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Silverstone LC10-M+

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Seite 4: Silverstone LC10-M+ - Innere Features und Details

Das Gehäuse ließ sich leicht öffnen, nach dem Entfernen von drei Schrauben an der Rückseite konnte die Gehäuseabdeckung nach hinten gezogen und problemlos abgenommen werden. Etwas einfacher wäre es für den Anwender gewesen, wenn Silverstone an dieser Stelle Rändelschrauben angebracht hätte, bei einem Gehäuse dieser Preisklasse wären die geringen Mehrkosten für den Hersteller sicherlich zu verschmerzen gewesen. Auf der anderen Seite sind Rändelschrauben nicht unbedingt von Nöten, da an einem HTPC normalerweise weniger herumgeschraubt und aufgerüstet wird als bei einem normalen Computer.

Im Überblick wirkt der Innenraum des LC10-M+ sehr geräumig für ein Desktop-Gehäuse. Eine große Strebe, die quer durch das Gehäuse läuft soll für die nötige Stabilität sorgen, und wirklich - das Gehäuse wirkt sehr stabil und verwindungssteif. Erkauft wird dies allerdings mit einem für ein Case dieser Größenordnung verhältnismäßig hohen Gewicht. Die Querstrebe könnte allerdings beim Einbau eines Mainboards stören, da sie Verhindert, das Mainboard direkt von oben in das Gehäuse zu setzen, inwiefern sich das negativ auswirkt, dazu kommen wir gegen Ende dieses Artikels.

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Im Inneren befinden sich zwei 5,25“-Laufwerksschächte von denen allerdings nur einer nach außen geführt ist. Der zweite Schacht bietet somit nur die Möglichkeit eine Entkopplung beziehungsweise einen Kühler für eine Festplatte einzubauen, für ein Laufwerk mit Wechseldatenträgern ist er nutzlos. Damit das Laufwerk die Aluminium Front nicht sonderlich stört legt Silverstone eine Alublende ins Paket, die mit einem (im Lieferumfang enthaltenen) doppelseitigen Klebepad am Laufwerk angebracht wird. Eine Blende mit Klappmechanismus, wie sie beispielsweise in Lian Li-Gehäusen verbaut wird, hätte uns besser gefallen, da sich ein Klebepad schnell lösen kann und spätestens bei einem Wechsel des Laufwerks durch ein anderes ersetzt werden muss. Silverstone hätte zumindest ein zweites Pad in den Lieferumfang legen sollen. Geöffnet wird das Laufwerk über einen Aluminiumtaster in der Front.

Für 3,5“-Laufwerke gibt es vier interne Einschübe, externe Steckplätze sind nicht vorhanden. Einer der beiden Festplattenrahmen befindet sich unter den 5,25“-Laufwerksplätzen, er lässt sich zur Montage der HDD entfernen. Die restlichen drei Steckplätze sind in einem weiteren Rahmen rechts neben den 5,25“-Schächten untergebracht, auch dieser Rahmen lässt sich nach Lösen einer Schraube entfernen.

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Aufgrund der vielen externen USB-Anschlüsse ist ein externer 3,5“-Slot nicht unbedingt notwendig, Cardreader und Floppy-Laufwerke können problemlos über USB angeschlossen werden.

Rechts neben den Laufwerken befindet sich in einem Lüfterkäfig ein 80-mm-Fan. Dieser saugt durch die Lüftungsschlitze in der Front Luft an und bläst sie quer durch das Gehäuse. Bei dem verwendeten Käfig muss erst eine Schraube gelöst werden, um den Lüfter auszuwechseln. Heutzutage gibt es viele weitaus praktischere Befestigungsmethoden für Lüfter, die teilweise sogar zusätzlich entkoppelnd wirken. Der Lüfter wird über einen Molex-Anschluss mit dem Netzteil verbunden. Positiv ist hier aber, dass der Nutzer sogar auf einen größeren 90mm Lüfter umsteigen kann. Der Lüfter ist zwar nicht unbedingt laut, aber doch als hörbar zu bezeichnen.

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Etwas leiser sind die beiden 60-mm-Lüfter auf der Rückseite, sie werden über je einen 3-Pin-Anschluss am Mainboard angeschlossen. Eine Lüftersteuerung hat Silverstone leider nicht vorgesehen, die geringe Anzahl externer Laufwerksplätze erschwert es, einen Fancontroller nachzurüsten. Der Anwender muss also entweder, falls vorhanden, auf die Steuerung durch das Mainboard zurückgreifen oder die Lüfter dauerhaft auf 12 Volt laufen lassen.

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Eine umfangreiche Kabelpeitsche verbindet die Frontanschlüsse, den Power- und Reset-Schalter sowie das LC-Display mit dem Mainboard, das LCD wird wahlweise direkt intern oder an der ATX-Blende des Mainboards über USB angesteuert. Um ein Zerkratzen des Innenraumes zu vermeiden sind alle Kabel ordentlich zusammengeschnürt.

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Im Lieferumfang befinden sich selbstverständlich ausreichend Schrauben und Abstandshalter zur Installation des Mainboards, das Gehäuse kann ein Standard- und Mikro-ATX-Boards aufnehmen. Silverstone verzichtet hier auf einen Mainboardschlitten.

Auf der nächsten Seite kommen wir nun zum Einbau der Hardware und zu den Highlights des Gehäuses, der Fernbedienung und dem LC-Display.