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Test: Thermaltake Level 10 GT LCS - Wasserkühlung an Bord

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Seite 6: Fazit

Thermaltake bietet mit dem Level 10 GT LCS ein überzeugendes Gehäuse im Bundle mit einer vormontierten Wasserkühlung, der Thermaltake BigWater 850, an. Diese Kühlung soll niedrigere Prozessortemperaturen ermöglichen und reizt dementsprechend dazu, die gewonnenen Reserven zur Übertaktung der CPU zu nutzen. Der Pentium G6950 unseres Testsystems ist dank Intels Clarkdale-Architektur ohnehin ein kleines Übertaktungswunder, auch das verwendete Gigabyte-Mainboard (GA-H55M-USB3) hat Potential. In Kombination mit der Thermaltake-Kühlung konnten wir dann ein hervorragendes Ergebnis erzielen: locker erreichte 2 GHz-Mehrtakt sind natürlich beachtlich. Bei aller Euphorie über das erreichte Übertaktungsergebnis darf aber nicht vergessen werden, dass die verbaute Wasserkühlung auch einige gravierende Schwächen hat.

Das beginnt bereits beim grundlegenden Aufbau. Durch den Boom geschlossener Komplettwasserkühlungen haben herkömmliche Komplettwasserkühlungen wie Thermaltakes BigWater 850 einen schweren Stand. Sie sind deutlich aufwendiger zu montieren und benötigen regelmäßige Wartung, in aller Regel liegt ihre Kühlleistung aber deutlich unter der Kühlleistung von individuell zusammengestellten Lösungen. Dazu kommen individuelle Schwächen der im Level 10 GT LCS verbauten Kühlung. Die Kombination aus Aluminiumradiator und Kupferkühler erfordert eine spezielle Kühlflüssigkeit. Ob Korrosionsprobleme damit bei längerer Nutzung wirklich ausgeschlossen werden, können wir aus Zeitgründen nicht herausfinden. Die Pumpe arbeitet hingegen zu laut, um die Kühlung silent-geeignet zu machen. Schließlich ist es bedauerlich, dass Thermaltake keinen Weg gefunden hat, um die Steuerung der Gehäuse- und der Radiatorenlüfter über ein gemeinsames Bedienelement zu realisieren.

Während wir dem regulären Thermaltake Level 10 GT unseren Excellent-Hardware-Award verleihen konnten, geht die LCS-Variante leer aus. Die Schwächen der BigWater 850-Kühlung überwiegen doch deutlich. Wer das Level 10 mit Wasserkühlung nutzen möchte, sollte den Aufpreis für das LCS-Modell lieber entweder in eine unkompliziertere geschlossene Komplettwasserkühlung investieren oder als Grundstock für eine selbst zusammengestellte Wasserkühlung zurücklegen. 

Positive Aspekte des Thermaltake Level 10 GT LCS:

  • CPU-Kühlung durch vormontierte Wasserkühlung verbessert
  • ungewöhnliche Optik
  • Gehäuselüfter mit einheitlichen Leuchteffekten, Lüfterdrehzahl in zwei Stufen regelbar (Lüfter am Radiator separat stufenlos regelbar)
  • umfassend ausgestattetes I/O-Panel
  • besonders viel Platz für lange Erweiterungskarten
  • zahlreiche außergewöhnliche Detaillösungen, vom Tür-Seitenteil bis hin zum Kopfhörerhalter
Negative Aspekte des Thermaltake Level 10 GT LCS:
  • Wasserkühlung mit Schwächen: Aluminiumradiator, keine Standardanschlüsse, laute Pumpe
  • hoher Preis
  • Festplattenmontage nicht werkzeugfrei, Fixierung der Erweiterungskarten 
  • Netzteil liegt auf nacktem Metall auf
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Kommentare (15)

#6
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Registriert seit: 24.02.2005

Moderator
Luft statt Wasser
Beiträge: 22544
Leider wurde der Artikel noch zusätzlich als News publiziert, dadurch die Kommentar-Funkiton direkt unter dem Artikel statt wie gewohnt in einem separaten Thread im Forum, der am Artikel-Ende verlinkt wurde.
Wird bald behoben. :wink:
#7
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Registriert seit: 15.10.2010

Stabsgefreiter
Beiträge: 311
LOL.... € 299,90, 10% Rücklaufquote und hässlich wie die Nacht! Na, wenn das Ding nicht weggeht wie warme Semmel dann weiß ich es auch nicht. ;)
#8
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Registriert seit: 03.01.2006
Thüringen/Erfurt
Admiral
Beiträge: 18686
Ich finde das Gehäuse sehr geil!
Aber noch geiler ist das normale level 10 :)
#9
Registriert seit: 12.09.2005
Niedersachsen
Hauptgefreiter
Beiträge: 233
modern, ergonomisch, stylish... oh... wait...
#10
Registriert seit: 11.09.2008

Matrose
Beiträge: 17
Abgesehen von der allgemeinen Qualität der verbauten Wasserkühlung: Welchen Sinn macht es grundsätzlich die CPU statt der GPU mit Wasser zu kühlen? Heutige CPUs geben, im Vergleich zu HD6970 oder GTX580, nur noch recht wenig Wärme ab und sind problemlos mit einem hochwertigen Luftkühler auf angenehmen Temperaturen bei fast unhörbarer Geräuschkulisse zu halten. Da erschließt sich mir der Sinn dieses Konzepts nicht wirklich.
#11
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Registriert seit: 03.01.2006
Thüringen/Erfurt
Admiral
Beiträge: 18686
Hast du schon mal nen CPU richtig übertaktet?
#12
Registriert seit: 11.09.2008

Matrose
Beiträge: 17
Mein Q9550 läuft mit 3,6GHz. Dabei langweilt sich mein Noctua NH-U12P, obwohl er sicher nichtmehr zu den stärksten Luftkühlern gehört. Und aktuelle CPUs werden noch ein gutes Stück kühler bleiben.

Aber viel offensichtlicher wird es doch, wenn man den Stromverbrauch der einzelnen Komponenten vergleicht: eine GTX 580 hat eine TDP von 244 Watt, ein i7 2600k kommt auf 95 Watt. Mir ist bewusst, dass die TDP nicht direkt was über den Stromverbauch aussagt, aber trotzdem sollte klar sein, was in den meisten aktuellen Spielerechnern das hitzigste Bauteil ist.
#13
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Registriert seit: 03.01.2006
Thüringen/Erfurt
Admiral
Beiträge: 18686
Ich lass meinen Q9650 auf 4,3Ghz 24/7 laufen das ist schon ein kleiner unterscheid ;)
Und zum benchen muss er 4,6GHz aushalten das packt keine Luftkühlung.
#14
Registriert seit: 11.09.2008

Matrose
Beiträge: 17
An der Hitzeentwicklung einer GTX580 wird er wahrscheinlich trotzdem nicht kratzen ;)

Ich mein klar, am besten ist natürlich wenn Grafikkarte und CPU mit Wasser gekühlt werden. Aber nur die CPU mit Wasser zu kühlen und für den eigentlich größten Krachmacher keine Kühlung dieser Art vorzusehen, finde ich nicht besonders effektiv.
#15
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Registriert seit: 17.12.2002

Miles are my Meditation
Beiträge: 58618
Könnten wir diese Grundsatzdiskussion bitte beilegen und zurück zum Thema kommen? :btt:
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