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Eingabegeräte-Trio von Lioncast im Test - LK20, LK30 und LM30

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Seite 1: Eingabegeräte-Trio von Lioncast im Test - LK20, LK30 und LM30

corsair m65 testLioncast möchte nicht mehr nur Konsolenzubehör anbieten, sondern auch mit Gaming-Komponenten für den PC überzeugen. Mit den Tastaturen LK20 und LK30 sowie der Maus LM30 testen wir gleich ein Trio an neuen Eingabegeräten. Während für die Tastaturen bewährte Cherry MX-Switches eingesetzt werden, soll die Maus mit ganzen 19 Tasten und einem 16.400-DPI-Lasersensor überzeugen. 

Die drei Lioncast-Produkte sollen ganz unterschiedlichen Anforderungsprofilen gerecht werden. Die Gaming-Maus LM30 richtet sich mit ihren insgesamt 19 Tasten vor allem an Spieler von MMOs (Massive Multiplayer Online Games). Durch die enorme Tastenanzahl sollen die wichtigsten Befehle auf die Maus umgelegt werden können. Gleichzeitig verspricht sich Lioncast von dem eingesetzten Lasersensor eine hohe Präzision. Ergänzt wird die Ausstattung unter anderem um die Möglichkeit, Profile anzulegen, um ein Beleuchtungssystem und um ein Gewichtssystem. 

Die beiden mechanischen Tastaturen LK20 und LK30 sind hingegegen nicht speziell auf MMO-Spieler abgestimmt, sondern sollen einen breiteren Käuferkreis ansprechen. Passend dazu gibt es gewisse Wahlmöglichkeiten bei den verbauten Switches. Die LK20 wird sowohl mit Cherry MX Black als auch mit MX Blue angeboten. Die LK30 gibt es hingegen aktuell mit MX Brown oder MX Blue. Die einzelnen Switch-Typen unterscheiden sich deutlich voneinander und sind dementsprechend für unterschiedliche Nutzungszwecke unterschiedlich gut geeignet - doch darauf wollen wir auf den Testseiten zu den Tastaturen noch genauer eingehen. An dieser Stelle ist aber noch darauf hinzuweisen, dass sich LK20 und LK30 vor allem beim Format unterscheiden. Während die LK20 eine schmale Tenkeyless-Tastatur ohne Num-Pad ist, hat die LK30 nicht nur Standardbreite, sondern wegen einer zusätzlichen Tastenreihe sogar noch besonders viel Tiefgang. Dafür trumpft sie mit Makro-Funktionen und einem vergleichsweise aufwendigen Beleuchtungssystem auf. 

Die drei Eingabegeräte werden nacheinander getestet. Den Anfang macht die Lioncast LM30. Hier die technischen Daten der Maus im Überblick:

 
  Lioncast LM30
Sensor Typ:
Lasersensor
Auflösung:
max. 16.400 DPI
Abtastrate:
bis zu 1.000 Hz (1 ms)
Switches:
bei baugleichen Modellen von OMRON
Zusätzliche Tasten:
insgesamt 19 Tasten, zwölf davon im Daumenfeld
Design / Features:
Beleuchtung, Profile, Makro-Editor, Gewichtssystem
Gleitfüße:
zwei Teflon-Gleitflächen
Kabel:
1,9 Meter, schwarz-blau gesleevt, vergoldeter USB 2.0-Anschluss
Abmessungen:
81 x 121 x 41 Millimeter
Gewicht:
113 Gramm, 133 Gramm mit Gewichten
Preis:
38,95 Euro

Die ursprüngliche UVP von 59,95 Euro wird im Handel mittlerweile deutlich unterschritten. Schon für knapp 40 Euro kann die LM30 aktuell bei Amazon.de bestellt werden. Diese Preisanpassung war aber auch dringend nötig, denn andere Anbieter verkaufen baugleiche Modelle für einen ganz ähnlichen Preis. Eine kurze Suche bei Amazon zeigt, dass die LM30 unter anderem Namen auch von CSL als USB MMO Gaming Laser Mouse, von Utech als Smart Venus 50 und Redragon als Perdition angeboten wird. Unterschiede scheinen dabei nur rein kosmetischer Natur zu sein.

LM30: Design und Bedienelemente

Bei der Entwicklung der LM30 dürfte vor allem die Frage im Vordergrund gestanden haben, wie möglichst viele Tasten möglichst gut erreichbar realisiert werden können. Konkurrierende MMO-Mäuse verlagern den Großteil der Tasten in den Bereich des Daumenfeldes. 

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Diesen Weg schlägt auch Lioncast (bzw. der chinesische Fertiger der LM30) ein. Gleich zwölf durchnummerierte Tasten sollen mit dem Daumen bedient werden. Das setzt einige Fingerakrobatik voraus, soll aber zumindest durch unterschiedliche Schrägstellung der Tastenspalten erleichtert werden. Die Tasten sind nicht nur durchnummeriert, sondern standardmäßig tatsächlich auch als entsprechende Zahltaste (bzw. 11 als + und 12 als -) belegt. Damit könnte man die Maus für die Eingabe von Zahlenkolonnen nutzen - Hintergrund ist aber eher, dass viele Spiele wichtige Befehle genau auf diese Tasten legen. Selbst in Shootern kann man die Daumentasten so ohne jegliches Umkonfigurieren zum schnellen Waffenwechsel nutzen. Dabei zeigen sich aber auch schnell die Schwächen des großen Tastenfeldes - während die vorderen Reihen noch einfach zu erreichen sind, stört das nötige Krümmen des Daumens für die Bedienung der hinteren Tasten in der Hitze des Gefechts. 

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Bedingt durch das Daumentastenfeld neigt sich die LM30 relativ hoch auf. Die Maus ist auch vergleichsweise breit. Dadurch eignet sich die Maus trotz durchschnittlicher Länge doch etwas besser für Menschen mit größeren Händen. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die ergonomisch gestaltete Maus eine reine Rechtshändermaus ist. 

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Nicht nur der Daumen erhält bei der LM30 einige Arbeit. Auch Zeige- und Mittelfinger können gut beschäftigt werden. Der Zeigefinger bedient nicht nur die linke Maustaste, sondern auch eine schmale Zusatztaste daneben. Dieser "secondary fire button" kann wie auch die anderen Tasten über die Lioncast-Software frei belegt werden. Der Mittelfinger ist nicht nur für das sehr leichtgängige Mausrad zuständig, sondern passt außerdem die Sensorauflösung über die beiden DPI-Tasten in fünf Stufen an. Die aktuelle Einstellung wird über eine Leiste blauer LEDs angezeigt. Die Hauptswitches der Maus stammen zumindest laut Angabe einiger alternativer Anbieter von OMRON. Das deckt sich auch mit unseren Praxiseindrücken, denn die Haupttasten lassen sich knackig und präzise bedienen. 

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Die Maus gleitet über zwei große Gleitflächen, die ein gutes Gleitverhalten gewährleisten. Die Unterseite hält außerdem ein weiteres Bedienelement bereit, nämlich den Profilschalter. Damit können die fünf Profile durchgeschaltet werden. Welches Profil aktiv ist, wird deutlich über die LED-Beleuchtung von Mausrad, Daumentasten, Lioncast-Logo und den Leuchtflächen neben dem Anschlusskabel signalisiert. Lioncast weist den Profilen regulär fünf verschiedene Farben zu. Allerdings kann die Beleuchtung über die Software noch viel feinstufiger angepasst werden, das Beleuchtungssystem ist offensichtlich eine RGB-Lösung. Diese Anpassungen betreffen aber nur die unteren Beleuchtungselemente, die Mausradbeleuchtung kann nicht angepasst werden und dient damit in jedem Fall als Anzeige des aktiven Profils. Die DPI-Kontroll-LEDs leuchten sogar ausschließlich blau.

Eine weitere Besonderheit der Maus ist das Gewichtssystem. Insgesamt acht rund 2,5 g schwere Gewichte verbergen sich in einem Magazin an der Mausunterseite. Das Mausgewicht kann so in mehreren Stufen zwischen 113 g und 133 g angepasst werden. Die herausgenommenen Gewichte können in einer beiliegenden Gewichte-Box verstaut werden. Lioncast liefert die Maus außerdem noch mit kleiner Treiber-CD und Bedienungsanleitung aus. 

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Zur Anbindung dient ein 1,9 m langes USB-Kabel mit einem vergoldeten USB-Anschluss. Das Kabel präsentiert sich in blau-schwarz gestreiftem Sleeve und sitzt fest an der Maus. Ein praktischer Klettverschluss erleichtert den Transport bzw. das Zusammenfassen von nicht benötigter Kabellänge. 

Software

Die LM30 kann einfach als Plug and Play-Gerät genutzt werden. Die Tasten sind dann mit einer Standardbelegung nutzbar. Um den vollen Funktionsumfang ausreizen zu können, ist die Installation der Maussoftware von der Treiber-CD oder der Produktseite aber unerlässlich. 

Lioncast Eingabegeräte 15

Die Software ermöglicht über drei Reiter vielfältige Konfigurationsmöglichkeiten, vor allem von Tastenbelegung (auch mit Makros möglich), DPI-Settings (für X- und Y-Achse einzeln wählbar) und Beleuchtungssystem. Die Einstellungen können für die fünf Profile separat vorgenommen werden. Auch ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen ist sowohl für einzelne Profile als auch für die Maus insgesamt möglich. Dank der fixen Beleuchtungsfarben des Mausrads kann man gut den Überblick darüber behalten, welches Profil nun eigentlich gerade aktiv ist. Die klar strukturierte und komplett eingedeutschte Software überzeugt ebenfalls mit Verständlichkeit. 

Praxiseindrücke und Fazit

Die LM30 ist Lioncasts bestausgestattete Maus. Allerdings handelt es sich offenbar um keine Eigenentwicklung, denn baugleiche Mäuse werden auch von anderen Anbietern für einen vergleichbaren Preis angeboten. Das macht die LM30 aber keineswegs zu einer schlechten Maus. Der Praxiswert der 16.400 DPI leuchtet allerdings nicht so ganz ein - diese DPI-Stufe ist schlichtweg übertrieben und nach unseren Eindrücken praktisch nicht nutzbar. Ansonsten kann der Sensor aber mit den typischen Eigenschaften eines Lasersensors punkten. Er funktioniert dementsprechend auf unterschiedlichsten Materialien zuverlässig und ist weniger wählerisch als ein typischer optischer Sensor. Die Mausbewegungen werden direkt und präzise umgesetzt und auch die verbauten Switches arbeiten knackig und präzise. Dazu behält der Nutzer dank übersichtlicher Software und übersichtlicher Kontrollanzeigen für DPI-Stufen und das aktive Profil auch immer den Überblick über die Maussettings. Dank des Gewichtssystems können Gewicht und Schwerpunkt der Maus feinstufig angepasst werden. Mit vollem Gewichtsmagazin wird die LM30 aber vergleichsweise schwer.  

Die zahlreichen Tasten können tatsächlich einen echten Mehrwert bieten, weil dadurch eine Entlastung der Tastaturhand möglich wird. Allerdings sind nicht alle Zusatztasten gleichermaßen gut nutzbar. Gerade die hinteren Zeilen des Daumentastenfeldes machen ein Anwinkeln des Daumens nötig. Die zahlreichen Tasten bedingen außerdem eine hohe und breite Form, die uns gerade für schnelle Shooter nicht optimal erscheint. Allerdings wird die LM30 auch klar als MMO- und nicht als FPS-Maus beworben. 

Mit der LM30 bietet Lioncast eine sehr gut ausgestattete Maus zu einem attraktiven Preis an. Mit ihrer Tastengestaltung und Formgebung eignet sie sich aber tatsächlich vor allem für MMOs und Strategiespiele.

Positive Aspekte der Lioncast LM30:

  • präziser Lasersensor, hochwertige Switches bei den Haupttasten
  • übersichtliche Software mit vielen Anpassungsmöglichkeiten
  • direkte Kontrolle über Profile und DPI-Stufen
  • RGB-Beleuchtungssystem, Profilspeicher

Negative Aspekte der Lioncast LM30:

  • Daumentastenfeld wirkt mit zwölf Tasten doch etwas überladen
  • reine Rechtshänder-Maus, Formgebung klar an MMO-Nutzung orientiert 
 

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Kommentare (5)

#1
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Registriert seit: 08.01.2006
#wodka4ownage
bash0rizer
Beiträge: 973
Gehts nur mir so oder sehen sich die Logos von Cougar, Lioncast und Roccat irgendwie alle ähnlich?! :)
#2
customavatars/avatar207000_1.gif
Registriert seit: 21.05.2014
Freiburg, Baden-Württemberg
Bootsmann
Beiträge: 756
Genau das selbe habe ich mich soeben auch gefragt ^^
#3
customavatars/avatar132632_1.gif
Registriert seit: 05.04.2010

Hauptgefreiter
Beiträge: 231
Roccat und Lioncast sind aber 2 Paar Schuhe. Lioncast kauft sich meines Wissens nach nur ein und betreibt selbst keine eigene Produktentwicklung. Das beweist auch irgendwie das Angebot z.B. auf amazon - einfach mal nach LM30 suchen und staunen, unter wie vielen Namen die gleiche Maus verkauft wird.
#4
customavatars/avatar35183_1.gif
Registriert seit: 12.02.2006

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1404
Also auch, wenn die LK20 hauptsächlich zum zocken konzipiert ist, ist es m.M.n. höchstgradig dämlich, nur WASD zu beleuchten. ich zum Beispiel finde das Layout und die reduzierte Größe garnicht mal schlecht. Aber zum einen baucht man gerade zum zocken keine beleuchteten Tasten, da die Finger sowieso meistens auf den richtigen Tasten ruhen, zum schreiben ist das viel wichtiger. Und zum anderen nutze ich zum Beispiel nicht WASD sondern QWES zum zocken.
#5
customavatars/avatar39883_1.gif
Registriert seit: 08.05.2006
Oberbayern
Kapitän zur See
Beiträge: 3823
Finde die Eingabegeräte nicht schlecht, ist halt alles OEM Ware.
Wie schon bei der Maus geschrieben, gibt es auch die LK30 von anderen Firmen: Perixx PX-5200
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