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Tt eSPORTS Black FP im Test - Gamingmaus mit Fingerabdruck - Praxiseinsatz und Fazit

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Seite 4: Praxiseinsatz und Fazit

Praxiseinsatz

Auf den ersten Blick würde man vermuten, dass die Black FP eine wuchtige und eher schwere Rechtshändermaus ist. Im Vergleich zu typischen FPS-Mäusen ist sie tatsächlich wuchtig. Von einem hohen Gewicht ist aber nach Entnahme der Gewichte nichts zu spüren. Sie kann zwar nicht mit der Agilität schlanker FPS-Mäuse mithalten, ist aber weit von der Trägheit mancher ähnlich gestalteter Maus entfernt.  

Der Avago-Lasersensor ist für anpruchsvolle Enthusiasten sicher nicht die erste Wahl. Für den Durchschnittnutzer dürften aber nicht nur seine DPI-Reserven, sondern auch sein Abtastverhalten völlig ausreichen. Dafür kann er allemal mit angemessen niedriger LOD und der verlässlichen Abtastung auf unterschiedlichsten Unterlagen punkten. 

Fazit

Die Black FP ist eine besondere Gaming-Maus. Sieht man nur auf die Spieletauglichkeit, so liefert sie eine solide, aber keine überragende Vorstellung ab. Speziell der Sensor dürfte Enthusiasten abschrecken - auch wenn er sich nach unseren Eindrücken im Alltagseinsatz keine deutliche Blöße gibt. Im Preisbereich der Black FP gibt es aber allemal Mäuse mit noch überzeugenderen Sensoren und stellenweise auch besserer Ausstattung wie RGB-Beleuchtung. Sharkoon hat beispielsweise letztens erst mit der Skiller SGM1 gezeigt, wieviel Maus man für knapp 40 Euro erhalten kann.  

Bei der Tt eSPORTS-Maus ist die Gaming-Tauglichkeit aber gar nicht das Entscheidende. In erster Linie geht es um die Zugangssicherung per Fingerabdruckleser. Dabei zeigt die Black FP eindrucksvoll, was mit einer solchen biometrischen Lösung eigentlich möglich ist. Ihr Nutzen beschränkt sich (zumindest unter Windows 10) nicht nur auf die Zugangssicherung zum Betriebssystem. Nein, der Ansatz von Tt eSPORTS bzw. Synaptics geht weiter. Lokal können Dateien und Ordner ganz einfach über das Kontextmenü verschlüsselt und per Fingerabdruck wieder entschlüsselt werden. Und das Eingeben von Zugangsdaten auf Internetseiten gehört mit der Black FP ebenfalls der Vergangenheit an. In der Praxis leidet die Zugangssicherung allerdings noch etwas an der Trefferquote des Fingerabdrucklesers - wir benötigten im Test fast immer mehrere Versuche, bis der Fingerabdruck erkannt werden konnte. Mit mehr Übung dürfte die Trefferquote aber noch zu steigern sein. 

Der Fingerabdruckleser in der Tt eSPORTS Black FP ist unscheinbar, bringt aber eine vielseitig nutzbare, biometrische Zugangssicherung in die Hände von Privatnutzern. Der Aufpreis für die Sicherheitstechnologie fällt dabei sehr moderat aus. Damit ist die Black FP trotz einiger Kinderkrankheiten ein spannendes Produkt für Windows 10-Nutzer, die endlich auf die Eingabe von Zugangsdaten verzichten wollen.

Positive Aspekte der Tt eSPORTS Black FP:

  • ergonomisch geformte Maus, die für Alltagsarbeiten und Gaming geeignet ist
  • Fingerabdruckleser mit verschiedenen, praktischen Nutzungsmöglichkeiten
  • DPI-Anpassung in vier konfigurierebaren Stufen, DPI-Anzeige
  • geringes Ausgangsgewicht, Gewichtsanpassung möglich

Negative Aspekte der Tt eSPORTS Black FP:

  • reine Rechtshändermaus, Form gibt Palm-Grip vor
  • Fingerabdruckleser muss sehr präzise getroffen werden, für vollen Funktionsumfang zwei verschiedene Programme und Windows 10 nötig, Browserkompatibilität eingeschränkt
  • deutlicher chemischer Geruch, der auch nach Tagen nicht verfliegt
 

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Kommentare (4)

#1
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Registriert seit: 06.03.2014
Münchner Süden
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Beiträge: 133
Ich finde diesen Trend zu immer mehr Produkten, die Fingerprints abfragt sehr bedenklich. Was soll mir das als "Normal- User" bringen? Mehr Sicherheit in einer Gaming- Maus untergebracht? Sorry, aber das ist mir zu hoch. Der "Fingerprint" von mir macht mich absolut eindeutig erkennbar. Für alle Zeiten. Seid's mir nicht böse, aber das ist so ziemlich das letzte in der digitalen Welt, dass ich hergeben möchte, nur um es in Verbindung mit einer Maus nutzen zu können. Was passiert mit diesem "Fingerprint", wenn der ersteinmal auf irgendwelchen Servern gespeichert ist, die sich meiner Kontrolle entziehen? Aber, wie gesagt, man verzeihe mir diesen meinen "Alu- Hut". ;)
#2
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Registriert seit: 01.01.2015
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Kapitänleutnant
Beiträge: 1554
Ich bin derselben Meinung, zusätzlich dazu sollte man erwähnen dass diese Daten garantiert weiterverkauft werden, auch wenn es keine andere Firma kaufen "darf" wird es sich garantiert der US Staat unterm Nagel reißen, unter dem Deckmantel der Sicherheit, Sir Demenica das hat nichts mit Alu Hut zu tun, das wollen dir nur die einfältigen einreden, erst heute ist sowas in der Art wieder publik geworden : https://www.computerbase.de/2016-10/ueberwachung-at-t-verkauft-nutzerdaten/
#3
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Wenn du nicht willst das der US-Staat deinen Fingerabdruck hat, darfst du in viele viele Länder nicht mehr reisen. Oder warst du bereits in den USA, dann hat er ihn sowieso schon.
Wobei es vlt auch schon reicht einfach nur einen Reisepass zu beantragen, da ist er ja drauf und vlt reicht das schon ;)
#4
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Münchner Süden
Hauptgefreiter
Beiträge: 133
@III: Mein Satz zum Alu-Hut war auch ironisch gemeint. Manchmal kommt man sich vor, wie in einer dieser Kampfszenen aus dem Film "Matrix". Diese Szenen, in denen Neo gegen unzählige Gegner kämpft und es nimmt und nimmz kein Ende. Ständig wird unsere Privatsphäre von allen möglichen Stellen aus angegriffen. VDS, aktuell diskutierte intelligente Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen, nahezu unstillbarer Hunger/ Gier nach unseren Daten durch die Wirtschaft. Der Staat verhökert unsere Daten über die Einwohnermeldeämter ohne das wir gefragt werden. Diskussionen über einen Eingriff in den Bargeldverkehr (an dessen Ende dann, klar, nicht heute oder morgen, aber dennoch die Abschaffung des Bargeldes steht- noch mehr Überwachung); RFID in der Kleidung, etc. Es gleicht einem Hochseilakt, wenn man seine Datenspur so dünn, wie möglich halten will. Und das an jedem Tag. Und dabei rede ich nicht von Datenkraken, wie facebook. Denn bei dessen Nutzen ist es absolut offensichtlich, dass man diese Leistungen nicht in Euros und Cent, sondern mit seinen Daten bezahlt. Aber whatsapp, z.B. Ich nutze es nicht. Ebenso wenig wie facebook. Trotzdem haben sie meine Daten (Vorname, Nachname, Anschrift, Telefonnummer und Mail- Adresse). Und warum? Weil irgendwelche Leute in meinem Umfeld diese Daten in ihrem Smartphone haben und whatsapp nutzen. Und mit der Nutzung haben sie eingewilligt, dass whatsapp Zugriff auf die Kontaktdaten hat und diese nutzen darf. Ich, als "Eigentümer" dieser Daten muss das ungefragt in Kauf nehmen. Und warum? "Boah! is doch voll cool. Ich muss zum simsen nix mehr zahlen..." Äh, ja?!? Ich auch nicht, ist in meinem Vertrag mit drin. Ne allnetflat, incl. SMS/MMS kostet etwa nen Fünfer mehr im Monat. Klar, sind auch 60 Euro im Jahr. Aber ich verhökere nicht ungefragt die Daten anderer Leute. Sorry, aber ist doch zum :kotz:

@ExXon: Ich habe Verwandte in den USA. Es ist ein großartiges Urlaubsland. Unglaublich dort von den Landschaften und Sehenswürdigkeiten her. Aber seit man nur noch unter Abgabe der Fingerabdrücke, etc. einreisen darf, habe ich keinen Fuss mehr auf us- amerikanischen Boden gesetzt. Und ich werde mir auch keinen Reisepass holen solange der Fingerabruck nicht auch auf dem Perso Pflicht wird. Ich bin jetzt Ende 40 und mein Leben reicht nicht aus um die Länder der EU mit all ihren Sehenswürdigkeiten gesehen zu haben.

btt: Kann mir irgend jemand den Sinn eines solchen Sensor in einer Maus, die ja eher für Privathaushalte gedacht ist, nennen? Sensible Daten, die ich vor unbefugtem Zugriff sichern möchte kann ich auch anders sichern. Dazu muss ich nicht einen Teil meiner biometrischen Daten einer Software anvertrauen, deren Nutzung das Akzeptieren von AGB's bedingt, die länger sind als das Münchner Telefonbuch und in denen dann mit Sicherheit irgendwo ein Passus steckt, der dem Softwarehersteller erlaubt den Fingerprint auf seinen Servern zu speichern. Im geschäftlichen Bereich mag das an der einen oder anderen Stelle vllt. noch Sinn machen. Aber dort wird man mit Sicherheit keine Gamer- Mäuse einsetzen.
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