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Test: Antec Dark Fleet DF-85 - Full-Tower mit opulenter Kühlung - Testsystem, Belüftung und Messungen

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Seite 6: Testsystem, Belüftung und Messungen

Neben der Verarbeitung und der Ausstattung des Gehäuses ist auch das Temperaturverhalten von elementarer Bedeutung.

Das Testsystem:

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Folgende Komponenten wurden verbaut:

Eckdaten: Testsytem
Prozessor: Intel Pentium G6950 @ 2,8 GHz @ 1,2 Volt
Prozessor-Kühler: Scythe Yasya mit PWM-geregeltem Lüfter
Mainboard: Intel DP55KG
Arbeitsspeicher: 4096 MB Crucial 1333 MHz
Festplatte: Western Digital VelociRaptor 80 GB
Grafikkarte: Club 3D Radeon HD 4870 512 MB mit alternativem 80-mm-Lüfter (1200 U/min)
Betriebssystem: Windows 7 x64 Home Premium

Temperaturmessungen:

Um die maximalen Temperaturen des Prozessors zu ermitteln, wurde die CPU mittels des kostenlosen Stresstest-Tools Prime 95 für 30 Minuten ausgelastet. Da der Small FFT-Test erfahrungsgemäß die höchste Wärmeverlustleistung mit sich bringt, benutzen wir diesen Modus und protokollieren die maximalen Kerntemperaturen mit dem Systemtool Lavalys Everest. Die einzelnen Kerntemperaturen werden addiert und durch die Anzahl der physikalischen Kerne dividiert.

Im direkten Anschluss wurde die Grafikkarte mittels FurMark auf Temperatur getrieben. FurMark ist ein kostenloser OpenGL-Benchmark und bietet einen Xtreme-Burning-Mode, der die Grafikkarte temperaturmäßig ans Limit bringt. Auch die Grafikkarte wurde 30 Minuten lang ausgelastet.

Die Betrachtung der Temperaturen im Idle-Zustand (= Leerlauf) wird zunehmend uninteressanter, da sowohl die Prozessor- als auch die Grafikkartenhersteller sehr gute Stromspartechniken entwickelt haben. Im Zuge dessen werden die Rechenkerne im Idle-Zustand heruntergetaktet und die Stromspannung reduziert. Infolgedessen wird die erzeugte Abwärme auf ein Minimum reduziert.

Unsere Messungen brachten folgendes Ergebnis hervor:

Beurteilung der Temperaturen:

Das Antec DF-85 kann nicht nur eine imposante Lüfterarmada vorweisen, auch die damit erreichten Temperaturwerte sind beeindruckend. Die zum Vergleich herangezogenen Gehäuse spielen zwar in Hinblick auf die Kühlleistung von vornherein in einer anderen Liga - das Dark Fleet-Modell kann die Überlegenheit, die es auf dem Papier besitzt, aber auch in der Praxis voll ausspielen. Durch die Bank werden schon mit minimal möglicher Lüftergeschwindigkeit die niedrigsten Temperaturwerte erreicht. Während die Festplatte nur wenige Grad kühler blieb als in den Vergleichsgehäusen, liegen bei CPU-, GPU- und Mainboardtemperatur Welten zwischen dem Antec-Gehäuse und dem Cooltek K3 Evolution sowie erst recht dem mit Dämmmatten ausgekleideten Scythe Gekkou Silent. 

Werden die Lüfter des DF-85 voll aufgedreht, wird der PC zwar richtig laut, die Temperaturen sinken aber nur um wenige Grad. Am deutlichsten wirkt sich das noch bei der Grafikkarte aus, die immerhin 5 Grad kühler bleibt als bei minimaler Lüfterdrehzahl. Zumindest bei unserem Testsystem lohnt es nicht, die Lüfter mit maximaler Geschwindigkeit laufen zu lassen. Umgekehrt wäre es sogar wünschenswert gewesen, wenn Antec einen weiteren Regelbereich der Lüfter nach unten ermöglicht hätte.

Weitere Messungen in der Übersicht:

Grafikkartenlänge:

Das Gehäuse kann Grafikkarten mit bis zu 31,8 cm Länge aufnehmen. Damit sollte ausreichend Platz für alle aktuellen Grafikkarten sein.