> > > > Test: Gigabyte Sumo 5112 - ein Schwergewicht betritt den Ring

Test: Gigabyte Sumo 5112 - ein Schwergewicht betritt den Ring

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 7: Fazit

Gigabytes Sumo 5112 punktet mit der edlen Optik, die vor allem durch den Einsatz von Aluminium im Frontbereich ermöglicht wird. Liebhaber dezenter und trotzdem ansehnlicher Gehäuse kommen hier auf ihre Kosten. Das Stahlgehäuse überzeugt auch durch Robustheit. Die eingangs gestellte Frage, ob die Gestaltung des Innenraums mit dem hochwertigen Äußeren mithalten kann, kann allerdings leider nicht bejaht werden. Zu viele Schwächen trüben hier das Bild. 

Die Innenraumgestaltung wirkt insgesamt etwas altbacken. Anders als die meisten Konkurrenzprodukte hat Gigabyte auf eine schwarze oder bunte Lackierung verzichtet - und das trotz mitgelieferten Seitenfensters. Der Mainboardtray bietet weder Aussparungen für die CPU-Kühlermontage noch für Kabelmanagement. Laufwerke und Erweiterungskarten können zwar werkzeugfrei montiert werden, aber weder die Halterung für die Erweiterungskarten noch die Festplattenmontage mit Rändelschrauben kann völlig überzeugen. Die Festplatten bleiben genauso unentkoppelt wie das Netzteil. Der Anschluss der Lüfter wurde mit Y-Adaptern zwar sinnvoll gelöst und auch die Kühlleistung und Lautstärke der Lüfter ist akzeptabel, auf Staubfilter wurde allerdings verzichtet. Einen echten Mehrwert stellt das mitgelieferte 2,5-Zoll-SATA-Gehäuse dar. Dank des entsprechenden Einschubs kann ein solches Laufwerk schnell ans System angebunden werden. Allerdings kommt zur Anbindung des SATA-Gehäuses ebenso nur USB 2.0 zum Einsatz wie beim I/O-Panel. Das kann daneben jedoch immerhin noch mit eSATA und Firewire aufwarten. Positiv hervorzuheben sind die Freiheiten, die Gigabyte dem Nutzer bei der Gestaltung des Seitenteils (Mesh oder Window) und der Wahl der Beleuchtungsfarbe (rot oder blau) einräumt.

Für den Verkaufspreis von rund 120 Euro erhält man schon deutlich besser und zeitgemäßer ausgestattete Full-Tower wie z.B. Aerocools XPredator oder Antecs DF-85. Allerdings können diese Konkurrenzprodukte, die als Gamer-Gehäuse angeboten werden, nicht die dezente Optik des Sumo 5112 vorweisen. Wer die Schwächen im Inneren ignorieren kann und einen soliden Stahl-Full-Tower mit dezenter Optik sucht, der findet bei Gigabyte eine durchaus interessante Option.

Positive Aspekte des Gigabyte Sumo 5112:
  • edle Optik mit hochwertiger Aluminium-Front
  • robustes Stahlgehäuse mit viel Platz
  • solide Lüfterausstattung sorgt für gute Kühlleistung
  • wahlweise Mesh oder Window im Seitenteil
  • 2,5-Zoll-SATA-Gehäuse (Gigabyte Anvil) inklusive
  • werkzeuglose Montage von Erweiterungskarten und Laufwerken (allerdings mit Schwächen)
Negative Aspekte des Gigabyte Sumo 5112:
  • keine Aussparungen für CPU-Kühlermontage/Kabelmanagement im Mainboardtray
  • fehlende Staubfilter
  • grauer Innenraum trotz Seitenfenster
  • Festplatten und Netzteil unentkoppelt
  • kein USB 3.0

Weiterführende Links: