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Mercury Case

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Seite 3: Mercury Case - Äußere Features (2)

Beschäftigen wir uns zunächst mit der linken Seitentür. Diese ist passend zum Design des Mercury Case zum Großteil gelocht und wirkt so einem Warmluftstau im Gehäuseinneren entgegen. Im Gegensatz zu einem klassischen Seitenfenster bietet es deutlich weniger Sicht auf die wertvollen Komponenten, bei guten Lichtverhältnissen oder Beleuchtung von Innen z.B. durch eine Kaltlichtkathode lohnt sich jedoch der ein oder andere Blick, zumal der Lochblech-Look gepaart mit aktiver Beleuchtung für ein edles Aussehen sorgen kann. Bei all den positiven Akzenten, die bisher gesetzt wurden offenbart uns das Gehäuse beim Versuch, die Seitentüren zu lösen jedoch eines seiner größten Mankos. Es ist keinerlei Öffnungsmechanismus zum Abnehmen der Seitentüren vorhanden. Für die rechte Seitentür hätte dies auch nicht unbedingt sein müssen, schließlich nimmt man diese höchstens einmal zum Herauslösen der Front ab, für die linke Seitentüre hätten wir uns jedoch zumindest den Ansatz eines Seitengriffes, oder irgendeine andere Art von Anpackmöglichkeit gewünscht. Das, von Werk aus doch fest sitzende, Seitenteil lediglich durch schieben und etwas Gewalteinwirkung zu öffnen, ist zwar möglich, entspricht aber schlichtweg nicht den Anforderungen an ein Gehäuse dieser Preisklasse. Bei häufigem Gebrauch sollte man vorsichtig mit den Blechtüren umgehen, um diese nicht zu verkanten und es so zu Verformungen und einem daraus resultierenden noch schwererem Einsetzen kommen zu lassen.

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Hat man die Tür jedoch herausgelöst gibt es auch wieder Grund zum Lob. Das über die komplette Fläche der linken Tür angebrachte Staubfiltergitter trägt dazu bei, dass sich auf den Komponenten, auf Grund des luftigen Designs nicht schon kurzer Zeit soviel Staub sammelt wie Schnee auf der Zugspitze. Die Kunststoffhalterung des Gitters wurde vom Hersteller gleich noch erweitert und bietet, mittels vierer Gewinde, eine Befestigung für einen 80mm Lüfter, der idealerweise ins Gehäuseinnere bläst. Wer statt eines edlen dezenten Äußeren lieber ein extravagantes Gehäuse sein eigen nennt, kann hier z.B. einen LED-Lüfter anbringen. Die Schrauben zur Befestigung sind, wie auf der ersten Seite bereits beschrieben, im Lieferumfang enthalten und bieten ausreichenden Halt.

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Dass die Plastikgewinde nicht dafür geeignet sind täglich einen neuen Lüfter einzusetzen sollte dabei jedoch ebenso bekannt sein, wie die Tatsache, dass man von einem 80mm Lüfter, der hinter einem eher groben Lochblech und einer Filterschicht sitzt, keine Kühlwunder erwarten darf. Ein weiterer Umstand wird klar, wenn wir nun das rechte Seitenfenster unter die Lupe nehmen. Die Idee, das Mercury Case mit Dämmmatten auszukleiden macht leider keinen Sinn aufgrund der löchrigen Optik. Wem das Mercury Case gefällt und wer mit dem Gedanken spielt, es sich zuzulegen, sollte in jedem Fall einmal über die Lautstärkeentwicklung der einzubauenden Komponenten nachdenken, schließlich sind bis auf die Rück- und Bodenseite alle Außenwände zum Großteil durchlocht und bieten daraufhin keine außerordentlich gute Geräuschdämmung.

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Sparen wir uns nähere Details dazu für das Fazit auf und werfen wie angekündigt einen Blick auf die andere Seite des Gehäuses. Die rechte Seitentür ist wie auch die Linke bis auf die knapp 6cm breiten Seitenränder komplett gelocht, bietet jedoch weder einen Staubfilter, noch einen Lüfterplatz. Dies ist jedoch durchaus sinnvoll, schließlich ist von der Seitentür bis zur Mainboardwand bei weitem nicht genug Platz für einen Lüfter, und auch das Lochfenster in der Tür ist an dieser Stelle bei lange nicht so effektiv wie auf der Gegenseite. Wer auf den Lüfter in der linken Tür verzichten kann und die acht silbernen Plastikpunkte und den dazugehörigen Staubfilter aus optischen Gründen lieber auf der rechten Seite hat kann die Türen übrigens auch tauschen. Dabei sei jedoch noch einmal darauf hingewiesen, dass richtige Öffnen und Schließen der Türen für Ungeduldige wahrlich zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit werden kann.

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Auf der nächsten Seite geht es weiter zu Ober- und Rückseite, bevor wir uns den inneren Werten des Mercury Case zuwenden.