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Mercury Case

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Seite 7: Fazit und Empfehlungen

Lässt man die Details des Mercury Case Revue passieren, ist es schon klar zu erkennen, dass man kein Gehäuse von der Stange vor sich hat. Alleine die Tatsache, dass man nahezu keine scharfen Kanten finden kann, oft ein Hauptindiz für eine schlechte Verarbeitung. Dass es bei einem Midi-Tower zu Platzproblemen kommen kann, ist bekannt, schließlich legt man bei dieser Größe Wert auf ein kompaktes Design. Die Vorteile der Verwendung von gelochtem Blech liegen klar auf der Hand; das Gewicht wird minimiert, man hat von möglichst vielen Seiten einen Einblick ins Gehäuse, gleichzeitig maximiert man die Frischluftzufuhr für die edlen Komponenten. Nicht umsonst setzt unter anderem auch Apple bei seinem G5 auf dieses Design, kombiniert mit den Flügeln an Ober- und Unterseite erreicht man ein auffallendes Äußeres. Nachteile gibt es wenige, aber es gibt sie. Die luftigen Wände lassen mehr Lärm nach außen und so kann es bei lauten Lüftern und schalldruckintensiven Komponenten wie Festplatten zu einer unangenehmen Geräuschkulisse kommen.

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Was die Ausstattung angeht, macht das in mehreren Farbkombinationen erhältliche Gehäuse keine großen Sprünge. Man setzt mehr auf die altbewährten Standardfeatures, lediglich bei den Laufwerksschächten versucht man etwas neues und das erfolgreich, wie wir finden. Das Gehäuse spricht eindeutig die Zielgruppe an, die ein elegantes Design ohne wirkliche Schwächen sucht. Für Bastler ist das Gehäuse nur eingeschränkt geeignet, die Möglichkeiten und das Platzangebot sind dafür wohl zu begrenzt. Der Einbau von einzelnen Zusätzen wie beispielsweise einer Kaltlichtkathode lohnt sich für Moddinginteressierte aber dennoch, da man dem Ganzen so seine gewisse individuelle Note verleihen kann und das edle Layout unterstreichen kann. Auch LED-Lüfter eigenen sich hierzu, eingesetzt in die Seitentür oder unter der Oberseite kann man damit gute Effekte erzeugen.

Was man bei den Laufwerksschächten in Sachen Ergonomie gewonnen hat, das hat man leider bei den Seitentüren etwas zunichte gemacht. Das Schließen dieser kann unter Umständen schon mal zum K(r)ampf werden und es kann den einen oder anderen Versuch dauern, bis man alle Häkchen richtig in der Halterung hat. Berücksichtigt man den Preis von knapp 90 €, so ist das Gesamtpaket, welches mit dem Mercury Case angeboten wird durchaus positiv zu bewerten. Den Komfort eines mehr als doppelt so teuren Alugehäuses darf man natürlich nicht erwarten, solide Eigenschaften und eine insgesamt unproblematische Inbetriebnahme werden aber in jedem Fall geboten. In dem Sinne halten wir das Mercury-Case für eine sehr gute Alternative am Markt.

Technische Daten :

  • Geeignet für alle ATX-Mainboards und Netzteile
  • Maße: 500 x 190 x 510 mm
  • Laufwerksschächte: 4 x 5.25-Zoll, 2 x 3.5-Zoll extern, 3 x 3.5-Zoll intern
  • Front-Anschlüsse :
    • 2 x USB2.0
    • 1 x IEEE-1394 FireWire
    • 1 x Audio Line-Out
    • 1 x Audio Mic-In
  • Gewicht: Knapp 8 kg

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