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Test: Aerocool XPredator - funktionaler Full-Tower zum fairen Preis

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Seite 7: Fazit

Mit dem XPredator verlässt Aerocool das vertraute Budgetsegment und bietet einen ausgewachsenen Full-Tower an, der vor allem Spieler ansprechen soll. Dabei hat das taiwanesische Unternehmen ein rundes Produktpaket geschnürt. Das Gehäuse konnte in unserem Test überzeugen und offenbarte kaum Schwächen. Dass nur der Staubfilter des Netzteils leicht zur Reinigung entnommen werden kann, stellt eine solche kleine Schwäche dar. Auch die Festplattenmontage erfolgt nicht werkzeugfrei.

Dafür überwiegen die positiven Punkte bei weitem. Die Montageschrauben der 3,5-Zoll-Laufwerke werden durch Gummiummantelungen geführt, Festplatten sind damit entkoppelt. Das gilt auch für das Netzteil. Die beiden großen 230-mm-Lüfter verrichten unauffällig ihren Dienst und sorgen für gute Temperaturwerte. Besonders positiv hervorzuheben ist auch die integrierte Lüftersteuerung. Mit ihr können nicht nur die vorinstallierten Lüfter geregelt werden, sondern es lassen sich vier weitere Lüfter zusätzlich anschließen. Das XPredator kann je sechs 3,5- und 5,25-Zoll-Laufwerksplätzen vorweisen, das sollte für die meisten Nutzer völlig ausreichend sein. Allerdings gibt es keine vorgesehenen Plätze für 2,5-Zoll-Laufwerke. Die Aussparungen im Mainboardtray, vier Durchführungen für Wasserkühlungsschläuche und das gut ausgestattete I/O-Panel mit eSATA und USB 3.0 runden die Ausstattung ab.

Die verstellbaren Lüftungsklappen im Deckel sind ein optisches Alleinstellungsmerkmal. Sie hatten in unseren Messungen aber keine wesentliche Auswirkung auf die Temperaturwerte. Bei Systemen mit größerer Abwärme könnte sich ihr Einfluss aber bemerkbarer machen. Die orangenen Farbelemente sind sicher Geschmackssache. Allerdings verhelfen sie der Evil Black Edition zu einer eigenen Optik. Alternativ kann das XPredator auch in der regulären Black Edition erworben werden, die ganz in Schwarz gehalten wurde.

Für einen Verkaufspreis von rund 120 Euro ist Aerocools XPredator ein überzeugendes Gehäuse. Allerdings gibt es in diesem Bereich starke Konkurrenz. NZXTs Phantom (das wir in der Printausgabe 01/2011 getestet haben) kostet z.B. nur wenige Euros mehr und kann u.a. mit einer umfangreicheren Lüfterausstattung und dem eigenständigen Design punkten. Das XPredator verfügt allerdings über USB 3.0 und bietet auch Platz für Mainboards im XL-ATX-Format. Eine Kaufentscheidung muss dann letztlich nach persönlichen Bedürfnissen/Vorlieben getroffen werden. 

Angesichts der wenigen Schwächen und des runden Gesamtpakets können wir dem Aerocool XPredator unseren Excellent-Hardware-Award verleihen.

excellent_award

Positive Aspekte des Aerocool XPredator:
  • viel Platz, für XL-ATX-Mainboards geeignet
  • gute Kühlleistung, flexible Lüftersteuerung für bis zu sechs Lüfter, verbaute Lüfter relativ leise
  • gut ausgestattetes I/O-Panel mit eSATA und USB 3.0
  • Entkopplung für Festplatten und Netzteil, Staubfilter vor einsaugenden Lüftern
  • werkzeuglose Montage der optischen Laufwerke und der Erweiterungskarten
  • zahlreiche Öffnungen für Kabelmanagement mit gummiertem Kantenschutz

Negative Aspekte des  Aerocool XPredator:

  • Staubfilter in der Front und für optionalen Bodenlüfter nicht herausnehmbar
  • Festplattenmontage erfordert Schraubenzieher
  • LEDs des Frontlüfter kaum sichtbar

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