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Test: Fractal Design Arc - Understatement Deluxe? - Fazit

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Seite 6: Fazit

Understatement Deluxe? - die Frage aus dem Testtitel müssen wir mit jein beantworten. Die dezente Optik des Arc Midi Towers überzeugt auf den ersten Blick und das Gehäuse ist für Freunde des Minimalismus eine Augenweide. Aufgrund der Kunststoff-Front im Alu-Look und dem entsprechenden Deckel entspricht die Materialwahl aber nur einem typischen Gehäuse in derselben Preisklasse. Modelle mit weniger Features, wie beispielsweise das Lian Li PC-8NB, können in derselben Preisklasse zwar Vollalu bieten, dafür muss man aber bei der Funktionalität Abstriche machen. Der Kunststoff-/SECC-Stahl-Mix des Arc Midi spart dem Käufer somit ein paar Euro. 

Doch abgesehen von der Materialwahl überzeugt das Arc weitgehend. Fractal Design greift dafür auf bewährte Elemente zurück. Die altbekannte 3-Kanal-Lüftersteuerung ist zwar nicht die eleganteste Lösung, sie weist aber einen breiten Regelbereich auf. So lassen sich die drei vormontierten 140-mm-Lüfter stufenlos zwischen einem angenehm leisen und einem überzeugend leistungsstarken Betrieb steuern. Die entkoppelte Festplattenmontage hat sich ebenfalls bereits bei früheren Gehäusen der Schweden bewährt - ist aber leider wie die Montage der optischen Laufwerke nicht ohne Werkzeugeinsatz möglich.

Doch behutsam wurden auch Neuerungen integriert. So bietet das Arc endlich einen USB 3.0-Port, der schon am internen Header angeschlossen werden kann. Der herausnehmbare obere Festplattenkäfig und die Möglichkeit, einen Dual-Radiator im Deckel zu montieren, gehören ebenfalls zu den Innovationen. Überzeugend ist auch das effektive Kabelmanagement - in diesem Punkt setzt sich das Arc z.B. deutlich vom kürzlich getesteten Budget-Modell Core 3000 ab. Auch der Staubfilter an der Unterseite ist besser gelöst als beim Core 3000, denn der Lufteinlass für den optionalen Bodenlüfter wird nun ebenfalls abgedeckt.

Der Arc Midi Tower ist insgesamt eine interessante Option, wenn ein Case für unter 100 Euro gesucht wird. Das Gehäuse überzeugt mit beachtlicher Ausstattung und kann auch mit der dezenten Optik glänzen. Es ist eine sinnvolle Ergänzung zu Fractal Designs sonstigen Produktserien wie den Silent-Modellen der Define-Reihe und den Budget-Gehäusen der Core-Serie.

Positive Aspekte des Fractal Design Arc:
  • dezente Optik
  • flexible Kühloptionen, sieben Lüfterplätze, Platz für Dual-Radiator im Deckel
  • 3-Kanal-Lüftersteuerung mit breitem Regelbereich für die drei vormontierten 140-mm-Lüfter
  • effektives Kabelmanagement
Negative Aspekte des Fractal Design Arc:
  • Front trotz "Aluminium-Optik" aus Kunststoff 
  • kein Staubfilter für Lüfterplatz im Seitenteil
  • keine werkzeuglose Laufwerksmontage

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