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Test: Lian Li PC-C50 - Alu-Behausung für den HTPC - Fazit

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Seite 5: Fazit

Das Lian Li PC-C50 ist eine elegante und hochwertige Behausung für den HTPC, die völlig wohnzimmertauglich ist. Sowohl die Platzverhältnisse als auch die Kühlleistung der vormontierten Lüfter lassen prinzipiell die Nutzung eines relativ leistungsfähigen Systems zu, bei dem auch längere Grafikkarten verwendet werden können. Für Laufwerke (inkl. SSDs) stehen ebenfalls ausreichend viele Montageplätze zur Verfügung. Natürlich sind die Platzverhältnisse in einem relativ kompakten Desktop-Gehäuse dann doch begrenzt, sodass z.B. auf hohe Tower-Kühler verzichtet werden muss. Bei der Systemplanung sollten die Limitierungen des Gehäuses also wohl bedacht werden. Auch die Installation der einzelnen Komponenten erfordert ein gewisses Mitdenken und zusätzlich den intensiven Einsatz eines Schraubenziehers. Das sind jedoch Nachteile, die sich eher aus der Gehäuse-Gattung insgesamt, als aus dem konkreten Modell ergeben. Nicht verständlich ist uns allerdings, warum Lian Li völlig auf Staubfilter verzichtet.

Das PC-C50 kann ein zeitgemäßes I/O-Panel mit Audiobuchsen, eSATA und vor allem dreimal USB 3.0 vorweisen. Die USB-Ports werden allerdings noch extern an der I/O-Blende des Mainboards und noch nicht per internem Header angeschlossen. Auffällig ist zudem der verbaute Kartenleser. Vergleicht man das Lian Li PC-C50 mit SilverStones Grandia GD06 (zu unserem Test), so fällt der recht ähnliche Innenaufbau auf. So werden bei beiden Gehäusen die Laufwerkskäfige von oben eingehängt und mit zahlreichen Schrauben fixiert, auch die Lüfterplätze wurden ähnlich angeordnet. In Bezug auf die Ausstattung unterscheiden sich die HTPC-Gehäuse vor allem insofern, dass Lian Lis Modell einen Kartenleser vorweisen kann, während SilverStone mit zwei Hot-Swap-Einschüben punktet und zudem noch eine abschließbare Frontplatte in die Waagschale wirft.

Wer ein Voll-Aluminium-Gehäuse für seinen HTPC sucht, findet im Lian Li PC-C50 eine interessante Option. Allerdings hat dieses Material auch seinen Preis. Mit rund 150 Euro wird schon ein gehobener Preis fällig. Zudem gibt es mit dem SilverStone Grandia GD06 einen sehr ähnlich konzipierten, aber fast 50 Euro günstigeren Konkurrenten. Bei diesem Gehäuse muss man zwar auf den Kartenleser verzichten und damit leben, dass nur die Frontblende aus Aluminium besteht, kann dafür aber seine Portemonnaie schonen.

Positive Aspekte des Lian Li PC-C50:

  • hochwertiges, leichtgewichtiges Aluminium-Gehäuse
  • funktionaler Innenraum mit ausreichendem Platz für Laufwerke
  • relativ viele Kühloptionen, solide Kühlleistung
  • I/O-Panel mit drei USB 3.0-Anschlüssen und eSATA, Kartenleser
Negative Aspekte des Lian Li PC-C50:
  • Staubfilter fehlen völlig
  • Montage erfordert intensiven Schraubenziehereinsatz

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