfe eines handelsüblichen Zollstocks und berücksichtigen auch vorhandene Hersteller- bzw. Händlerangaben. Daraus resultieren gewisse Messungenauigkeiten. Die Werte können zwar als Orientierung dienen, sind aber keineswegs mm-genau.

Höhe Prozessorkühler:

Mit einer maximalen Höhe von etwa 18 cm sollten alle handelsüblichen Tower-Kühler verbaut werden können - so auch der 159 mm hohe Scythe Yasya unseres Testsystems.

Grafikkartenlänge:

Das Gehäuse kann Grafikkarten mit bis zu etwa 37 cm Länge aufnehmen. Für typische Grafikkarten ist also mehr als genug Platz.

 

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Kommentare (10)

#1
customavatars/avatar137401_1.gif
Registriert seit: 17.07.2010

Gefreiter
Beiträge: 51
Meine erste Reaktion als ich die Ausmaße von dem Case gesehen habe
[ATTACH=CONFIG]182775[/ATTACH]

Einfach gigantisch. Ob nun viele die vollen Möglichkeiten des Gehäuses nutzen werden bezweifle ich. Xilence hat hat hier, wie im Review schon erwähnt, ein Gehäuse für einen absoluten Nischenmarkt entworfen. Die verbaute Hardware kommt da richtig klein und verloren drin vor xD
#2
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Registriert seit: 12.08.2006

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 507
PC cases - Y U SO UGLY???
#3
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Registriert seit: 14.06.2009
Hamburg
Korvettenkapitän
Beiträge: 2151
Wie soll das jetzt funktionieren? Man schließt Monitor,Tastertur, Maus, Sound, Drucker ans ITX System an, um zu sürfen. Möchte man zocken, muss man nur schnell den 20KG Tower drehen, hinten umstecken und schon gehts los?
Ich weiß ja nicht...
#4
customavatars/avatar15872_1.gif
Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3663
@pescA: http://de.wikipedia.org/wiki/KVM-Switch
#5
Registriert seit: 21.06.2010
Essen
Obergefreiter
Beiträge: 100
Mh eigentlich fast Perfekt für mich. Nutze ein Gamingsys und ein mITX sys. Nur wohnzimmertauglich ist das Gehäuse nicht (hab nur 2 Räume). Werds mir trotzdem mal zulegen und dann ein mITX mit e-450 und ein 2011er sys mit Wakü verbauen. Besser einen Klotz im Raum stehen zu haben als 2.
#6
customavatars/avatar139851_1.gif
Registriert seit: 02.09.2010

Fregattenkapitän
Beiträge: 3049
Das Ganze jetzt nur noch von einem anständigen Hersteller, der nicht nur Plastik verwendet. Dann wird es aber wohl unbezahlbar...
#7
@pescA
Es gibt z.B. die Möglichkeit für kleines Geld einen USB-Switch zu erstehen. Dann kannst du einfach per Schalter deine Maus und Tastatur, von einem auf den anderen Rechner umschalten. Gleiches gilt auch für weitere USB-Geräte.

Gute Monitore bieten die Möglichkeit, zwischen den einzelnen Monitoreingängen hin und her zu schalten. Da kann man auf einen Switch, ganz verzichten. So kann man den Hauptrechner z.B. per HDMI anschließen und den kleinen Rechner an den DVI oder Display-Port.

Die Alternative wäre, einfach beide Rechner laufen zu lassen. Die Frau zockt am Hauptrechner während der Mann im Haus, auf dem kleinen Rechner surfen darf. :asthanos:

Der Gedanke war natürlich nicht nur, den Leuten die Möglichkeit zu geben, zwischen zwei Rechnern hin und her zu wechseln, sondern auch, dass zwei Leute nur ein Gehäuse brauchen. So muss für einen weiteren Arbeitsplatz, der nicht zum Spielen benötigt wird, kein extra Tower irgendwo untergebracht werden. Denn egal wie klein ein Mini-ITX-Gehäuse ist, es nimmt definitiv Platz weg. Hier wird einfach der Raum über einem Tower verwendet.
#8
Registriert seit: 07.08.2005
Detmold
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1302
Clonemaster, "mountain mods"... aber dann bist natürlich direkt bei 400-500 euro, dafür aber alu-gehäuse etc.
#9
customavatars/avatar51854_1.gif
Registriert seit: 19.11.2006
Magdeburg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1914
Viel zu klotzig und nen ITX System bringt vlt. nen mobilen Server mit, aber extra fürs Server umstellen? Ich denke allein die Anschaffung rechnet sich da nicht... ich nutze meinen PC für alled, spielen, arbeiten und surfen - bis ich ne ITX System "gespart" hätte, ist der schon 2 mal gewechselt.
#10
Registriert seit: 26.01.2004
Köln
Hauptgefreiter
Beiträge: 131
Der Sinn erschließt sich mir noch nicht ganz.
Ich brauche immer noch zwei Netzteile?

Warum gibt es nicht endlich eine Softwarelösung, z.B. in Windows 8? MS kann nicht behaupten sie wüssten nicht von dem Wunsch, ich glaube den habe ich mal bei denen in ein entsprechendes Forum geschrieben. Sie warben ja mal damit, Wünsche der Kunden zu erfüllen :-) .

Es wäre genial, wenn man im System einem HDMI/DVI...-Ausgang einen eigenen "PC" zuweisen könnte. Aber nicht dass man da ein weiteres mal ein OS installieren muss (wie bei einem "virtuellen PC"), das sollte das OS selbst machen.
Mit eigenem Desktop, eigenen Eingabegeräten (man müsste nur USB-Geräte diesem "PC" zuweisen) etc..
Auch Soundkarten usw. könnte man zuweisen.
Die Leistung des PC würde gleichmäßig geteilt.

Neben zwei unabhängigen PC-Plätzen könnte man es auch für einen HTPC nutzen.
Den zusätzlichen "PC" auf den HDMI-Ausgang legen, darauf startet man MediaPortal, MediaCenter etc.. Die Fernbedienung und Tastatur bedienen NUR diesen "PC". Und auf dem Hauptrechner kann man während jemand auf dem TV fernsieht etc., surfen, spielen etc..

Es gab mal Karten, ich glaube noch ISA, da war ein VGA-Ausgang und PS2 für Maus/Tastatur dran. Natürlich ohne Sound. Aber so hatte man beliebig weitere "Rechner" in einem Rechner.
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