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Test: Der leise PC auf Basis des Cooler Masters Silencio 550

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Seite 7: Zusammenfassung und Fazit

Ein selbst zusammengestelltes System auf leises Arbeiten auszurichten, ist bei weitem unkomplizierter als es noch vor ein paar Jahren der Fall war. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen sind die User vom Gedanken abgekommen, dass Leistung laut sein muss, des Weiteren haben auch die Hersteller „Silent-Hardware“ als Qualitätsmerkmal entdeckt und können es auch mit hochwertigen Produkten unterlegen. Auch wenn von den Marketingabteilungen mit Buzzwords wie „Ultra-Silent“ der Bereich überstrapaziert wird.

Zum anderen stand die Steigerung der Effektivität in vielen Bereichen auf der To-Do-Liste. Seit Jahren bildet eine TDP von 130 Watt im Desktop-Bereich die Obergrenze, die Pro-Takt-Leistung stieg hingegen. CPU-Kühler bieten hierfür genügend Reserven und können den Prozessor – der Test zeigte es – problemlos semi-passiv kühlen. Nicht zu vergessen sind die Verbesserungen im Netzteilmarkt. In den Anfangsjahren des neuen Jahrtausends fristeten die grauen Kisten ein Nischendasein. Initiativen wie GreenIT und 80plus sorgten aber auch hier für Aufschwung. Mittlerweile sind Netzteile mit einem Wirkungsgrad von über 87% (80plus Gold) keine Seltenheit mehr. Selbst passive Netzteile sind nun massenmarkttauglich und keine reine Speziallösungen für einzelne Silent-Freaks mehr.

Ein interessanter Trend sind die integrierten GPUs in der CPU. Zumal bereits die jetzigen Lösungen leichte 3D-Kost flüssig darstellen können. Und das ist auch die Krux - während Prozessoren im Stromverbrauch regelrecht stagnieren und in der letzten Generation ihren Energiehaushalt sogar verbessern konnten, übertreffen sich die High-End-Grafikkarten von Generation zu Generation in puncto Stromhunger. Jene sind deutlich schwerer zu kühlen und dies umfasst ein eigenes Kapitel, welches in der Hardwareluxx [printed] 03/2011 thematisiert wurde.

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Das Hauptaugenmerk dieses Tests war die Tauglichkeit des Cooler Masters Silencio 550 als Behausung für leise Rechner. Diese Aufgabe wird es gerecht und hinterlässt einen guten Eindruck. Das Erscheinungsbild ist schlicht und unauffällig. Keine bunten LED-Lüfter oder sonst als Gaming-Gear verschriene Accessoires.

Die Fronttür mit einer Klavierlack-Optik – auf die man, dank Spezialbeschichtung, schwer Fingerabdrücke bekommt – unterstreicht die saubere Optik. Die Verarbeitung ist solide und frei von scharfen Kanten. Der Innenraum wirkt aufgeräumt und bietet die üblichen Finessen wie einen herausnehmbaren 3,5-Zoll-Käfig für überlange Grafikkarten, werkzeuglosen Einbau von Laufwerken und Öffnungen für Schlauchdurchführungen. Lobenswert sind die beiden verbauten 120-mm-Lüfter, die im Test positiv aufgefallen sind und mit weniger als 9 Volt sehr leise operieren.

Dem gegenüber stehen das weniger gelungene Kabelmanagement, die Dämmung der Seitenteile verfehlt ein Großteil der Wirkung, da keine weiteren Flächen im Gehäuse gedämmt sind und eine geringe Breite entsteht, welche die Montage von High-End-CPU-Kühlern verwehrt. Plant man den Einbau einer leistungsstarken Grafikkarte, muss man mit höheren Temperaturen rechnen, da dem Silencio 550 schlichtweg Entlüftungsmöglichkeiten fehlen bzw. ein weitere herausblasender Lüfter. Das widerspricht auch den Gedanken von einem auf Silent getrimmten Gehäuse.


Positive Aspekte des Cooler Masters Silencio 550:

  • schlichtes und edelwirkendes Äußeres
  • solide Verarbeitung
  • gute mitgelieferte 120-mm-Lüfter

Negative Aspekte des Cooler Masters Silencio 550:

  • suboptimales Kabelmanagment
  • zu geringe Breite für High-End-CPU-Kühler
  • erhöhte Temperaturen in Verbindung mit leistungsstarken Grafikkarten

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